Nun droht der BAWAG (Bank für Arbeit und Wirtschaft – im Eigentum des Gewerkschaftsbundes) durch den Ausfall des an die Pleitefirma Refco gegebenen Kredites ein Schaden von ca 425 Millionen Euro. Da brennt natürlich gewaltig der Hut. Fritz Verzetnitsch, der oberste Gewerkschaftsboss, wird einiges zu tun haben. Er wird ja den Gewerkschftsmitgliedern eine Erklärung abgeben müssen, warum sich Gewerkschaftsgelder in Luft aufgelöst haben.
Seitens der Bank wird natürlich beteuert, dass bei der Kreditvergabe keine Fehler gemacht worden wären. Irgendwie leuchtet das nicht so recht ein. Wenn zB bei einer kleinen Dorfbank im Burgenland jemand aus Tirol einen Kredit haben will, wird zunächst einmal nachgedacht, warum der nicht zu einer Bank in Tirol gegangen ist und gegebenfalls auch in Tirol nachgefragt. Vielleicht hat das ja die BAWAG auch so gemacht und vielleicht haben sie auch in New York nachgefragt. Mich würde nur interessieren wo sie nachgefragt haben. Denn dass es bei Refco in Schwierigkeiten geben kann, hat dort wahrscheinlich auch die Müllabfuhr gewusst.
Von kritikus |
Kommentare (57)
[...] Allen anfänglichen Beteuerungen der BAWAG-Manager zum trotz kommt es nun tatsächlich zu einem behördlichen Ermittlungsverfahren rund um die Vergabe des “faulen” Kredites an die Fa Refco. Wir werden sehen, was dabei rauskommt. Na ja, wo Rauch ist, wird wahrscheinlich irgendwo auch ein Feuer sein. Wahrscheinlich sind hier Fehler passiert und es ist ein Schaden entstanden; aber das verkraftet die BAWAG leicht. Schlimmer ist es, dass sich da grundsätzliche Fragen stellen: [...]
12. Nov. 2005 | #
[...] In Sachen BAWAG war das heute ein komischer Tag. Zunächst war Spannung vor der Sitzung des Aufsichtsrates angesagt; danach war zu lesen, dass eh alles in Ordnung wäre; am Abend war zu vernehmen, dass der BAWAG-Chef zurückgetreten ist (oder wurde?) und jetzt hört man in der ZIB2, dass die BAWAG sogar von US-Anwälten noch verklagt werden könnte. [...]
17. Nov. 2005 | #
[...] Die erbarmungswürden -Manager haben es wirklich nicht leicht: Da ist die REFCO-Affäire noch nicht ausgestanden, da bläst ein noch rauherer Wind aus der Karibik herüber. [...]
22. Mrz. 2006 | #
[...] So ein Pech aber auch! Gerade als SPÖ-Chef Alfreg Gusenbauer den “Schadenfall BAWAG” für bereinigt erklärt hat und sich nun dem “Schadenfall Regierung” widmen will, tauchen wieder neue BAWAG-Ungeheurlichkeiten auf. [...]
27. Apr. 2006 | #
[...] Die Verhandlungen zwischen der BAWAG und den Gläubigervertretern der REFCO sind in London offensichtlich gescheitert. Und das, obwohl von der BAWAG, wie kolportiert wird, 500 Millionen Euro angeboten wurden. Wie man liest, hätte das Geld verschenkt werden sollen – weil zu Schulden kommen hat man sich ja nichts, man wäre ja selbst Geschädigter … [...]
30. Apr. 2006 | #
[...] Dem Mann kann sicher geholfen werden. Ich stelle mich hiermit zur Verfügung. Auf meinem Konto (Daten im Impressum) ist noch etwas Platz. Freilich möchte ich nicht die ganze Last tragen – 0,1 Promille könnte ich aber verkraften. Ich weiß, dass das im Vergleich zum Ganzen eher wenig ist, denke aber, dass sich genügend Leute an einer “Hilfsaktion” beteiligen würden. Die BAWAG würde sicher auch gerne einen Beitrag leisten … [...]
