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25. Dez. 2005

Das Gezänk um die Ladenschlusszeiten ist zur Weihnachtszeit wieder voll ausgebrochen. Der Riss zwischen Befürwortern und Gegnern längerer Öffnungszeiten geht auch quer durch Gewerkschaft und Wirtschaftskammer, was alleine schon merkwürdig ist.

Ein rechter Bedarf an einem Offenhalten der Geschäfte beispielsweise an Sonntagen kann freilich nur schwer erkannt werden. Als einzige Ausnahme würden mir auf Anhieb nur Tourismuszentren einfallen.

Diejenigen, die jetzt so lautstark für eine völlige Liberalisierung sind – vornehmlich große Ketten – sollten sich lieber auch einmal um ihre Angestellten kümmern. Denn gerade in diesen Handelsketten ist es schon lange nicht mehr üblich, Leute in Vollzeit zu beschäftigen. Von diesen Teilzeitlern wird dann aber für ihren Minilohn größte Flexibilität gefordert, zB stundenlange Pausen (natürlich unbezahlt) zu den Tageszeiten, wo weniger los ist, oder Arbeitszeiten von wenigen Stunden. Oft ist es durch die „Flexibilität“ so, dass diese Angestellten wesentlich mehr Zeit für den Teilzeitjob aufwenden müssen, als wären sie in Vollzeit (bei einem fairen Arbeitgeber halt) beschäftigt. Und das soll jetzt noch auf Abende, Sonn- und Feiertage ausgedehnt werden; nein danke – ich werde da ganz bestimmt nicht einkaufen gehen.

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