Wahrscheinlich sind eh alle unschuldig, denn Dunkelmänner stellen sich sicherlich nicht so „schlau“ an. Eines ist aber jedenfalls klar: Rund um Olympischen Spiele haben sich einige unserer Landsleute nicht gerade geschickt verhalten.
Für die Doping-Jäger muss schon alleine die mehr oder weniger offizielle Anwesenheit des in Sportkreisen wohl nicht unbekannten Walter Mayer „einladend“ gewirkt haben. Dass dann aber noch während der Polizeiaktion bedenkliche Gegenstände (warum wurden die überhaupt im Österreich-Quartier gebraucht?) aus dem Fenster geworfen wurden, wo doch jeder drittklassige Ganove weiß, das bei solchen Aktionen die Polizei auch außerhalb des Hauses ist, und als Draufgabe noch ein paar Sportler verduften, ermuntert naturgemäß die Medien. Dass dann sämtliche Dopingproben, auch die der verschwundenen Sportler, negativ waren, interessiert freilich niemanden mehr.
Dass man, wenn man heute im Sport an der Weltspitze mitspielen will, an die Grenzen gehen muss, ist jedem wohl klar. Vielleicht wurden auch Grenzen überschritten, aber wenn die Manager im Österreich-Haus öffentlich Anabolika ausgeschenkt hätten, hätte es wahrscheinlich auch nicht schlimmer kommen können. Ich bin aber sicher, 2010 wird alles besser werden – wahrscheinlich mit den selben gut bezahlten (Selbst)Managern.