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27. Mrz. 2006

Zur Zeit ist, so wie jedes Jahr um diese Zeit, der Feinstaub und die daraus resultierende Umweltbelastung wieder in aller Munde. Jetzt, kurz vor Ende der Saison, haben die “Experten” des Umweltbundesamtes noch schnell eins draufgesetzt: Der Feinstaub verkürzt die Lebenserwartung der Österreicher um durchschnittlich 0,8 Jahre. Was? Wirklich? – Na ja, jetzt noch nicht, eventuell später, vielleicht bald, unter Umständen doch … (klare Aussagen, die das Umweltbundesamt da trifft).

Nüchtern betrachtet ist diese Studie wahrscheinlich nur ein periodisches Lebenszeichen, zu dem das Umweltbundesamt (wie auch andere staatliche Institutionen) mehrmals im Jahr verpflichtet ist. Man muss halt seine Daseinsberechtigung immer wieder aufs neue bestätigen … wir leben in harten Zeiten.

Dabei wäre es einfach, die Feinstaubbelastung ohne umstrittene Fahrverbote und Tempolimits (die sowieso nichts bringen) zu senken. Wenn man bedenkt, dass in Österreich auf der Straße ca 4,5 Millionen Tonnen Treibstoff verbraucht werden und der Mehrverbrauch durch das Fahren mit Licht am Tag etwa 1-2 Prozent beträgt, könnten 90.000 bzw 45.000 Tonnen Treibstoff eingespart werden. Man müsste nur diese unsinnige Anordnung von “Licht am Tag” aufheben. Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch ein Artikel von Greenpeace über Fahren mit Licht.

Um wie viel die Feinstaubbelastung dadurch verringert werden würde, sollen die “Experten” bei ihrem nächsten periodischen Auftritt ausrechnen.

PS:
Ich hoffe, dass obige Zahlen stimmen. Statistische Daten habe ich im Web nicht finden können. Ich musste die nehmen, die auf Webseiten von Magazinen veröffentlicht wurden. Ich glaube, dass gute Statistikdaten absichtlich versteckt werden. Wenn die nämlich jeder finden könnte, dann würden die “Experten” sehr oft von gewöhnlichen Bürgern, die halt mit mit etwas Hausverstand gesegnet sind und einen Taschenrechner bedienen können, entlarvt werden …

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Tempo 100 oder 160 schreibt:

    [...] Falls aber eine Verminderung der Feinstaubbelastung wirklich gewollt wäre, brächte die Abschaffung von “Licht am Tag” gewiss mehr… [...]

    31. Okt. 2006 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Gehen die Lichter aus? schreibt:

    [...] Na hoffen wir das Beste, wenngleich es der Minister da nicht leicht haben wird. Das KfV, welches maßgeblich für die Einführung Licht am Tag lobbyiert hat, wird nichts unversucht lassen, das dauernde Lichtfahren zu “wissenschaftlich” zu rechtfertigen. Der Mehrverbrauch an Treibstoff und die höheren Treibhausgase interessieren die sicher nicht. Diese Dinge waren ja auch schon bei der Einführung bekannt und man darf ja nicht zugeben, dass man Unsinn gemacht hat – ist schlecht fürs Geschäft… [...]

    9. Mrz. 2007 | #

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