Sie denken wieder nach, die EU-Bürokraten. Es geht nun um eine Green-Card (man versteht darunter eine Zuwanderungsberechtigung) für die gesamte Europäische Union für „bestausgebildete“ Schlüsselarbeitskräfte.
Soweit ist die Idee ja nicht so schlecht, hie und da werden solche Arbeitskräfte wirklich von außen benötigt. Aber deswegen gleich Tür und Tor zu öffnen, womöglich noch über die Köpfe der einzelnen Staaten hinweg, ist schon etwas übertrieben.
Richtig weiter denken tun die EU-Bürokraten aber nicht. Bis jetzt war es nämlich so, dass man, wenn man hoch qualifiziert war, auch hoch verdient hat (mehr oder weniger halt). Angebot und Nachfrage eben = Marktwirtschaft. Nach den Plänen der EU-Strategen wird sich dieses aber ändern, weil man dann, wenn unsere Fachkräfte zu teuer werden, eben aus dem Ausland Spezialisten holen können wird. ZB gibt es in Indien zehntausende EDV-Spezialisten, die gewiss bei uns für den Gehalt eines C-Beamten arbeiten würden. Unsere IT-DI´s (Akademiker im EDV-Bereich) können ja dann immer noch Taxi fahren.
Das wäre aber noch nicht das Schlimmste, denn wenn dann die Spezialisten eingebürgert und auch zu teuer geworden sind, dann beginnt das Spiel aufs Neue …
[...] ist da jetzt etwas zu viel Lob – es handelt sich ja nur um ein Wiederaufwärmen des EU-Green-Card-Unsinns (man spricht ja auch von der Rot-Weiss-Rot-Card ), mit dem man damals den Markt untergraben [...]
1. Aug. 2010 | #