Seiten

Kategorien

Archiv

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge
28. Mrz. 2006

Die Feinstaubsaison ist bereits vorbei. Trotzdem lässt nun der, wohl nicht zu Unrecht nahezu unbekannte, Kai Jan Krainer, laut Kurier Umwelt- und Tierschutzsprecher der SPÖ, mit einem Vorschlag aufhorchen. Er will ein Pickerl einführen, um die Luftverschmutzer aus dem Verkehr ziehen zu können. Dazu gehören natürlich auch all jene, die etwa im Vorjahr einen Diesel-Pkw gekauft haben – recht viele Autos mit Partikelfilter gab und gibt es ja immer noch nicht.

Dass die Ursache an der großteils herbeigeredeten Feinstaub-Belastung nur zu einem sehr kleinen Teil der PKW-Verkehr ist, hat sich wahrscheinlich noch nicht so herumgesprochen oder wird einfach ignoriert.

Wen trifft der “unbekannte” SPÖ-Mann denn damit wohl? Natürlich die “kleinen Leute”, die sich nicht jedes Jahr ein neues Auto kaufen können und die wohl lange für einen Neuwagen sparen müssen. Die will die SPÖ nun vom Verkehr ausschließen. Na wenn er glaubt …

Jedenfalls ist das genau die Bevölkerungsgruppe, bei denen sich die, durch BAWAG-Karibik-Gewerkschaft-REFCO sowieso schon angeschlagene, SPÖ bei der nächsten Nationalratswahl die meisten Stimmen erhofft. Noch so ein paar Kai-Jan-Krainer-Ideen und und die ÖVP braucht gar keinen Wahlkampf mehr machen. Manchmal meint man, die SPÖ hat sich mit der Rolle als Juniorpartner in einer Koalitionsregierung schon abgefunden, Hauptsache sie werden dadurch den “Gusi” los …

27. Mrz. 2006

Zur Zeit ist, so wie jedes Jahr um diese Zeit, der Feinstaub und die daraus resultierende Umweltbelastung wieder in aller Munde. Jetzt, kurz vor Ende der Saison, haben die “Experten” des Umweltbundesamtes noch schnell eins draufgesetzt: Der Feinstaub verkürzt die Lebenserwartung der Österreicher um durchschnittlich 0,8 Jahre. Was? Wirklich? – Na ja, jetzt noch nicht, eventuell später, vielleicht bald, unter Umständen doch … (klare Aussagen, die das Umweltbundesamt da trifft).

Nüchtern betrachtet ist diese Studie wahrscheinlich nur ein periodisches Lebenszeichen, zu dem das Umweltbundesamt (wie auch andere staatliche Institutionen) mehrmals im Jahr verpflichtet ist. Man muss halt seine Daseinsberechtigung immer wieder aufs neue bestätigen … wir leben in harten Zeiten.

Dabei wäre es einfach, die Feinstaubbelastung ohne umstrittene Fahrverbote und Tempolimits (die sowieso nichts bringen) zu senken. Wenn man bedenkt, dass in Österreich auf der Straße ca 4,5 Millionen Tonnen Treibstoff verbraucht werden und der Mehrverbrauch durch das Fahren mit Licht am Tag etwa 1-2 Prozent beträgt, könnten 90.000 bzw 45.000 Tonnen Treibstoff eingespart werden. Man müsste nur diese unsinnige Anordnung von “Licht am Tag” aufheben. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein Artikel von Greenpeace über Fahren mit Licht.

Um wie viel die Feinstaubbelastung dadurch verringert werden würde, sollen die “Experten” bei ihrem nächsten periodischen Auftritt ausrechnen.

