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26. Feb. 2006

Manche Menschen haben es nicht leicht im Leben. So auch unser aller Finanzminister, der es trotz intensiver Bemühungen offensichtlich nicht schafft, eine standesgemäße Unterkunft zu finden. Dabei ist er gar nicht so wählerisch – von Bauernhof bis Stadtwohnung würde er alles nehmen.

Wegen dem ins Auge gefassten Bauerhofes in Tirol war er sogar bereit, Bauer (wahrscheinlich nebenberuflich) zu werden. Das hat nicht geklappt, es dürfte dem Minister die sprichwörtliche “Bauernschläue” gefehlt haben. Mir tut das leid, denn dadurch werde ich wohl nicht erfahren, wem der Finanzminister eine Nebentätigkeit melden würde und wer diese genehmigt hätte.

Offensichtlich haben die Tiroler dem Minister das Landleben madig gemacht. Denn nun hat er eine Wohnung in Wien ins Auge gefasst. Und schon wieder sind die unguten Gesellen da, die es mit den Gesetzen immer so genau nehmen, und machen Stunk. Der Finanzminister hat sich für seinen Dachausbau ausgerechnet ein denkmalgeschütztes Haus ausgesucht und nun spießt es sich wieder.

Vielleicht sollten wir ein österreichweites Brainstorming veranstalten, damit für unseren Finanzminister endlich eine Wohnung gefunden werden kann. Der arme Mensch will eine Familie gründen und braucht das Domizil wirklich. Ich wünsche ihm jedenfalls dann ein paar Kinder, damit er auch einmal das harte Leben kennenlernt …

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Spanienreise

25. Feb. 2006

Wahrscheinlich sind eh alle unschuldig, denn Dunkelmänner stellen sich sicherlich nicht so „schlau“ an. Eines ist aber jedenfalls klar: Rund um Olympischen Spiele haben sich einige unserer Landsleute nicht gerade geschickt verhalten.

Für die Doping-Jäger muss schon alleine die mehr oder weniger offizielle Anwesenheit des in Sportkreisen wohl nicht unbekannten Walter Mayer „einladend“ gewirkt haben. Dass dann aber noch während der Polizeiaktion bedenkliche Gegenstände (warum wurden die überhaupt im Österreich-Quartier gebraucht?) aus dem Fenster geworfen wurden, wo doch jeder drittklassige Ganove weiß, das bei solchen Aktionen die Polizei auch außerhalb des Hauses ist, und als Draufgabe noch ein paar Sportler verduften, ermuntert naturgemäß die Medien. Dass dann sämtliche Dopingproben, auch die der verschwundenen Sportler, negativ waren, interessiert freilich niemanden mehr.

Dass man, wenn man heute im Sport an der Weltspitze mitspielen will, an die Grenzen gehen muss, ist jedem wohl klar. Vielleicht wurden auch Grenzen überschritten, aber wenn die Manager im Österreich-Haus öffentlich Anabolika ausgeschenkt hätten, hätte es wahrscheinlich auch nicht schlimmer kommen können. Ich bin aber sicher, 2010 wird alles besser werden – wahrscheinlich mit den selben gut bezahlten (Selbst)Managern.

17. Feb. 2006

In Großbrittanien wurde gerade ein Rauchverbot in allen öffentlichen Gebäuden, auch in Gasthäusern, im Unterhaus beschlossen. Es gibt auch keine Ausnahme für Lokale, wo keine Speisen verabreicht werden (Pubs), oder private Clubs – total halt (oder heißt das etwa totalitär?).

Das so eine Maßnahme undemokratisch und diskriminierend ist, stört die Veranwortlichen derweil noch nicht. Das könnte sich aber noch ändern, denn die englischen Medien haben die menschenverachtenden Machenschaften offenbar schon erkannt.

In den Zeitungen werden die Politiker, die sich besonders für das totale Rauchverbot eingesetzt haben, bereits namentlich genannt und kritisiert. Im Standard ist zu lesen, dass die britische Presse das Rauchverbot kritisiert (“Raucher werden Bürger zweiter Klasse) und spottet: “Die Nanny drückt die Zigarette aus” (Daily Telegraph – Titel), “junge, neumodische” Politiker wie David Cameron (Daily Mail), “Sieg für Großbritanniens unausstehliche Bevormunder” (Guardian) und “Wir bezweifeln, dass überhaupt ein Gesetz gebraucht wurde” (Independent).

Mit dieser Reaktion haben die Antiraucher-Krieger wahrscheinlich nicht gerechnet; da wird wohl so manche Unterhose nach dem Erscheinen der Morgenzeitungen eine dezente Bräunung erhalten haben …

15. Feb. 2006

Nun ist sie auch in Österreich eingetroffen, die Vogelgrippe! Aber keine Angst, die Gefahr der Ansteckung ist minimal, wenn man sich nicht „ganz, ganz dumm verhält“ – sagen zumindest die Experten.

