Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

28. Dez. 2005

Heute wird im Kurier die angebliche / nicht bewiesene / vielleicht doch existierende Schädlichkeit des Telefonierens mit dem Handy behandelt.

Natürlich ist die schädliche Wirkung von Hadystrahlung nicht bewiesen. Viele halten aber gravierende gesundheitliche Schäden für wahrscheinlich. Wenn man sich etwas mit dem Thema befasst kommt einem das Grauen. Wie es aussieht ist die Lobby der Mobilfunker so stark, dass dagegen die Mobilfunkgegner keine Chance haben, sich mit ihren Argumenten Gehör zu verschaffen. Trotzdem hört man immer öfter kritische Töne und jetzt traut sich sogar die Gesundheitsministerin sehr vorsichtig mit einem Infoblatt zu warnen.

Was mich jetzt aber wundert ist der fehlende Krieg. Es wird ja auch ein Krieg gegen die Raucher geführt, die ja andere zum Passivrauchen zwingen und so an der Gesundheit schädigen. Und beim Elektrosmog von Handys und Sendeanlagen fehlt halt dieser Krieg, obwohl dabei nicht nur die Handytelefonierer selbst sondern wahrscheinlich alle Menschen mehr oder weniger den elektromagnetischen Wellen (Elektrosmog) ausgesetzt sind (man denke nur an die gigantischen Sendeanlagen, Handys in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Gebäuden etc). Eigentlich sind wir alle Passiv-Handytelefonierer.

Wahrscheinlich wird es halt so sein, dass man in der Politik noch nicht weiß, wie man vorgehen soll, um von Telefonierern und Anbietern horrende Steuern zu rechtfertigen. Und Anti-Handykaugummis, Handyrette´s, Handy-Suchtmedikamente und Antihandy-Hypnose gibt es auch noch nicht, um damit gute Geschäfte machen zu können. Aber das wird ja alles sicher noch kommen …

25. Dez. 2005

Das Gezänk um die Ladenschlusszeiten ist zur Weihnachtszeit wieder voll ausgebrochen. Der Riss zwischen Befürwortern und Gegnern längerer Öffnungszeiten geht auch quer durch Gewerkschaft und Wirtschaftskammer, was alleine schon merkwürdig ist.

Ein rechter Bedarf an einem Offenhalten der Geschäfte beispielsweise an Sonntagen kann freilich nur schwer erkannt werden. Als einzige Ausnahme würden mir auf Anhieb nur Tourismuszentren einfallen.

Diejenigen, die jetzt so lautstark für eine völlige Liberalisierung sind – vornehmlich große Ketten – sollten sich lieber auch einmal um ihre Angestellten kümmern. Denn gerade in diesen Handelsketten ist es schon lange nicht mehr üblich, Leute in Vollzeit zu beschäftigen. Von diesen Teilzeitlern wird dann aber für ihren Minilohn größte Flexibilität gefordert, zB stundenlange Pausen (natürlich unbezahlt) zu den Tageszeiten, wo weniger los ist, oder Arbeitszeiten von wenigen Stunden. Oft ist es durch die „Flexibilität“ so, dass diese Angestellten wesentlich mehr Zeit für den Teilzeitjob aufwenden müssen, als wären sie in Vollzeit (bei einem fairen Arbeitgeber halt) beschäftigt. Und das soll jetzt noch auf Abende, Sonn- und Feiertage ausgedehnt werden; nein danke – ich werde da ganz bestimmt nicht einkaufen gehen.

24. Dez. 2005

Am 24. Dezember denkt man gewöhnlich an andere Dinge als sonst. Man sollte sich auf wirklich Wesentliches besinnen.

Deshalb möchte auch der Kritikus heute nicht kritisieren. Denn auch wenn ich mit vielem nicht einverstanden bin, handelt es sich doch meistens um Kleinigkeiten, die zwar erwähnenswert, aber nicht lebenswichtig erscheinen.

Im Großen und Ganzen sollten wir aber mit unseren Führern in Österreich, wie auch in der Europäischen Union, zufrieden sein. Den eines ist sicher: Es geht uns nicht schlecht in Europa!

In diesem Sinne wünsche ich allen frohe Feiertage!