4. Mai. 2006 | #
[...] Wie denn das? Angeblich stört die SPÖ, dass sich der Bund für den Fall, dass die BAWAG – Haftung (immerhin 900 Millionen Euro) schlagend wird, eine Regressmöglichkeit an den ÖGB sichern will. Die Aufregung ist aber keinesfalls verständlich – jeder Bürge würde so handeln, überhaupt dann, wenn er nicht mit seinem eigenen Geld bürgt … [...]
5. Mai. 2006 | #
[...] Macht ja nichts, der Vater Staat wird schon wieder rettend einspringen – wie aktuell bei der BAWAG. [...]
10. Mai. 2006 | #
[...] Auch der BAWAG-Skandal (soweit bis jetzt bekannt), wo ja bekanntlich nahezu ausschließlich SPÖ-Mitglieder federführend verursachend mitwirkend waren, kann alleine der Grund nicht sein. Schließlich betonen ja alle, dass die Gewerkschaft nicht die SPÖ sei – und die BAWAG schon überhaupt nicht. [...]
13. Mai. 2006 | #
[...] Nun ist es fix, die neue Führung hat den Vergleich in den USA zustandegebracht. Billig wars nicht, aber das hatte ja sowieso niemand erwartet. Einerseits mussten die BAWAG-Granden ja in der Höhle des Löwen (vor US Gerichten und Behörden) verhandeln und andererseits waren sie unter massivem Erfolgszwang und hatten zudem auf dem von den “Penthausern” aufbereiteten Terrain auch einen denkbar schlechten Stand. [...]
7. Jun. 2006 | #
[...] Durch den BAWAG-ÖGB-Skandal ist die SPÖ plötzlich auf die Verliererstraße geraten. Kein Wunder, im ÖGB hatten immer schon SPÖ-Funktionäre das Sagen. Der Skandal hat die Partei scheinbar so geschockt, dass sie momentan gar nicht vorhanden scheint. Man kann die SPÖ im derzeitigen Zustand nicht einmal richtig kritisieren, weil sie zu Sachthemen (zB Rauchen, Verkehr etc) keine Meinung zu haben scheint. [...]
15. Jun. 2006 | #
[...] Die SPÖ-Kritik am Eurofighterkauf ist nun plötzlich sehr verhalten geworden. Ist zwar logisch, aber dennoch erwähnenswert. Wenn man nämlich den Eurofighter-Kosten die kolportierten Kosten des BAWAG-Desasters, wo eigentlich nur SPÖ-Mannen zu Werke waren, gegenüberstellt, kommt man schnell drauf, dass die BAWAG die Allgemeinheit viel mehr Kosten wird. [...]
17. Jun. 2006 | #
[...] Die “Politische Bombe” wird wohl der Zeitpunkt der Hausdurchsuchungen sein. Es schaut fast so aus, als ob hier niemand die Absicht gehabt hätte, wirklich etwas zu finden. Wenn jetzt, Monate nach dem Auffliegen des Skandals, tatsächlich noch belastende Unterlagen gefunden wurden, dann ist den “Ex-Managern” wohl nicht mehr zu helfen. Allerdings wäre in diesem Fall dann zu hinterfragen, wer solche Dödel zu Top-Mangaern gemacht hat. Aber wie gesagt, das ist rein hypothetisch – da wird nichts mehr gefunden werden! [...]
21. Jun. 2006 | #
[...] Jahrzehntelang waren SPÖ und ÖGB ein Herz und eine Seele – die Partei und der Verein waren glücklich verheiratet. Ja es war nicht vorstellbar, dass es den einen ohne den anderen geben könnte und einer ohne das Wissen des anderen etwas tun würde oder könnte. Jetzt, nachdem der gemeinsame Goldesel (BAWAG) verreckt ist, ist aber alles anders und plötzlich möchte die SPÖ (na ja, Alfred Gusenbauer halt) mit dem ÖGB nichts mehr zu tun haben. [...]
