Wenn man die täglichen Nachrichten aus den Hochwassergebieten in Niederösterreich sieht, kommt man ins Grübeln. An die noch viel größere Katastrophen im benachbarten Ausland möchte ich erst gar nicht denken.
Nun hört man, dass die Hochwasser-Schutzdämme in einem schlechten Zustand gewesen sein sollen. Das alleine ist für unser Land schon beschämend genug. Weil wir aber in Österreich sind ist natürlich gleich zwischen dem Land Niederösterreich und der Bundesregierung ein Streit losgebrochen, wer denn nun am schlechten Zustand der Dämme Schuld hätte. Solche Streitereien haben aber auch was Gutes, denn dabei erfährt der aufmerksame Beobachter meist einige interessante Dinge.
Bezüglich des schlechten Zustandes der Hochwasser-Schutzdämme kam heraus, dass das Geld für die Sanierung schon jahrelang bereit liegt und dass nur noch nicht gebaut werden kann, weil die Umweltverträglichkeitsprüfung schon Jahre andauert. Na Bravo! – so weit sind wir schon gekommen !?! Es ist wurscht, ob wir alle ersaufen, Hautpsache wir tun dies in einer intakten Umwelt …
Die Leute, die solche bürokratieüberladene und unvollziehbare Gesetze beschließen sollte man zu einem Ausflug in die Katastrophengebiete einladen und dort ins Wasser werfen – vielleicht würden sie dann endlich aufwachen. Na gut, manche werden bei der Wahl im Herbst 2006 ja sowieso aufwachen.
[...] Vielleicht hat das Team Österreich gleich Gelegenheit, sich zu beweisen. Durch den Dauerregen droht ein Hochwasser, die Pegel steigen besorgniserregend. Interessanterweise hört man auf Ö3, seit die Hochwassergefahr konkret geworden ist, gar nicht mehr so viel über das Team Österreich… [...]
6. Sep. 2007 | #
[...] Wie nach jedem Hochwasser wird auch diesmal wieder die Frage gestellt werden, warum die Naturgewalten so große Schäden angerichtet haben und was man dagegen hätte tun können. Sehr oft wird dann gesagt, es wäre in Tieflagen gebaut worden, wo man eigentlich hätte gar nicht bauen sollen. Es wären in der Vergangenheit halt Fehler bei den örtlichen Baubehörden, die ja die Baubescheide ausgestellt hätten, begangen worden. Manche Bürgermeister hätten es halt nicht besser verstanden und Experten seien nicht gefragt worden. Außerdem wäre oft der Druck der Grundeigentümer sehr groß. Da ist sicher was dran, das wird meistens stimmen. [...]
7. Sep. 2007 | #