Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

17. Jan. 2006

Nun hat nach langem schweren Leiden doch das Schiedsgericht entschieden, dass die Gustav Klimt Bilder doch den rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden müssen. Ich nehme, ohne die genauen Fakten zu kennen, an, dass es ein gerechtes Urteil ist, weil in dieser unseligen Zeit viele um ihr Vermögen gebracht wurden.

Nun meinen aber viele, dass die Bilder im Wert von geschätzten 200 Millionen Euro vom Staat Österreich, aus welchen Gründen immer, zurückgekauft werden sollten. Man muss sich die Summe erst einmal vorstellen. Das waren früher fast 2,8 Milliarden Schilling! Ja, wenn wir unbegrenzte Ölvorkommen hätten, dann könnten wir uns das für Imagepflege oder als Protzerei vielleicht leisten. Aber so wie es ist, ist das unsinnig.

Aber als gelernter Österreicher weiß man natürlich, dass unseren Gewaltigen für einige Schlagzeilen und ein paar Fotos in den Tageszeitungen nichts zu teuer sein wird … was das Volk meint wird in dem Fall ja wohl nicht so wichtig sein.

Und es kam, wie es kommen musste >>

15. Jan. 2006

Die niederösterreichische Gebietskrankenkassa (NÖGKK)ließ kürzlich mit der Meldung aufhorchen, dass Notarzteinsätze in den Fällen, in denen sich nachher herausstellen sollte, dass keine Lebensgefahr vorgelegen ist, nicht mehr bezahlt werden würden.

Im Klartext hieße das, dass diese Kosten – die Rede war von durchschnittlich 60.- €, vom Roten Kreuz dem jeweiligen Patienten vorgeschrieben werden würden. Der Aufschrei war natürlich dementsprechend groß. Berechtigt, weil ja der Patient am wenigsten entscheiden kann, ob Rettung oder Notarzt erforderlich ist. Es ist auch in vielen Fällen gar nicht möglich, bei Notrufen eine Unterscheidung zu treffen – selbst wenn immer gleich ein Arzt anwesend wäre.

Allerdings muss die NÖGKK einen Grund für ihren Vorstoß gehabt haben. Ich denke mir, dass die sich die Zahlen im Vergleich mit anderen Bundesländern sicherlich angeschaut haben werden. Sollte es so sein, dass in Niederösterreich überdurchschnittlich viele Notarzteinsätze anfallen, wäre der Vorstoß durchaus berechtigt. Denn dann sähe es nämlich so aus, als ob sich das Rote Kreuz in Niederösterreich durch vermehrte Einsätze des Notarztwagens (der ja teurer ist als ein normaler Rettungswagen) ein beträchtliches Körberlgeld auf Kosten der Allgemeinheit einverleibt hätte.

15. Jan. 2006

Europol,Interpol, Gepol und wer weiß, was noch für -pol, sind Schlagworte mit denen Politiker und sonst “Kundige” gerne herumwerfen.

Diese Instituionen haben allerdings eines gemeinsam, nämlich, dass jeweils mit sehr vielen Mitteln (ausufernde Bürokratie garniert mit hohen Dienstposten) sehr wenig erreicht wird. Die Kundigen (man kann sie auch Spezialisten oder Experten nennen) werden sagen, das würde der gewöhnliche Bürger nicht verstehen, das würde sich auf höherer Ebene abspielen. Soll so sein …

Dem gewöhnliche Bürger interessiert allerdings sehr, dass jemand der in einem EU-Staat durch einen Betrug einen Bürger in einem anderen EU-Staat schädigt, auch zur Verantwortung gezogen wird. Und da hapert es gewaltig. Wenn man etwa von London aus betrogen wird, werden die englischen Behörden erst tätig (obwohl die eigentlich in dem Fall für die Verbrechensaufklärung hautpzuständig wären), wenn der Schaden mindestens 5000.- € beträgt. Weil dieser Schaden zB bei Internetbetrügereien eigentlich nie erreicht wird, können ganze Banden in England sehr gut und unbehelligt davon leben.

Um so etwas abzustellen bräuchte man Europol, Interpol, Gepol etc überhaupt nicht. Da würde schon ein wenig guter Wille ausreichen …

10. Jan. 2006

Die positive Nachricht ist die beste: Endlich einmal etwas, was man nicht kritisieren braucht: Am Flughafen Wien-Schwechat (VIE) sollen Raucherzonen, sog. „Smokers Paradise“, eingerichtet werden.