2. Jul. 2006 | #
[...] Was man von den beiden Finanzgenies halten soll weiß man ja ohnehin nicht so genau. Wie kürzlich bekannt wurde, liegt im Finanzministerium seit Jahren ein Bericht, der die BAWAG-Machenschaften recht genau beschreibt. Der Inhalt wurde offenbar ignoriert oder nicht erkannt (was schlimmer ist, will ich nicht beurteilen). Der in der Folge entstandene Schaden könnte durch die Beamten nicht übertroffen werden, selbt wenn sie ewig pragmatisiert blieben … [...]
5. Jul. 2006 | #
[...] Ein ehemaliger Mitarbeiter der BAWAG, angeblich stellvertretender Filialleiter im Nordburgenland, soll ab Anfang 2005 insgesamt 1,6 Millionen Euro veruntreut bzw verspekuliert haben. Er wurde zwischenzeitlich bei der Staatsanwaltschaft angezeigt – die Ermittlungen laufen. [...]
2. Aug. 2006 | #
[...] Nun macht die Justizministerin, trotzdem sie babymäßig stark abgelenkt ist, in der Causa BAWAG dampf. Laut Krone hat sie ihre leitenden Beamten und Staatsanwälte (auf die hat sie ja ein direktes Weisungsrecht) angewiesen, noch vor dem Oktober eine Anklage zustande zu bringen. [...]
3. Aug. 2006 | #
[...] Wie gerade bekannt wurde, können nicht einmal die Pensionsansprüche der ÖGB-Mitarbeiter garantiert werden. Deren Betriebspensionen laufen Gefahr, um 70 Prozent gekürzt zu werden, weil der ÖGB nach dem BAWAG-Skandal in argen Finanznöten ist. Der Finanzchef der Gewerkschaft betonte zwar, das Eintreten dieser Pensionskürzung sei so wahrscheinlich “wie ein EM-Titel für Österreichs Fußball-Nationalteam” (also unmöglich…), aber von “garantiert” oder “sicher” kann wohl auch keine Rede sein, wenn man über solche Kürzungen nachdenken muss. [...]
28. Aug. 2006 | #
[...] Helmut Elsner, Ex-Generaldirektor der BAWAG, ist krank geworden. Man braucht ihn aber nicht sonderlich bedauern, die Krankheit ist ja genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Obwohl das millionenschwere Leben mit Porsche und Mercedes zwischen den Superreichen in Frankreich sicherlich eine Belastung darstellt, kann man sich trotzdem seinen Teil denken. [...]
29. Aug. 2006 | #
[...] Es ist wahrscheinlich so, dass alle lügen, nur die Politiker der SPÖ nicht. Ganz besonders nicht, wenn es um das BAWAG-ÖGB-Desaster geht. Da haben sicher alle die Wahrheit gesagt. [...]
1. Sep. 2006 | #
[...] Es ist aber alles nicht so, sondern ganz anders. Kein BAWAG/FLÖTTL/ELSNER/VERZETNITSCH - Geld ist an die SPÖ geflossen, geht ja auch gar nicht, das hätte der Rechnungshof ja bemerkt – wie betont wird. [...]
11. Sep. 2006 | #
[...] Für Gusenbauer ist es gar nicht vorstellbar, das Flöttl nur auf die SPÖ “angfressen” ist. Für mich schon! Er ist schließlich der einzige, der bei den “Geschäften” der BAWAG (~ÖGB) sein eigenes Geld, und nicht zu wenig, verloren hat. Jetzt ist der Staatsanwalt hinter ihm her und als Draufgabe wird er bei jeder Gelegenheit von “seiner” SPÖ als Verbrecher hingestellt. Also ich könnte gut verstehen, dass der die Schnauze voll von der SPÖ hat – auch ohne ÖVP-Pakt. [...]