PS:
Ich hoffe, dass obige Zahlen stimmen. Statistische Daten habe ich im Web nicht finden können. Ich musste die nehmen, die auf Webseiten von Magazinen veröffentlicht wurden. Ich glaube, dass gute Statistikdaten absichtlich versteckt werden. Wenn die nämlich jeder finden könnte, dann würden die “Experten” sehr oft von gewöhnlichen Bürgern, die halt mit mit etwas Hausverstand gesegnet sind und einen Taschenrechner bedienen können, entlarvt werden …

23. Mrz. 2006

Es herrscht wieder Aufregung in Österreich: das BZÖ denkt wieder über ein Ausländervolksbegehren nach. Na ja, irgendwann muss der Wahlkampf für die Nationalratswahl 2006 ja in Schwung kommen.

Egal wie man zu Volksbegehren allgemein und zu diesem im besonderen stehen mag, die Reaktionen auf die Ankündigung sind schon bemerkenswert:
Da meinte heute in der Mittags-ZIB etwa die immerwährende Antiraucher-Kriegerin, Gesundheitsministerin Maria Rauch Kallat, sie habe noch keine Zeit gehabt, über das Volksbegehren nachzudenken, halte aber jedenfalls nichts davon.

Allerhand, welche Aussagekraft! Ich war bis jetzt immer der Meinung, Politiker würden zuerst nachdenken und dann von etwas was halten oder nicht. Unsere „Ohne Rauch geht’s auch“ – Ministerin macht es scheinbar umgekehrt.

22. Mrz. 2006

Die Segel-WM – oder World Sailing Games 2006 – sind der große Mega-Event am Neusiedlersee im heurigen Jahr. Die Initiatoren überschlagen sich förmlich dabei, uns zu erklären, was diese Veranstaltung nicht alles für die Region bringt und wie werbewirksam die Ausgaben doch seien.

Ganz so rosig wird es wohl nicht sein. Jetzt wurde sogar der “Tag des Windes” kreiert – dabei sollen Schüler für die Sailing Games begeistert werden. So schwer wird das wohl nicht sein, denn Schülern ist bekanntlich jeder Grund recht, um dem Schulalltag zu entkommen.

Wahrscheinlich dämmert es jetzt auch den Verantwortlichen, dass vielleicht doch nicht so viele Zuschauer kommen werden, wie erwartet und kolportiert. Wie denn auch. So interessant ist es ja nicht, kilometerweit entfernt einen Haufen Segel zu sehen. Da sind Schüler immer gut, um nicht via internationalem TV leere Zuschauerräume präsentieren zu müssen …

 

 

 

 

WebTipp: Pension in Gols 

22. Mrz. 2006

Die erbarmungswürden BAWAG-Manager haben es wirklich nicht leicht: Da ist die REFCO-Affaire noch nicht ausgestanden, da bläst ein noch rauherer Wind aus der Karibik herüber. 

Wenn man heute in den Medien herumliest, kommt einem das blanke Grauen. Da ist von Geschäften die Rede, die wohl die übelste Form des Kapitalismus darstellen. Dass gerade eine Gewerkschaftsbank ihre Geschäfte so machen muss, wird wohl niemand verstehen. Jetzt wird mir auch klar, warum letztens der Gewerkschaftspräsident nicht so recht wusste, was er sagen soll.

Bei den jetzt aufgetauchten Bawag-Karibik-Verlusten werden Summen so um eine Milliarde Euro genannt. Dagegen nehmen sich die Summen, die seinerzeit von der Bank Burgenland verjankert wurden, ja wie Peanuts aus.

20. Mrz. 2006

Die grauslichen Schock-Werbespots sind inzwischen allgegenwärtig geworden. Man hat sich daran gewöhnt und sie kosten eine Menge Geld (welches sicherlich nicht die Initiatoren zahlen). Ob sie die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen bleibt abzuwarten.

Eine Bevölkerungsgruppe aber wird durch diese Spots schwer beeindruckt. Es ist diese jene Gruppe, die für jede Werbung am Empfänglichsten ist und undifferenziert alle so übermittelten Botschaften als Wahrheit betrachtet – die Kinder.

