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17. Aug. 2006

In der aktuellen Wahlkampftagespolitik ist das Thema Energie eigentlich nur durch unverbindliche Worthülsen präsent. Richtige, weitreichende Ideen, die wirklich positive Änderungen in Sachen Energiesicherheit und Umwelt bringen könnten, fehlen gänzlich.

Wir produzieren in Österreich jährlich etwas 2,5 Tonnen Getreide, wahrscheinlich weit mehr, als wird essen können. Würde man damit heizen, bräuchten wir kein Heizöl mehr und es würden noch 700.000 Tonnen übrig bleiben. Auch Alkoholtreibstoff könnte man aus Getreide machen.

In Österreich sind angeblich 70.000 ha Ackerland für die Ölsaatenproduktion geeignet. Daraus ließen sich etwa 112000 Tonnen Biodiesel erzeugen. Vorwiegend Im städtischen Bereich eingesetzt, könnte man dadurch die Luft wahrscheinlich ohne die lästigen, und ohnehin nichts bringenden Temoplimits und Beschränkungen, wesentlich verbessern.

Der Biodiesel hätte noch dazu den Vorteil, dass er dezentral (manche innovative Bauern machen das ja schon) hergestellt werden kann und so auch Energiesicherheit bieten könnte. Eine solche Energieproduktion wäre in Krisenfällen nicht angreifbar.

Gemeinsam mit Kartoffeln, Zuckerrüben und sonstiger Biomasse (Biogene Abfälle, Stroh etc – die meist ungenutzt verrotten) kann der Energiebedarf höchstwahrscheinlich auch nicht zur Gänze abgedeckt werden, aber durch beharrliche Verfolgung des Zieles würde die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sehr stark sinken und wahrscheinlich gegen 0 gehen.

Und was macht die Politik?
Die Grünen reden gescheit über kleinkarierte, punktuelle Maßnahmen.
Die SPÖ ist sowieso paralysiert und hat derzeit überhaupt keine Ideen, geschweige denn große.
FPÖ und BZÖ sind vollkommen damit ausgelastet, festzustellen, wer denn die besseren “Freiheitlichen” sind.
Am wenigsten ist hier das Verhalten der ÖVP zu verstehen. Die müsste ja schon alleine deshalb an diesen Dingen Interesse haben, weil sie ja zu einem Erstarken des Bauernstandes führen würden. Aber wahrscheinlich sind die Bauern der ÖVP schon wurscht geworden – sie werden ja immer weniger …

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