Die Raucherinseln mitten im „rauchfreien“ Terminal sollen verglast sein und auch Rauchern optimales Raumklima ermöglichen. Wie es ausschaut sollen das wirklich Bereiche sein, wo man sich auch als Raucher wohl fühlen kann und sich nicht als Außenseiter in irgendeinem Winkel zusammendrängen muss.

In der heutigen Zeit muss man schon ein gewisses Maß an Rückrat besitzen, um für das Wohlsein von Rauchern etwas zu tun. Deshalb hier ein großes Lob an die Flughafengesellschaft – eine wirklich innovative Idee. Das musste sogar die ständig gegen Raucher kämpfende und kriegführende Gesundheitsministerin eingestehen.

Grrroßes PS:

Es kommt auch vor, dass kritikus von etwas begeistert ist, ohne es gesehen zu haben. Im Sommerurlaub 2006 durfte ich die Raucherinsel ausprobierten – also ein “Paradise” ist es sicher nicht. Würde man Nichtrauchern so etwas anbieten, wäre das wahrscheinlich ein Fall für den Menschenrechtsbeirat. Der Wiener Gugelhupf schreibt von Freak Show - er trifft es wesentlich besser als ich oben…

10. Jan. 2006

Nun haben sie auch in Klagenfurt die „Zeichen der Zeit“ erkannt und Geschwindigkeitsbeschränkungen (ua Temp 30 in der Innenstadt) eingeführt, um die Feinstaubbelastung zu senken.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man lachen. Wahrscheinlich wissen die Verantwortlichen nicht mehr was sie tun sollen. Deshalb wird halt irgend etwas getan, um sich nicht später Untätigkeit vorwerfen lassen zu müssen. Diese armen Leute – wie müssen die von Angst und Unsicherheit geplagt werden, um so etwas zu verordnen? Hier wird nämlich einer großen Zahl von Menschen etwas aufgezwungen, um einen unsagbar kleinen (wahrscheinlich gar nicht feststellbaren) Erfolg zu erheischen.

Wie auch immer, Klagenfurt – vielleicht auch ganz Kärnten – werde ich in Zukunft wenn möglich ganz meiden …

8. Jan. 2006

In letzter Zeit wird wieder viel von Alkohol und Jugendlichen gesprochen – leider nur gesprochen, gemacht wird eher nichts.

Man stellt laufend fest, dass immer mehr Jugendliche, immer früher Alkohol trinken (um nicht zu sagen “saufen”). So verwunderlich ist das nicht. Es wird Alkohol immer billiger und immer mehr nach dem Geschmack junger Leute angeboten (Stichwort: Alkopops). Dazu kommen dann noch Jugendschutzgesetze, die nicht zu vollziehen sind, ja die Polizei darf nicht einmal mit dem Alkomaten feststellen, ob ein 14-jähriger Alkohol getrunken hat. Wie sollen sie das denn aber sonst machen? – etwa vom Glas des Jugendlichen kosten?

Nicht zu übersehen ist da auch noch das Geschäft, das mit Jugendlichen gemacht wird. Die Alkopops verkaufen sich ja gut und Erwachsenen sind die meist zu süß – also ist die Zielgruppe hier glasklar. Und dann gibt es noch Gastwirte, die ohne alkoholisierte junge Leute eher wenig Geschäft machen würden und so öffentlich zum Alkoholmissbrauch aufrufen – wie etwa hier [klicken - und ganz runter scrollen] – die Seite ist schon lange online, dürfte aber niemand zuständig sein …

8. Jan. 2006

Die ÖBB (im Zusammenwirken mit dem Gesetzgeber) hat wieder voll mit dem Kopf den Nagel getroffen: Ab 1. Jänner 2006 sind auch die Bahnsteige rauchfrei.

Nachvollziehbar ist das freilich nicht. Aber wen störts, bei der Raucherbekämpfung (warum da immer von “Kampf” und “Krieg” gesprochen wird ist mir dabei auch unklar) ist selten Nachvollziehbares bzw Einsehbares produziert worden. Warum verbietet man das Rauchen an einem Ort im Freien? Man argumentiert, wie immer, mit dem Schutz der Nichtraucher. Im Freien, na ja …
Die ÖBB spricht auch von Verschmutzung der Bahnsteige durch die Raucher. Die müssens ja wissen, sind sie doch in Sachen Verschmutzung wahre Experten. Das WC-Abwasser der Toiletten wird ja auch auf die Schienen gespült.

Wie auch immer, ich bin ja kein Bahnfahrer und aufgrund solcher Entscheidunen werde ich auch ganz bestimmt keiner werden …

« zurück