Es war vorauszusehen, trotzdem erschreckt einem die Vehemenz diverser Politiker und anderer Würdenträger, Staatsgelder zu verschleudern.
Natürlich ist es schade, dass die Klimt-Bilder für die Republik Österreich verloren sind und natürlich sind (waren) sie ein wichtiges Kulturgut für das Land. Das rechtfertigt jedoch keinesfalls, die Bilder um den kolportierten Wert mit öffentlichen Mitteln zurückzukaufen. Elisabeth Gehrer hat im ersten Schreck das richtige gesagt, nämlich, dass die Republik kein Geld zum Kauf der Bilder hat. Andere wälzen nun aber doch Pläne. Da ist von privaten Sponsoren, Stiftungen und von Spendenaufrufen die Rede. Freilich können bei allen diesen angedachten Punkten, so sie überhaupt verwirklicht werden können, nur Bruchteile der gigantischen Summe aufgebracht werden. Außerdem wird von Regierungsleuten sogar „Steuererleichterung“ in Aussicht gestellt. Na bravo, dann zahlt es ja erst wieder die Allgemeinheit.
Es wird auch immer behauptet, dass die Bilder von Gustav Klimt einen guten Teil der österreichischen Identität darstellen würden. Wenn unsere Identität von ein paar Bildern, von wem auch immer, abhängen würde, dann wären wir ein sehr armes Volk …
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19. Jan. 2006 | #
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22. Jan. 2006 | #