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17. Nov. 2005

In Sachen BAWAG war das heute ein komischer Tag. Zunächst war Spannung vor der Sitzung des Aufsichtsrates angesagt; danach war zu lesen, dass eh alles in Ordnung wäre; am Abend war zu vernehmen, dass der BAWAG-Chef zurückgetreten ist (oder wurde?) und jetzt hört man in der ZIB2, dass die BAWAG sogar von US-Anwälten noch verklagt werden könnte.

Wenn man das hört, muss man zwangsläufig annehmen, dass da irgend etwas nicht zusammenpassen kann. Einerseits ist alles in Ordnung und andererseits tritt der Chef der BAWAG – gegen den Willen des Aufsichtsrates (aha!) – zurück. Ich meine, sehr gute Schauspieler sind die alle zusammen nicht … etwas mehr anstrengen hätten sie sich schon können.

Am Schluss als Draufgabe erfährt man, dass der Rekordverlust des Gewerkschaftsbundes (Quelle: Kurier.at) im Jahr 2004 nur durch die Gewinne der BAWAG abgedeckt werden konnte, um ein Desaster zu vermeiden. Wie die Gewerkschafter das in den nächsten Jahren ohne BAWAG-Millionen hinkriegen werden, wird sich zeigen. Seltsamerweise hat der oberste Gewerkschaftsboss offenbar zu den Vorgängen rund um die BAWAG nichts zu sagen – man nimmt ihn derzeit kaum wahr. Na gut, verstehen kann ich es ja, dass er jetzt nicht unbedingt in die Öffentlichkeit will …

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