13. Sep. 2006 | #
[...] Die SPÖ wird sich freuen. Jetzt dürfte endlich Klarheit in die BAWAG-Sache kommen (immer vorausgesetzt, die Gerichte schaffen es, den kränkelnden Mann in Haft zu halten), denn Steher ist Helmut Elsner sicher keiner. Und die fortwährenden Verdächtigungen der unfairen Parteien werden dann wohl auch aufhören … [...]
14. Sep. 2006 | #
[...] Gusenbauer vergisst dabei gefließentlich, dass er ja das Geld vorher ausgeben und abwarten muss, was und ob überhaupt etwas hereinkommt (an der Verringerung der Arbeitslosigkeit haben sich schon viele die Zähne ausgebissen). Scheinbar hat die SPÖ hier vor, für ihre Träume mit viel Steuergeld zu spekulieren. Da könnten sie gleich dem Herrn Flöttl ein paar Milliarden für das Karibik-Spiel überlassen – der hätte wahrscheinlich höhere Erfolgsaussichten … [...]
16. Sep. 2006 | #
[...] Die ÖVP hat im Großen und Ganzen eine halbwegs passable Regierungsarbeit hingelegt. Die im Wahlkampf von den anderen Parteien gebetsmühlenartig vorgetragenen Vorwürfe gehen bei mir eigentlich ins Leere. ZB kratzt mich der Eurofighter nicht sonderlich, denn den hätten auch die anderen Parteien kaufen müssen – außerdem wurde bei der BAWAG mehr Geld verjankert als beim Eurofighter. Ebenso die Kritik am Bildungssystem unter Zuhilfenahme der dämlichen PISA-Studie (wo offensichtlich Äpfel mit Birnen verglichen wurden) kann ich nicht nachvollziehen. [...]
28. Sep. 2006 | #
[...] Manchmal passiert etwas, das man wirklich nicht erwartet hätte. Da ging gerade eine Meldung durch die Medien, die mich aufhorchen ließ. Helmut Elsner, Ex-BAWAG-Chef, ist scheinbar doch transportfähig. [...]
11. Okt. 2006 | #
[...] Ob nun Fritz Verzetnitsch damals die BAWAG gerettet oder den ÖGB fast zerstört hat wird wohl bei diesem Verfahren nicht geklärt werden. Eines scheint mir aber auch dann sicher, wenn sie zweiteres bestätigen sollte: Alleine kann der Fritz den Schlamassel unmöglich angerichtet haben. So etwas geht nur im “Teamwork” mit denjenigen, die die BAWAG ausgelutscht haben. [...]
15. Okt. 2006 | #
[...] Etwas richtig liegt der künftige Ex-Präsident aber schon, wenngleich niemand wird behaupten können, der Taus-Besuch hätte der ÖVP alle 8 Prozenpunkte gekostet. Aber durch den Besuch bei Elsner durch den promenenten ÖVP-Mann kurz vor das Wahl konnte die SPÖ den BAWAG-Skandal etwas in Richtung ÖVP schieben. Alle vorherigen Versuche, das zu tun, können getrost als gescheitert betrachtet werden (was auch die stabilen Umfragen bescheinigten). Das dürfte gereicht haben, ein paar Prozent bawagverunsicherte SPÖ-Wähler zurückzubringen und ein paar Prozent unstabile ÖVP-Wähler zum Daheimbleiben zu bewegen. Letztendlich hat es der ÖVP Platz 1 gekostet, denn so groß war der Stimmenunterschied ja nicht. [...]
29. Okt. 2006 | #
[...] Der BAWAG-Verkauf ist durch und auf den “Zielfotos” sieht man bei Käufern wie bei Verkäufern lachende Gesichter. Eine richtige Win-Win-Situation – wenn alles so gut ist, wie es scheint oder scheinen soll. [...]
