24. Jul. 2006
Der Urlaub ist vorbei und nach 14 Tagen Computerabstinenz hat sich allerhand angestaut. Begonnen hat es gleich beim CheckIn am Flughafen Wien gegen 01.00 Uhr in der Nacht. Beim Start in den Urlaub gab es am Schalter gleicht die erste Überraschung. Wir hatten Lauda – Flug Nr OS 9029 nach Rhodos, waren 3 Personen (davon ein Kind mit 10 Jahren) und ca 2 Stunden vor Abflug am CheckIn-Schalter. Die freundliche Dame sagte, es täte ihr leid, aber es seien nur mehr drei Einzelplätze frei – über den halben Flieger verteilt. Da gab es die ersten langen Gesichter, besonders beim Sohnemann – da half auch der Lauda-Rucksack als Geschenk nichts mehr. Die Dame am Schalter sagte noch, wir sollten beim Kabinenpersonal nachfragen, sie könne da nichts machen.
Ich fliege schon jahrelang im Sommer auf Urlaub, aber dass Kinder auf einem Einzelplatz – mindestes 4 Reihen vom näheren Elternteil entfernt – gesetzt werden, ist mir noch nicht untergekommen. Vor Jahren sagte mir einmal eine Dame am Check-In-Schalter, dass so etwas gar nicht passieren könne, weil ja die Passagierliste vorliege und für Familien mit Kindern immer Plätze reserviert werden würden. Das war halt noch in den guten alten Zeiten, die sind wahrscheinlich bei Lauda-Air längst vorbei.
Ein netter Flugbegleiter sagte uns beim Betreten des Lauda-Fliegers, dass er sich um die Sache kümmern werde. Er könne aber erst Passagiere umsetzen, wenn alle auf ihren Plätzen sind. Mir war das gleich komisch vorgekommen, weil es ja meist so ist, dass unmittelbar nachdem alle Passagiere sitzen, die Maschine auch schon anrollt und ein Aufstehen dann einem Sakrileg gleichkommen würde. So war es dann auch. Den netten Flugbegleiter habe ich vor dem Abheben nicht mehr zu Gesicht bekommen. Glücklicherweise bot ein anderer dann für meinen Sohn einen freien Platz eine Reihe hinter mir (offensichtlich der Platz des Flugbegleiters – letzte Reihe am Gang) an.
Wie auch immer – Sohnemann hat den Flug gut überstanden und es ist, wie erwartet, nichts weiter passiert. Beim Rückflug war es dann so, dass wir von Haus aus drei Sitzplätze nebeneinander bekommen haben. Und da haben wir uns gefreut. Es ist halt so, dass man sich hin und wieder auch über selbstverständliche Dinge freuen kann …