Bei der ganzen Berichterstattung fällt mir auf, dass es sich bei epedemieverdächtigen Tieren sehr oft um Schwäne handelt. So geht es jetzt bei den österreichischen Verdachtsfällen wieder um Schwäne. Betroffen macht mich dabei, dass man beim ORF-Bericht gestern Abend am Auffindungsort der vogelgrippeverdächtigen Tiere noch einen Haufen weitere Schwäne herumschwimmen sah.

Das ist merkwürdig, weil zu Zeiten, als die Vogelgrippe noch sehr weit weg war, als Vorsorgemaßnahme bereits tausende „glückliche“ Hühner geschlachtet wurden. Das waren die, die bei der verordneten Stallpflicht eben keinen Stallplatz hatten (die im Hühner-KZ waren nicht betroffen – ein Dach über dem Kopf haben die ja). Dass nun die Schwäne im betreffenden Gebiet nicht gleich abgeschossen wurden, grenzt schon an Fahrlässigkeit.

Warum man gerade Schäne so schont, ist mir unklar. Die dürfen ungehindert die Krankheit weiterverbreiten. Dass man dann wahrscheinlich hunderttausende Hühner, Gänse, Enten etc schlachten muss macht ja nicht so viel. Und den Bauern wird man dann schon ein paar Prozent ihres Schadens abgelten …

9. Feb. 2006

Die EU-Bürokraten (ob die wohl im wirklichen Leben auch was zustande bringen würden?) machen es einem wirklich sehr schwer, für die EU zu sein: Jetzt wollen sie eine Kindersicherung für Feuerzeuge vorschreiben!

Was für eine Schnapsidee! Die EU-Büromanen argumentieren mit 34 – 40 Toten durch Feuerzeuge, ohne genauer zu erklären, ob diese durch eine Kindersicherung an Feuerzeugen noch leben würden. Auf die Frage, ob diese neue Regelung nicht etwa als Überregulierung wahrgenommen werden wird, fürchtet man bei den EU-Extrembürokraten nicht. Na ja, die müsses es ja wissen, die haben ja immer ein Ohr für die Anliegen der Bevölkerung offen …

Leider haben sie uns nur die halbe Regelung mitgeteilt. Denn bei der Feuerzeugsicherung geht es sicherlich um den Schutz vor unabsichtlich erzeugten Bränden. Da müsste dann in konsequenter Weise auch eine Kindersicherung in Zündhölzer eingebaut werden. Ich bin schon gespannt, wann die bürokratischen Extremisten damit herausrücken und wie sie das lösen werden …

8. Feb. 2006

Heute in der Sendung Help-TV ging es um die Gefahren des Passivrauchens. Na gut, man kann dazu stehen wie man mag und dass Zigarettenrauch die Gesundheit nicht fördert ist, den geistreichen Aufschriften auf den EU-Zigaretten sei´s gedankt, ja auch hinlänglich bekannt.

Bei dem Beitrag sah man aber, dass hier schon einträchtig in einer Richtung gearbeitet wurde. Alle Beteiligten schienen sich bei ihren Schilderungen über die Gefährlichkeit des Passivrauchens ja förmlich zu überschlagen. Da mussten sogar ungefilterte Dieselabgase herhalten, um die Thesen zu unterstreichen. Bei dem Test kam heraus, dass die Dieselabgase gefährlicher sind als Zigarettenrauch. Ich bin kein Wissenschaftler, aber wenn das stimmen würde, wären die kolportierten 1400 Passivrauch-Toten sicher weit zu tief gegriffen – da wären wir ja wahrscheinlich schon ausgestorben.

Den Test, der sicherlich korrekt durchgeführt wurde (es ist halt die Frage, wonach man sucht und wie man interpretiert) führte DI Dr.Hans Peter Hutter durch. Interessanterweise hat er vor einigen Jahren auch einen Test über Dieselabgase (auch in Help-TV) gemacht. Seinerzeit kam heraus, dass vor allem moderne TDi-Motoren winzige, wahnsinnig krebserregende, Partikel produzieren würden. Als Alternative wurde auch der Partikelfilter des PSA-Konzerns (seinerzeit der einzige am Markt) mit sehr gutem Ergebnis (fast keine Partikel) getestet. Auch damals wurde die Sache so beeindruckend präsentiert, dass ich mich in der Nähe eines Diesel-Kraftfahrzeuges gar nicht mehr einatmen getraute. Und was ist seither geschehen? – natürlich nichts. Den Partikelfilter gibt es nur vereinzelt und leben tun fast alle auch noch. Ein Schelm würde da an eine gelungene Werbung denken; natürlich nur ein Schelm und sonst niemand.

8. Feb. 2006

Heute in ORF- Sendung “Willkommen Österreich” gab es Rat in Sachen Kostenfalle durch Mehrwert-SMS. Leider habe ich den Beitrag nicht von Anfang an gesehen, dennoch war die Sendung sehr Informativ. Ein sehr kompetent wirkender Herr gab Auskunft über die horrenden Kosten, die unachtsamen Konsumenten oft durch Mehrwertdienste entstehen und der ORF-Moderator stellte interessiert Fragen.

