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15. Jun. 2006

Die SPÖ – Sozialistische Partei Österreichs – war vor dem BAWAG-Skandal eigentlich schon als der logische Wahlsieger festgestanden. Die Partei selber hat dazu freilich nichts beigetragen. Vielmehr war das auf die allgemeine Stimmung in der Bevölkerung nach den Einschnitten durch die Reformen zu Beginn der Legislaturperiode zurückzuführen.

Durch den BAWAG-ÖGB-Skandal ist die SPÖ plötzlich auf die Verliererstraße geraten. Kein Wunder, im ÖGB hatten immer schon SPÖ-Funktionäre das Sagen. Der Skandal hat die Partei scheinbar so geschockt, dass sie momentan gar nicht vorhanden scheint. Man kann die SPÖ im derzeitigen Zustand nicht einmal richtig kritisieren, weil sie zu Sachthemen (zB Rauchen, Verkehr etc) keine Meinung zu haben scheint.

Die ganze Partei glänzte schon vorher nicht durch Tatendrang und jetzt nach dem Skandal wirkt sie gänzlich paralysiert. Nur mit dem Widerholen abgedroschener Phrasen, Funktionären wie Kai Jan Krainer und dem Küssen der russischen Erde durch den Vorsitzenden (ist zwar schon einige Zeit her, aber …) ist sicher kein Staat zu machen.

Und zu allem Überfluss beginnen jetzt auch noch entbehrliche Streitereien - nicht zuletzt durch Machtworte und Bereinigungen des Chefs selber.

Ein ganz dickes “MINUS”

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