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4. Mai. 2006

Eine neue Studie durch das Institut Freie Fahrt hat nun Überraschendes hervor gebracht. Weder Alkohol noch Raserei ist im Straßenverkehr die Unfallsursache Nr 1. Nein, es ist die Unaufmerksamkeit.

Na gut, jeder mit normalem Hausverstand ausgestattete Bürger hätte dazu keine Studie gebraucht, der hätte das auch so gewusst. Aber die Studienmacher müssen ja auch von etwas leben und warum sollte immer nur das berüchtigte Kuratorium für Verkehrssicherheit mit Studien etwas verdienen. Doch halt! – reden uns nicht gerade die seit Jahren immer wieder ein, dass in Österreich großteils Säufer und rücksichtslose Raser leben, denen nur mit existenzbedrohenden Strafen und psychologischen Tests, die sie vorzugsweise gleich selbst durchführen (gegen Bezahlung natürlich), beizukommen wäre? Das alles im Namen der Verkehrssicherheit. Dem KfV wird diese Studie sicherlich sauer aufstoßen.

“Wir dürfen Alkohol und aggressives Rasen nicht verharmlosen. Aber in Zukunft müssen wird in der Fahrausbildung, der Öffentlichkeitsarbeit und auch bei der Straßenraumgestaltung das Thema Unaufmerksamkeit und richtiges Stressmanagement berücksichtigen”, sagte Gerald Pöllmann, Leiter der Bundesanstalt für Verkehr (aha, sowas haben wir also auch). Der gute Mann hätte auch sagen können, dass wir im Straßenverkehr besser aufpassen sollen. Aber das hätte sich wahrscheinlich nicht so expertenhaft angehört.

Wie auch immer; es stimmt positiv, dass man in die richtige Richtung denkt …

6 Kommentare »

  1. euklid schreibt:

    Nun der gute (Pöll)mann ist alles andere als ein Experte, zumindest nicht im Bereich der Verkerssicherheit. Bestenfalls noch ein Karriere-Experte, der es trefflich verstand, mit möglichst wenig Aufwand und ohne Studium aus einem Ministerbüro zu einem Gruppenleiter im Verkehrsministerium aufzusteigen, um später noch zum Leiter der Bundesanstalt für Verkehr ernannt zu werden. Es gilt offensichtlich immer noch der alte Grundsatz aus der Monarchie “Wem Gott oder der Kaiser ein Amt gibt, dem gibt er auch den (Sach)verstand dazu! Arme Verkehrssicherheit!

    27. Mai. 2007 | #

  2. kritikus schreibt:

    Ich kenne den Herrn Pöllmann überhaupt nicht und die Bundesanstalt für Verkehr auch nicht. In diesem Fall (der immer noch aktuell ist) dürfte er aber recht haben. Würden alle beim Autofahren die nötige Aufmerksamkeit an den Tag legen (das hat jetzt nichts mit Handytelefonieren, Wurschsemmelessen, Rauchen etc zu tun), dann würde es gewiss sehr viel weniger Unfälle geben. Die Leute müssten sich nur bewusst sein, dass sie ein Fahrzeug lenken…

    27. Mai. 2007 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Wieder ein steirischer 80er schreibt:

    [...] Soviel man bis jetzt weiß, fanden die heurigen Pfingstunfälle zum größten Teil im örtlichen Nahverkehr statt. Oft war auch von überhöhter Geschwindigkeit die Rede. Nur war bei den Unfällen sicherlich nicht die zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h – die überdies nur bei optimalen Bedingungen erlaubt ist – ausschlaggebend, sondern wohl eher die “nicht angepasste Geschwindigkeit” in Verbindung mit einer gehörigen Portion von Unaufmerksamkeit. Zweiteres ist mit einer Herabsetzung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit nicht zu beeinflussen – Raserei, damit meine ich die grobe Überschreitung der 100 km/h, schon überhaupt nicht. [...]

    29. Mai. 2007 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » Wieder einmal Tempo 80! schreibt:

    [...] Geschwindigkeit, noch Alkohol die Hauptursache von Verkehrsunfällen ist, sondern die banale Unachtsamkeit, hat sich bis zu den Forschern in Sachen Straße, Schiene und Verkehr anscheinend noch nicht [...]

    4. Jun. 2009 | #

  5. kritikus.at » Blog Archiv » Noch härtere Strafen für Alkolenker? schreibt:

    [...] Ausgelassenheit), wobei dann der Unfall letztendlich aber erst durch Blödheit (Unaufmerksamkeit) ausgelöst wird. Raserei oder Alkoholisierung lösen also niemals von sich aus [...]

    6. Sep. 2009 | #

  6. kritikus.at » Lex Lamborghini - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] an der Guten vorbei geht die Tatsache, dass die Hauptunfallursachen Unaufmerksamkeit und unangepasste Fahrgeschwindigkeit sind. Hauptsache man kann jene, die mit 270 auf der leeren [...]

    28. Sep. 2010 | #

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