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20. Mrz. 2006

Die grauslichen Schock-Werbespots sind inzwischen allgegenwärtig geworden. Man hat sich daran gewöhnt und sie kosten eine Menge Geld (welches sicherlich nicht die Initiatoren zahlen). Ob sie die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen bleibt abzuwarten.

Eine Bevölkerungsgruppe aber wird durch diese Spots schwer beeindruckt. Es ist diese jene Gruppe, die für jede Werbung am Empfänglichsten ist und undifferenziert alle so übermittelten Botschaften als Wahrheit betrachtet – die Kinder.

Ich ordne diese Schock Werbespots als das ein was sie sind: nämlich als Selbstdarstellung einiger, rhetorisch gut ausgebildeter, „Experten von eigenen Gnaden“. Leider erzeugen diese Spots bei Kindern regelrechte Ängste. Mir ist das erst gar nicht aufgefallen. Erst seit mein Sohn nicht einmal mehr das Fahrzeugumstellen in der Garage ohne Sicherheitsgurt duldet, habe ich etwas hinterfragt. Er (10 Jahre alt) ist tatsächlich davon überzeugt, dass eine kurze Autofahrt ohne Sicherheitsgurt unweigerlich zum Tode führt.

So gesehen habe ja die Schock-Spots einen gewissen Erfolg: Die Kinder überwachen die Erwachsenen. Weil wahrscheinlich noch viele solcher Schock-Werbespots, aus allen möglichen Bereichen, auf uns zukommen werden, ist zu befürchten, dass diese fortwährenden Schockerlebnisse bei vielen Kindern einmal echte psychische Probleme auslösen werden. Aber damit sollen sie die Psychologen, Psychiater, Psychotherapeuten und was es sonst noch auf diesem Gebiet gibt, auseinandersetzen. Eine Anzahl von diesen Psychoklempnern war ja bei der Gestaltung der Spots eingebunden.

Ich meine halt, dass diese zeitgeistigen Schock Werbespots nichts anderes sind, als ein weiteres Kleinteil des allgemeinen Volksverblödungs-Puzzles …

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