16. Dez. 2006 | #
[...] Jetzt ist bekannt geworden, dass Elsner dem Ex-Konsum-Chef Hermann Gerharter ein Geschenk von 600.000.- Euro gemacht hat. Das Geld wurde Gerharter angeblich vom BigBoss der BAWAG höchst persönlich im März 2003 in einem Plastiksackerl übergeben. Und dabei war Weihnachten da schon lange vorbei… [...]
23. Dez. 2006 | #
[...] Die Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) ist zwar schon verkauft – die Vorgänge drum herum bringen allerhand Interessantes zutage. [...]
12. Jan. 2007 | #
[...] Manchmal kommt längst Vergangenes unerwartet zutage und eröffnet dann Einblick in merkwürdige Gepflogenheiten. So ist heute diversen Zeitungen zu entnehmen, dass der Ex-BAWAG-Direktor Helmut Elsner im Zuge der Aufarbeitung des Atomic-Konkurses auch den damaligen Innenminister Karl Schlögl mehrmals kontaktiert hatte. [...]
22. Jan. 2007 | #
[...] Ein Banküberfall in der wiener Mariahilferstraße, bei dem es auch zu einer Geselnahme gekommen ist, sorgt heute für mächtigen Medienrummel. Das es sich ausgerechnet wieder um die sattsam bekannte BAWAG handelt, soll jetzt nicht das Thema sein. [...]
27. Feb. 2007 | #
[...] Bedenkt man zusätzlich noch, dass als Folge der Abschaffung der Erbschaftssteuer natürlich auch die Schenkungssteuer abgeschafft werden muss, die Grunderwerbssteuer logisch (mit denselben Argumenten) in der Form auch nicht zu halten sein wird und sogar die Einkommenssteuer unterwandert werden kann, dann würde der geborene Schelm an den Masterplan einer gigantischen Macheloikes denken. Manipulationen (gelinde ausgedrückt) wären in jeder Form und in ganz großem Stil, ohne jede Kontrolle, möglich. Dagegen wäre der BAWAG-Skandal so etwas wie “ein laues Lüfterl von einem kleinen Vogerl” – um es mit den Worten von DDr Ostbahn zu sagen… [...]
20. Mrz. 2007 | #
[...] Jörg Haider, Landeshauptmann und Tafelmeister in Kärnten, macht einen Aufstand, weil der wohl prominenteste Kurgast Österreichs im Land, Kurzentrum Treibach/Althofen, zu Gast ist. „Ich teile Ihnen hiermit seitens des Bundeslandes Kärnten den schärfsten Protest über diese Vorgehensweise mit!“ schrieb er in einem offenen Brief an die Justizministerin. Der Ex-Bawag-Chef würde keine Rehabilitation genießen, sondern eine sehr teure Erholungskur. [...]
4. Apr. 2007 | #
[...] Die Aggressivität einem europäischen Unternehmen gegenüber mutet schon komisch an – wahrscheinlich in Österreich ganz besonders. Frankieboy Stronach rekrutiert ausrangierte Politiker (ganz anderen Kalibers) schon lange scharenweise und niemanden hat das je gestört, obwohl das der Magna-Konzern bestimmt auch nicht aus Wohltätigkeit macht. Und was die BAWAG bis zum tiefen Fall alles gesponsert hat, lässt sich gar nicht aufzählen (das würde Bücher füllen). Beispielsweise hat es gewiss keine FSG-Veranstaltung gegeben, die nicht von der Bank gesponsert worden wäre… [...]
14. Apr. 2007 | #
[...] Nicht ganz ohne Freude lese ich heute in den Online-Ausgaben der Zeitunen, dass Günter Weninger, Ex-Aufsichtsratspräsident der Ex-Gewerkschaftsbank und Ex-Stellvertreter des Ex-Gewerkschaftspräsidenten, jetzt im BAWAG-Prozess zugegeben hat, er hätte im gerichtlichen Vorverfahren gelogen (hmpf – ganz schön viele “ex” in einem Satz ). [...]