Ich ordne diese Schock Werbespots als das ein was sie sind: nämlich als Selbstdarstellung einiger, rhetorisch gut ausgebildeter, „Experten von eigenen Gnaden“. Leider erzeugen diese Spots bei Kindern regelrechte Ängste. Mir ist das erst gar nicht aufgefallen. Erst seit mein Sohn nicht einmal mehr das Fahrzeugumstellen in der Garage ohne Sicherheitsgurt duldet, habe ich etwas hinterfragt. Er (10 Jahre alt) ist tatsächlich davon überzeugt, dass eine kurze Autofahrt ohne Sicherheitsgurt unweigerlich zum Tode führt.

So gesehen habe ja die Schock-Spots einen gewissen Erfolg: Die Kinder überwachen die Erwachsenen. Weil wahrscheinlich noch viele solcher Schock-Werbespots, aus allen möglichen Bereichen, auf uns zukommen werden, ist zu befürchten, dass diese fortwährenden Schockerlebnisse bei vielen Kindern einmal echte psychische Probleme auslösen werden. Aber damit sollen sie die Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten und was es sonst noch auf diesem Gebiet gibt, auseinandersetzen. Eine Anzahl von diesen Psychoklempnern war ja bei der Gestaltung der Spots eingebunden.

Ich meine halt, dass diese zeitgeistigen Schock Werbespots nichts anderes sind, als ein weiteres Kleinteil des allgemeinen Volksverblödungs-Puzzles …

18. Mrz. 2006

Da haben die EU-Extrembürokraten wieder mächtig zugelangt: Der Führerschein soll hinkünftig in allen Mitgliedsländern nur mehr befristet ausgestellt werden dürfen. Wem das wohl wieder eingefallen ist? – na ja, Österreich hat ja jetzt den Vorsitz.

An und für sich wäre die Idee ja gar nicht so schlecht. Man könnte so jene aus dem Verkehr ziehen, die im Laufe der Zeit fahruntauglich geworden sind (aus welchen Gründen immer). Nur mit dem Vorschlag der Extrembürokraten geht das ja gar nicht. Es ist nämlich weder eine Überprüfung der Fahrfähigkeiten noch eine ärztliche Untersuchung vorgesehen. Was soll dann die Sache mit dem befristeten Führerschein überhaupt bewirken?

Als gelernter Österreicher (wohl auch als gelernter EU-Bürger) weiß man es natürlich. Die Verlängerung wird wohl nicht umsonst sein. Ich schätze einmal so um die 50 Euronen wird man hinkünftig dafür schon löhnen müssen.

Zuerst habe ich mich gewundert, dass diese Entscheidung ohne vorherige öffentliche Diskussion (die Regierungen lassen ja sonst auch keine Gelegenheit aus, um herumzustreiten) zustande gekommen ist. Hier offenbar nicht. Aber natürlich! – ist ja eh ganz klar: Beim Kassieren sind sich alle wieder einmal einig …

13. Mrz. 2006

Der Kurier berichtet heute unter der Überschrift “Wenn das Kopfgeld stimmt” von einem Rechnungshofbericht über Unternehmen, die noch zumindest zu 50 Prozent in Staatsbesitz sind.

Da hört man etwa, dass es da viele Manager gibt, die mehr als der Bundeskanzler verdienen. Die ÖBB werden auch genannt; zB dass dort eine Menge Leute sehr viel verdienen würden und trotzdem würden die Bundesbahnen 90 Millionen Euro alleine deshalb ausgeben, um sich beraten zu lassen. Wenn man sich die Erfolge des Managements der letzten Zeit ansieht, möchte man meinen, es wäre noch zu wenig Beratung gewesen … sehr viel mehr als Leute abbauen haben sie ja wirklich nicht zu Wege gebracht. Na gut, für kalte Züge, zugesperrte WC´s, volle Automaten-Ausstattung und sogar im Freien rauchfreie Bahnsteige haben sie aber gesorgt …

