Unter dem Titel “Geoutete Politiker” schreibt die Presse über jene Politiker, welche auch illegal ausländische Pfleger für ihre Angehörigen in Anspruch genommen haben. Ich will diese Liste nicht wiedergeben, weil vollständig könnte sie wahrscheinlich sowieso nicht werden …
Man sollte aber bedenken, dass Schwarzarbeit in Österreich Tradition hat und bestimmt nicht von heute auf morgen abzustellen sein wird. Man denke dabei nur an den Pfusch, welcher unter dem Titel “Nachbarschaftshilfe” abläuft. Die Hälfte der Häuser in Österreich würde es ohne diese “Hilfe” nicht geben (Wohnbauförderung hin oder her …). Auch sollte man sich vielleicht einmal die Situation der Putzfrauen/Haushaltshilfen/Kindermädchen anschauen. Hier blüht die Schwarzarbeit genauso – auch oder ganz besonders in den so genannten “besseren Kreisen” (der gewöhnliche Arbeiter/Angestellte kann sich solche Dieste nicht einmal “in black” leisten). Nicht zu vergessen die große “Schwarzarbeit” – etwa das Mehrwertsteuer-hin-und-her-Geschiebe etc.
Jetzt alles an der Pflege bedürftiger Menschen festzumachen ist schon etwas billig. Ich würde den Schreihälsen, die nach der Wahl unbedingt regieren wollen, fast Erfolg wünschen. Dann würden sie nämlich zeigen müssen, wie sie die Probleme lösen bzw wem sie das Geld für ihre großen Pläne wegnehmen würden. Vorher sagen tun sie das ja nicht …