Der eiserne Verkehrsminister Hubert Gorbach lässt sich auch von Streikdrohungen der Eisenbahnergewerkschaft nicht beirren. Er will seine Ansichten durchbringen. Es gehe ihm nicht darum, Eisenbahner zu entlassen, sondern nur darum, diese versetzen zu können. Aber Herr Minister! Hier können wir die Gewerkschafter aber schon verstehen, denn dann müssen die Eisenbahner selbst kündigen, wenn sie weit weg versetzt werden – zumindest dann, wenn sie Familie haben.
Der sichtlich nervöser werdende Minister ließ verlauten, notfalls die Bevölkerung zu befragen. Ja gehts eigentlich noch? Natürlich würde eine überwältigende Mehrheit gegen die Eisenbahner stimmen. Was kommt als nächstes? Na, dann lassen wir die Bevölkerung auch über die Beamten abstimmen und vom Tisch ist die bevorstehenden Gehaltsrunde, damit könnte man sogar eine Gehaltskürzung durchboxen. Man könnte es ja immer so einrichten, die Mehrheit gegen eine Minderheit abstimmen zu lassen …
Na gut, Minister Gorbach braucht in eigener Sache keine Abstimmung mehr fürchten. Er hat es sich ja bei Zeiten gerichtet, meint er jedenfalls. Wenn er aber schnell noch ein paar solche Punkte (wie zB Eisenbahner, Tempo 160, Pkw-Maut) sammelt, könnte es sein, dass ihn sein Freund gar nicht mehr in seiner Firma haben will. Geschäftsleute wollen keine abgeloosten Politiker als Quereinsteiger.
Von kritikus |
Kommentare (4)
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[...] kritikus.at Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … « Verkehrsminister allein gegen Gewerkschaft [...]
15. Nov. 2005 | #
[...] Nun hat ein Meinungsforschungsinstitut bei einer Umfrage herausgebracht, dass eine Mehrheit der Österreicher für die Einführung dieser Steuer wäre. Ich hätte das, wie wohl jeder normal denkende Österreicher auch, schon vorher gewusst. Es verdient halt die überwiegende Mehrheit keine 250.000 Euro im Jahr. Auch wenn die Steuer schon auf Jahreseinkommen von 50.000 Euro angedacht gewesen wäre, hätte es das gleiche Ergebnis in der Umfrage gebracht, weil eben des Durchschnittseinkommen weit darunter liegt. Auch der Verkehrsminister hatte, als er im Streit mit der Eisenbahnergewerkschaft mit einer Volksabstimmung durchschaut, dass die überwiegende Mehrheit mitstimmt, wenn es darum geht, jemanden anderen etwas wegzunehmen. [...]
19. Nov. 2005 | #
[...] Hat da etwa die Führung der Bahn (inkl. der mit Millionenabfertigungen verabschiedeten Generaldirektoren) gemeinsam mit dem zuständigen Minister auf unsere Kosten kräftig abgeloost? Nein, nein, das kann nicht sein. Viel mehr werden wohl die Bediensteten der Bahn, die mit ihren hohen Gehältern und der Gewerkschaft das Unternehmen so sehr belasten, schuld sein … [...]
26. Nov. 2005 | #
[...] Im Kurier ist heute zu lesen, dass es um ca 950 Eisenbahner geht, die derzeit bei der Bahn keine Verwendung haben und die nicht entlassen werden können. Nehmen wir einmal an, jeder dieser Bediensteten kostet der Bundesbahn etwa 2000.- € im Monat (das könnte so hinkommen, weil reich wird man bei der Bahn sicher nicht) dann kosten diese angeblich Unbeschäftigten dem Unternehmen jährlich etwa 25 Millionen Euro (geschätzt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld). Da staunt man aber, dass die Bahnführung mit ihrem Generaldirektor Huber keine anderen Sorgen hat, wie diese 950 Eisenbahner los zu werden, bei den Summen, über die sonst bei Bahn gesprochen wird – ich meine hier jene, bei denen ein “-” davor steht. [...]
29. Nov. 2005 | #