Der Kritikus

21. Dez. 2005

Der Automobilclub ARBÖ hat nun errechnet, dass den Österreichern das Fahren mit Licht jährlich Mehrkosten von ca 147 Millionen Euro beschert. Bei dieser Summe sind angeblich die Kosten für erhöhten Verschleiß (zB Lampen und Akkus) noch gar nicht berücksichtigt. Nebenbei kam bei der Untersuchung auch heraus, dass der Finanzminister dabei ca 70 Millionen Euro Mehreinnahmen an Steuern einheimsen kann.

Auch wenn der ARBÖ als Automobilclub wahrscheinlich nicht ganz objektiv sein und seine Berechnungen doch eher hoch angesetzt haben wird, kann man dadurch das wahre Motiv für die Einführung von „Fahren mit Licht“ erkennen. Mir, und wohl auch vielen anderen Österreichern, war aber ohnehin klar, dass es um Verkehrssicherheit nicht gegangen sein wird …

19. Dez. 2005

Nun ist es soweit; auch Spanien hat den Rauchern den Krieg erklärt und ab 1. Jänner 2006 wird eines der strengsten Antirauchergesetze Europas in Kraft treten – als ob sie in Spanien keine anderen Sorgen hätten.

Am Arbeitsplatz würde mich das dort ja nicht stören, aber das Rauchverbot wird auch in allen öffentlichen Gebäuden und auch in Bars und Restaurants (hier mit wenigen Ausnahmen) gelten.

Leider ist Spanien auch ein Urlaubsland. Na ja, für mich jetzt nicht mehr. Ich hätte zwar im Jahr 2007 dort meinen Urlaub dort verbringen wollen, werde das aber jetzt nicht mehr machen. Irgendwo wird sich schon ein Plätzchen finden, wo man auch als Raucher willkommen ist und wo man nicht meint, gesetzlich gegen mich vorgehen zu müssen.

17. Dez. 2005

Zufolge einer Umfrage des Fessel-GfK Institutes wissen die Österreicher über Verkehrsdelikte gut bescheid, nehmen es aber selbst nicht so genau, die Vorschriften einzuhalten (veröffentlicht in der Krone).

Beispielsweise können sich 59 % vorstellen können, selbst zu schnell zu fahren, 55 % ohne Freisprecheinrichtung mit dem Handy zu telefonieren und 29 % ohne Sicherheitsgurt zu fahren. Das Fahren mit Licht und die Kinder-Rückhaltevorrichtungen auf Kürzeststrecken im Ortsgebiet, offensichtlich bei der Studie gar nicht berücksichtigt, würden ähnliche Zahlen ergeben.

Schocking! – wie kann so etwas passieren. Hat da etwa die Verkehrspolitik in Österreich versagt? Im gewissen Sinne muss man das mit ja beantworten, denn die genannten Delikte sind genau jene, die immer strittig waren und bei denen der normale Mensche eben keinen Sinn erkennen kann. Na gut, der gelernte Österreicher sieht den eigentlichen Sinn schon (Geldbeschaffung durch Strafen – Tempo 50 in Wien ist hier ein gutes Beispiel), aber der hat mit Verkehrssicherheit recht wenig zu tun ….

11. Dez. 2005

Gemäß einem kleinen Bericht in der Krone hat es in Deutschland ein Studie des deutschen Krebsforschungszentrums über die Schädlichkeit des unfreiwilligen Passivrauchens gegeben. Dabei wäre herausgekommen, dass jährlich in Deutschland 3300 Personen an den Folgen des Passivrauchens (darunter ca 60 Säuglinge !?!) sterben würden.

Wie sie das nur herausgefunden haben – und so “präzise” auch noch. Dabei haben sie wahrscheinlich noch untertrieben. Es ist ja ein jeder Mensch im Laufe seines Lebens bereits mit Tabakrauch in Berührung gekommen und hat diesen eingeatmet. Demnach könnte man alle Verstorbenen mittelbar oder unmittelbar als “an Passivrauchen gestorben” einstufen – und das wären in Deutschland gewiss mehr.

Eigenartigerweise wurde angeblich auch bei 60 Säuglingen festgestellt, dass sie an Passivrauchen gestorben sind. Wie sie das nur herausfinden konnten … da müssen wahre Spezialisten am Werk gewesen sein. Mir scheint es so, als ob bei dieser Studie (aus welchen Gründen immer) die “Daumen mal Pi – Methode” angewandt worden wäre.