6. Aug. 2007 | #
[...] Im laufende Prozess ist erst in der Anfangsphase und derweil streiten noch die Angeklagten. Aber schon tauchen die ersten Grüchte auf, der Käufer der darniedergelegenen Gewerkschaftsbank würde Teile der Bank bereits wieder verkaufen. [...]
24. Aug. 2007 | #
[...] Die Nachbeben des ÖGB-BAWAG-Desasters sind in Form von Gerichtsverfahren in vollem Gange und werden wohl noch eine Weile nicht abebben. [...]
7. Sep. 2007 | #
[...] Die Nachbeben des ÖGB-BAWAG-Desasters sind in Form von Gerichtsverfahren in vollem Gange und werden wohl noch eine Weile nicht abebben. [...]
7. Sep. 2007 | #
[...] Beim gestrieben Prozesstag in der BAWAG-Causa ging es auch um Buchhaltung, nämlich um jene, die eigentlich den Verlust von einer halben Milliarde Euro dokumentieren hätte sollen. Es dürfte für diese Summen keinen einzigen Beleg geben, ja es scheint fast so, als ob sich das Geld in Luft ausgelöst hätte – eine “X-Akte” sozusagen. Das Allerbeste bei der Sache ist aber, dass das im BAWAG-Vorstand überhaupt niemanden gestört haben dürfte. Toll, wie die auf mein Geld aufgepasst haben [...]
11. Sep. 2007 | #
[...] Geständnisse gibt es trotzdem hin und wieder. Und manchmal sehr überraschend, wie jetzt gerade beim BAWAB-Prozess. Ex-Geraldirektor Johann Zwettler “legte ab” und gestand sein Schuld vor dem Gericht ein. Gerechnet hatte, nach so langem Prozess, wohl niemand mit einem Geständnis und die Mitangeklagten, allen voran Helmut Elsner und Wolfgang Flöttl, werden jetzt sicher einiges mit ihren Anwälten zu beraten haben. Ob da noch was nachkommen wird? [...]
26. Nov. 2007 | #
[...] Alle warnen vor der Kyoto-Strafe als Horrorszenario. Kolportiert wird eine wahrscheinliche Strafzahlung von 1,5 Milliarden Euro. Diese Zahl regt, obwohl niederiger als der Eurofighter-Preis oder der BAWAG-Schaden, schon zum Nachdenken an. [...]
28. Nov. 2007 | #
neues Buch zum Thema: Der Bankkrach/Verlag Steinbauer
Mit dem Krach der Bawag erlebt Österreich seinen bislang größten Wirtschaftsskandal, der weit über die nationalen Grenzen hinausreicht.
Durch die Verquickung von überriskanter Spekulation, fachlicher Inkompetenz, hündischer Unterordnung von Klüngelangehörigen unter einen dominierenden Machertyp, frecher Überbeanspruchung von Machtpositionen, manipulierten Vorstandsprotokollen, Übergehen von Aufsichtspflichten und dem gegenseitigen Austricksen von Kontrollinstanzen und Gerichten ist der Fall Bawag ein Paradebeispiel für verantwortungsloses Handeln.
Der Wirtschaftsjournalist Ernst A. Swietly und der Bankfachmann Wilhelm Okresek machen nach monatelangen Recherchen in ihrem Buch die Hintergründe und Zusammenhänge dieses Skandals im Dschungel der österreichischen Finanz- und Gewerkschaftsszene deutlich.
3. Jan. 2008 | #
[...] Die Anzeichen könnte man so deuten und der Parteichef selber hat sich auch weit aus dem Fenster gelehnt, als er seine Gewerkschaftsfraktion fallen ließ, wie eine heisse Kartoffel. Trotzdem kann es aber sein, dass da einige die Rechnung ohne den Wirt machen. Gusenbauer ist zäh, das hat er schon bewiesen. Er hat die Wahl, trotz BAWAG-Gegenwind, entgegen aller Voraussagen praktisch alleine gewonnen. Und eine Regierungsbildung (trotz mancher Abstriche) unter den gegebenen Verhältnissen hätte aus seiner Partei auch nicht so leicht jemand zusammengebracht. [...]