So viel man die ÖBB und wohl auch andere staatsnahe Betriebe kritisieren will, muss man trotzdem am Boden bleiben. Die sind wenigstens nur staatsnah. Der Rechnungshof könnte sich beispielsweise auch in den Ministerien nach den selben Kriterien umsehen. Irgendwo im Dschungel ist einmal einer, der jetzt nicht mehr da ist (wahrscheinlich hat er sich´s verbessern können) angetreten, das angebliche Missverhältnis zwischen Indianern und Häuptlingen zu beseitigen. Er ließ verlauten, es gäbe zu viele Häuptlinge und zu wenige Indianer (den Vergleich hat der Reformer gewählt – es war wohl gemeint, dass zu viele Führungskräfte im Vergleich zu den arbeitenden Leuten seien). Jetzt, nach den Reformen, sollte sich einmal jemand die Mühe machen, Häuptlinge und Indianer zu zählen. Dem würden aber gehörig die Augen aufgehen …

3. Mrz. 2006

Man weiß es ja – die Regierung hat kein Geld. Es musste schon eine eigene Bundes-Beschaffungsgesellschaft gegründet werden, um Geld zu sparen (?!). Es fehlt an allen Ecken und Enden und wie man hört, mussten sogar mancherorts Rechnungen aus dem Vorjahr aus dem heurigen Budget bezahlt werden.

Doch so arg kann es wohl nicht sein. Eben hat unsere Regierung einen Haufen Geld für vollkommen unnötige Werbe-Inserate ausgegeben, um unseren Sportlern für ihre Leistungen bei den Olympischen Spielen in Turin zu danken. Ein einfacher Händedruck wäre wohl zu „umständlich“ gewesen. Der Bundeskanzler meinte, die Inserate hätten ja nur 85 Millionen Euro gekostet und das wäre OK.

Was? – nur 85 Millionen?; na wenns mehr nicht ist … vielen Dank Herr Bundeskanzler, für so einen „guten Zweck“ zahlen wir doch gerne alle mit!

Aber Kanzler Schüssel wird schon Recht haben, wenn er von „nur“ 85 Millionen spricht. Wahrscheinlich kosten unnötige Kampagnen ansonsten viel mehr. Und solche gibt es viele. Als Beispiel seien nur die unzähligen Anti-Raucher-Kampagnen erwähnt. Da wird den Leuten um sehr viel Geld erklärt, dass Rauchen schädlich ist. Aber das weiß mittlerweile sowieso schon jeder Vollkoffer … auch ohne Studien und Kampagnen.

2. Mrz. 2006

Die Mindestpreise haben sie jetzt auch abgesegnet – ich werde es ihnen nicht vergessen (die Nationalratswahl kommt ja bald). Mitgestimmt haben auch die Grünen; na ja, die haben sich ja in ihrer Grundeinstellung nicht verändert (diejenigen, die sie früher angehimmelt haben, hatten ja auch die Planwirtschaft).

Die SPÖ hat dagegen gestimmt – aus den falschen Motiven zwar, aber immerhin. Da wurde vom Gewinnzuschanzen für die Tabakkonzerne geredet und dass es besser wäre, die Steuern zu erhöhen bzw die Handelsspannen. Na bravo, das ist die wahre „freie Marktwirtschaft“. Die Abgeordnete Beate Schasching hätte zumindest erklären können, wo sie die Unterschiede zwischen den Vorschlägen der SPÖ und der Regierungsmeinung sieht. Ich sehe da nämlich keine.

Worum es bei den Mindestpreisen für Zigaretten in Wahrheit geht, steht im Kurier:

„Rauch-Kallat betonte, sie werde sich jetzt “sehr ernsthaft” mit Experten mit der Frage auseinander setzen, welches Modell am Besten geeignet ist, um zusätzliches Geld für das Gesundheitswesen hereinzubekommen.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen …