Kaum wird Verteidigungsminister Platter nicht mehr so massiv wegen der Abfangjäger (Eurofighter) kritisiert, hat er gleich wieder neue Ideen. Wahrscheinlich mag er es nicht, nicht in der Öffentlichkeit zu stehen. Wie auch immer.
Auf den ersten Blick betrachtet hat der Soldat natürlich die Pflicht, für sein Heimatland da zu sein und notfalls auch zu kämpfen. Die Betonung liegt hier aber auf “sein Heimatland”. Es hat auch in der Vergangenheit keine Probleme gegeben, Freiwillige für sinnvolle Auslandseinsätze zu finden. Diese wurden ja gut bezahlt – na ja, mit einem EU-Politiker sind die Gagen nicht vergleichbar, aber für einen Normalsterblichen ist es ein sehr gutes Einkommen.
Warum also jetzt eine Verpflichtung einführen? Als gelernten Österreicher kommt einem natürlich zuerst der Gedanke, dass damit die Auslandseinsätze billiger werden sollen. Ist ja auch klar, dass man jemanden, der verpflichtet ist, etwas zu tun, keine finanziellen Anreize mehr geben muss. Natürlich wird davon jetzt nicht gesprochen, das kann dann ja später kommen, wenn die Verpflichtung in der Verfassung steht.
Traurig ist dabei nur, dass die Parteien (seltsamerweise sind sich bei der Verpflichtung für Auslandseinsätze alle einige – auch die Grünen !?!) immer davon reden, unser Land sozialer zu machen, und gerade die öffentliche Hand als Arbeitgeber ihre Mitarbeiter immer mehr ausquetscht …