Bemerkenswert war, dass der Moderator stets Haltung bewahrte, auch als etwa Votings und Chats per SMS als Kostenfalle benannt wurden. Entweder war er wirklich so gut oder er weiß echt nicht, dass der ORF selber ein mächtiger Verursacher solcher Kosten ist. In den populärsten Sendungen wird laufend animiert, bei diversen Votings und Gewinnspielen mitzumachen – entweter telefonisch oder per SMS. Ja, und gratis oder zum Normaltarif kann man zum ORF schon seit geraumer Zeit nicht mehr anrufen und SMSen; das geht nur über Mehrwertnummern.

Ich kann mich jedenfalls noch erinnern, dass man bei Ö3 auf einer 0800-Nummer anrufen konnte. Dass das jetzt nicht mehr geht wird wohl am öffentlich-rechtlichen Auftrag des ORF liegen. Wahrscheinlich reichen die Zwangsgebühren nicht mehr aus …

3. Feb. 2006

Heute liest man im Kurier, dass die Austria Tabak (früher Austria Tabakwerke – ATW) den Preis für Smart American Blend (auch für die 100er) erheblich senkt.

Na, da schau aber her! – haben sich die Herrschaften auch bequehmt? Na ja, so schwer wirds ihnen nicht gefallen sein. Die Rückkehr zum Monopol ist in seltsamer Allianz mit der Bundesregierung ja bereits ausgehandelt und wird in wenigen Monaten sowieso kommen.

Da kann man ja noch schnell ein Zeichen setzen. Die dummen Raucher werden die “linke” Aktion (oder Werbegag?) schon nicht durschauen. Zuviel wollte man offensichtlich aber ohnehin nicht machen! – sonst hätte man ja zB auch Memphis nehmen können…

Von mir aus hätten sie sich diese Aktion auch sparen können. Mich haben sie als Kunden nach 15 Jahren Markentreue schon verloren. Das ist meine Reaktion auf den Mindestpreis …

2. Feb. 2006

Natürlich nutzen die Oppositionsparteien eine Sondersitzung im Nationalrat, um der Regierung eins auszuwischen.

Natürlich auch, dass die Regierung die Po-Backen zusammen hält und Geschlossenheit signalisiert – im gegenständlichen Fall mit Unterrichtsministerin Gehrer und ihrem Museumsdirektor. Man kann es aber auch übertreiben. Es grenzt nämlich schon an Realitätsverlust, wenn man jetzt immer noch behauptet, die Saliera wäre sehr gut gesichert gewesen.

Selbst wenn es stimmt, dass der Saliera-Dieb ein „Spitzenfachmann in Alarmtechnik“ ist, die Sache gut geplant hatte und nicht alkoholisiert gewesen ist, steht dennoch fest, dass er das Kunstwerk seelenruhig und ohne viel Mühe mitnehmen konnte. Einbruchs-Profis hätten wahrscheinlich nur die halbe Zeit benötigt (sie hätten das Messer nicht erst holen müssen) und würden mit so einer „guten“ Sicherung ihre Freude haben …

2. Feb. 2006

Nun wurde die Nervenschlacht endlich entschieden: Die Klimt Bilder werden nicht von der Republik Österreich gekauft.

Wenngleich es den vielen Schreihälsen und Besserwissern nicht gefallen wird, ist es doch eine weise Entscheidung der Regierung. Es wäre unverantwortlich gewesen, Steuergeld (in welcher Form auch immer) dafür einzusetzen. In dem Punkt bin ich mit der Bundesregierung zufrieden.

Einige gescheite Leute hatten gar gemeint, der Staat solle die Bilder als Wertanlage kaufen, weil sie ja mehr Wert werden würden. Sicherlich werden die Bilder mit der Zeit noch mehr Wert. Nur der Staat würde sie niemals verkaufen können (keine Regierung könnte das beschließen) und so wären die Bilder auf ewig nur ein teurer Klotz am Bein.

In der Krone wird jetzt gerätselt, was nun mit den Bildern geschehen wird. Na was wohl – es wird versucht werden, den höchsten Verkaufspreis zu erzielen. Das war ja von Anfang an so geplant (schon alleine, um die Anwälte zu bezahlen). Der Meistbietende wird die Bilder bekommen und möge glücklich damit werden …

Schade ist nur, dass wir alle für die Bilder bereits viel Geld bezahlt haben. Nämlich für die jahrzehntelange Aufbewahrung und Bewachung. Da ist sicherlich ein nettes Sümmchen zusammengekommen. Vielleicht könnte man das den Erben in Rechnung stellen. Eventuell könnte ja die Bundesregierung einen amerikanischen Anwalt (die kennen sich da ja bestens aus) mit der Klage (natürlich gegen Provision auf Erfolgsbasis) beauftragen.