31. Jan. 2008 | #
[...] “Die SPÖ hat die Sache ihren Anwälten übergeben und wird sehr konsequent jeden klagen, der den Ruf der SPÖ schädigen möchte” sagte kürzlich der Bundesgeschäftsführer der SPÖ. Er meinte damit, dass ja niemand auf die Idee kommen sollte, im Zusammenhang mit den im Flöttl-Keller aufgetauchten BAWAG Dokumenten die…. – mehr schreibe ich dazu lieber nicht mehr, denn meine Kriegskasse ist (wie immer) leer… [...]
2. Mrz. 2008 | #
[...] Er fühle sich von der Politik missbraucht, meinte Helmut Elsner kürzlich im BAWAG. Diese Aussage zeigt deutlich, dass es immer möglich ist (sei es noch so spät), Erkenntnis zu erlangen [...]
26. Mrz. 2008 | #
[...] Ein Verfahren ist von der Staatsanwaltschaft eingeleitet worden. Es musste sein, denn die Kellerfunde zu Wien dürften in Sachen BAWAG nichts anderes zugelassen haben… [...]
4. Mai. 2008 | #
[...] Und dabei wäre es so einfach. Die Anti-Korruptions-Kriegerinnen bräuchten nur die Parteien zwingen, ihre Finanzierung offen zu legen (etwa die wundersame Sanierung der SPÖ gerade zur relevanten BAWAG-Zeit… ) und die Lobbyisten verbieten (gerade letztere sind offen zur Schau getragene Korruption in Reinkultur). Damit wären der Summe nach sicher einmal 90 Prozent der Aufgabe erledigt… [...]
24. Mai. 2008 | #
[...] Der BAWAG-Prozess plätschert so lala dahin. Keine Höhepunkte – nur juristisches Geplätscher. Und der Verbleib des vielen Geldes wird wohl auch nicht geklärt werden können. Trotzdem bekommt man hie und da ein Schmankerl präsentiert. [...]
28. Mai. 2008 | #
[...] Jetzt haben wir´s amtlich! Es interessiert keine Sau, wo das Geld der BAWAG hingekommen ist bzw wer sich damit bereichert hat. [...]
24. Jun. 2008 | #
[...] Eine Sache habe ich kapiert. Das Geld der BAWAG sucht niemand. Warum das so ist, werde ich wahrscheinlich nie kapieren… [...]
26. Jun. 2008 | #
[...] Wie auch immer, ich bin sicher, der zitierte Satz, obwohl eine Ungeheuerlichkeit, wird medial keine Beachtung finden – wie so vieles in Sachen BAWAG… [...]
21. Sep. 2008 | #
[...] Keineswegs will ich hier zum Verteidiger von Helmut Elsner in der BAWAG-Geschichte werden, aber im Lichte der gegenwärtigen Krise kommt mir da schon einiges merkwürdig vor… [...]
8. Okt. 2008 | #
[...] Ex-BAWAG-Chef muss etwas Fürchterliches getan haben. Die Vorgänge um die BAWAG alleine können das sicher nicht gewesen sein, denn wie im Zuge des Bankendesasters bekannt [...]
12. Mrz. 2009 | #
[...] nur vom eigenen Versagen (Banken unter politischem Einfluss gibt es ja auch in der Nach-BAWAG-Zeit noch genug) ablenken will bzw dass Meinl nur so eine Art Opferlamm für das durch die [...]
2. Apr. 2009 | #
[...] ich bin weder ein Freund von Helmut Elsner noch möchte ich beschönigen, was er angerichtet hat (wenngleich er den Kopf vermutlich auch für andere hinhält – oder hinhalten [...]
3. Jul. 2011 | #