11. Dez. 2005

Eben hat Markant Market Research eine repräsentative Konsumentenbefragung über das Rauchverhalten der Österreicher veröffentlicht (nachzulsen in www.krone.at). Dabei wurden angeblich 1000 Österreicher befragt.

Abgesehen vom Ergebnis, welches nicht sehr überrraschend ausgefallen ist (ein normal denkender Österreicher hätte das auch ohne Umfrage gewusst), mag mir nicht eingehen, was an einer solchen Umfrage als repräsentativ zu bezeichnen wäre. Es wurden ja von ca 8.000.000 Österreichern nur 1000 befragt. Wahrscheinlich sind die Umfragen, die der Ö3-Mikromann immer macht, genau so “repräsentativ”.

Und wenn man dann noch kurz an den Begründer der Motivforschung, Dr Ernest Dichter, denkt, werden solche Umfragen überhaupt ad Absurdum geführt. Dieser geniale Forscher hat nämlich schon vor längerer Zeit festgestellt, dass ein Mensch nur äußerst selten – eigentlich fast nie – das macht oder sagt, was er will …

4. Dez. 2005

Der Pressesprecher des Verkehrsministers von Österreich, Martin Standl, hat sich bemüßigte gefühlt, einen Leserbrief an die Krone zu schreiben. Darin meint er im Zusammenhang mit einer angedachten Winterreifenpflicht folgendes: “Eine Überregulierung soll, wie in vielen anderen Bereichen, zum Wohle der Bevölkerung auch hier vermieden werden.”

Da hat der Pressesprecher voll mit dem Kopf den Nagel getroffen. Im Zusammenhang mit Straßenverkehr von einer Vermeidung Überregulierung zu sprechen, ist schon stark. Straßenverkehrsordnung und Kraftfahrgesetz sind ja ein Paradebeispiel von Überrregulierung – und der Arbeitgeber von Sprecher Martin Standl hat in letzter Zeit viel dazu beigetragen. Eine Leistung wäre es, die genannten Gesetze endlich von unnötigen Regeln zu entrümpeln. Aber wir haben Meinungsfreiheit und jeder darf meinen, was er will. Obwohl, es ist ja die Meinung des Ministers denn Martin Standl ist ja nur der Sprecher des Verkehrsministers.

PS: Wozu ein Minister einen Pressesprecher braucht, habe ich noch nicht verstanden. An einer mangelnden Fähigkeit, zu sprechen, kann es wohl nicht liegen, denn wenn einer nicht reden kann, wird er wohl kaum Minister werden. Bleibt nur noch die Möglichkeit, dass Minister mit der Presse nichts zu tun haben wollen und deshalb einen Pressesprecher hinschicken müssen. Es kann aber auch sein, dass alles ganz anders ist …

3. Dez. 2005

“… Gorbach befindet sich auf Amokfahrt” wird Alexander Van der Bellen, Chef der Grünen, im Kurier zitiert. Der Professor ist ein gescheiter Mann und wo er recht hat, hat er recht, obwohl, dass die Grünen gegen Tempo 160 sind, war von vorneherein klar.

Die Diskussion verläuft so, wie es halt immer ist. Minister Gorbach sucht krampfhaft nach Argumenten dafür während die Opposition und nun auch Regierungskollegen dagegen argumentieren. Fast könnte einem der Verkehrsminister leid tun, es ist ja wie in einem mittelmäßigen Film – Alleine gegen die Bremser.

Obwohl die Argumente der Gegner mit Expertenmeinungen gespickt sind, sind es doch nur Haarspaltereien, auch wenn sie noch so energisch vorgetragen werden. Etwa die Belastung durch Feinstaub: sie ist natürlich bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h wesentlich höher als bei 130 km/h – aber die Gesamtbelastung wird sich dadurch nicht wesentlich ändern, weil der Anteil des Straßennetzes, wo 160 gefahren werden darf, verschwindend klein sein wird. Ebenso wird sich das Unfallgeschehen nicht wesentlich ändern.

Es würde aber ein gewichtigeres Argument gegen 160 km/h geben, nämlich, dass wir das gar nicht brauchen. Aber in letzter Zeit wurden ja fast nur Verkehrsregeln eingeführt, die niemand braucht und die niemanden nützen; man denke dabei nur an die Straßenrückbauten, das Vormerksystem (mit den nicht nachvollziehbaren Delikten) und das Fahren mit Licht

vor »