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31. Aug. 2006

Gerade läuft im ORF die Sendung €co und es ging auch, wie könnte es anders sein, um Pflege / illegale Pflege etc. Man kann es drehen, wie man will – legale Pflege ist wesentlich teurer als illegale.

Das ganze Gelaber über die Pflege jetzt vor der Wahl ist nicht mehr interessant, es dient nur den Stimmenfang. Lösen kann die Sache ja sowieso niemand.

In der Sendung wurde auch im leichten Plauderton eine Studentin aus der Slowakei präsentiert, die im Nebenjob slowakitsche Frauen als Pflegerinnen vermittelt. Im gleichen lockeren Ton wurde berichtet, dass jetzt wohl jeder wisse, dass dies illegal ist und die nebenjobende Studentin 300 Frauen unter Vertrag habe.

Ein schöner studentischer Nebenjob ist das aber! Wenn von jeder illegalen Pflegerin nur 10.- € im Monat kassiert werden, ist das ein Einkommen von 3000.- Euro im Monat – steuerfrei, ohne lästigen Abzug und bar auf die Kralle. Und wenn 20.-€ genommen werden sind es 6000.-€ monatlich, bei 30.-€ wärens 9000.-€ usw.

Stellen wir dem einmal einen pfuschenden Maurer gegenüber, der mit 300 illegalen ausländischen Arbeitern erwischt wird. Die Strafe wäre so hoch, dass er sie auch bei bestem Willen in 300 Jahren nicht abzahlen könnte. Aber bei uns sind vor dem Gesetz alle gleich …

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Amnestiegesetz - illegale Pflege schreibt:

    [...] Die illegale Arbeits-Vermittlungs-Mafia wird sich weiterhin einen goldenen A*** verdienen. [...]

    29. Nov. 2006 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » “Pflege: 4500 Euro pro Betreuungsfall” schreibt:

    [...] Was haben denn diese Herrschaften erwartet – etwa dass es goldene Eier regnen wird? Nach dem Wahlkampfthema Pflegenotstand war das eher nicht zu erwarten. Eine Rund-um-die-Uhr-Anwesenheit kostet nunmal Geld, das kann man drehen und wenden wie man will. Wer sich den Luxus leisten will, pflegebedürftige Angehörige zu Hause zu pflegen, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen bzw die notwendige Zeit selbst aufzuwenden, der muss halt jemanden bezahlen, der das für ihn erledigt. So ungewöhnlich, wie alle derzeit tun, ist das wohl nicht. Und wenn ein Platz in einem Pflegeheim schon 2500.- bis 3000.- Euro im Monat kostet, dann erscheinen 4500.- Euro für eine 24-Stundenbetreuung zu Hause wohl auch nicht sehr viel. Das Problem ist vielmehr, dass die Pflegeheime zu teuer sind. Die kann sich ein Durchschnittsverdiener auch nicht leisten. Genau deshalb wurden nämlich die illegalen Pfleger, die mit Hungerlöhnen ausgenutzt wurden und werden, importiert. Und nebenbei verdienen sich die Vermittler (oder sollte man eher “Pflegemafia” dazu sagen?) mit diesen Leuten einen goldenen Arsch. Hier wäre es besser gewesen, die Regierung hätte sich darum gekümmert, dass diese Heime für Normalverdiener leistbar werden (zB mit Förderungen oder Bauzuschüssen etc). [...]

    10. Jun. 2007 | #

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