Der Chef der Österreichischen Bundesbahnen, Martin Huber, spricht von “Abnormitäten”, um das Wort “Privilegien” zu vermeiden, wenn er vom Dienstrecht der Eisenbahner spricht. Sich gewählt ausdrücken kann er, der Generaldirektor Huber.
Es scheint aber so, dass die Führung der Österreichischen Bundesbahnen, und wohl auch der Verkehrsminister, durch den Streit um das Dienstrecht nur von ihren eigenen Unpässlichkeiten (um nicht die Worte “Versagen” oder “Unvermögen” nennen zu müssen) bei der Sanierung/Reform der Bahn ablenken wollen.
Im Kurier ist heute zu lesen, dass es um ca 950 Eisenbahner geht, die derzeit bei der Bahn keine Verwendung haben und die nicht entlassen werden können. Nehmen wir einmal an, jeder dieser Bediensteten kostet der Bundesbahn etwa 2000.- € im Monat (das könnte so hinkommen, weil reich wird man bei der Bahn sicher nicht) dann kosten diese angeblich Unbeschäftigten dem Unternehmen jährlich etwa 25 Millionen Euro (geschätzt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld). Da staunt man aber, dass die Bahnführung mit ihrem Generaldirektor Huber keine anderen Sorgen hat, wie diese 950 Eisenbahner los zu werden, bei den Summen, über die sonst bei Bahn gesprochen wird – ich meine hier jene, bei denen ein “-” davor steht.