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2. Nov. 2006

Die WHO wird mit den Warnungen, wonach die Fettsucht eine der größte Herausvorderungen des öffentlichen Gesundheitswesens ist, gar nicht mehr fertig. Richtig reagiert hat bislang noch niemand darauf – na ja, keine Wunder, haben ja alle mit dem Krieg gegen die Raucher, die EU neuerdings auch gegen Alkohol, genug Betätigungsfeld, um ihr Dasein zu rechtfertigen.

Die Regierungen wissen jetzt schon nicht mehr, wie sie das Gesundheitswesen finanzieren sollen. Wenn nun das heranwachsende Übergewicht schlagend wird, dh wenn die jungen Leute (jetzt noch gesund) dann älter werden, wird wohl etwas geschehen müssen. Hoffentlich wird dann weitsichtiger vorgegangen, wie jetzt bei dem, bereits seit Jahren andauernden und nutzlosen Versuch, das Rauchen einzudämmen.

Viel Hoffnung habe ich da aber nicht, gehen doch wieder einmal alle von den falschen Voraussetzungen aus. Da wird immer gesagt, es werde zu fett gegessen. Das ist grundlegend falsch, es wird nur zu viel gegessen. Ernährungsberater verbreiten gerne, man müsse möglichst viele kleine Mahlzeiten (Snacks) einnehmen und Unmengen trinken. Weil es halt schwer auszuhalten ist, den ganzen Tag nahezu ununterbrochen Obst und Kleie zu essen sowie Wasser und zuckerlosen Tee zu trinken, greifen halt sehr viele auf Leberkässemmel / Cola (schmeckt übrigens vorzüglich) oder Schockoriegel / Limonade zurück. Und wenn man das ununterbrochene “Mummeln” und “Nuckeln” einmal gewöhnt ist, kriegt man es halt schwer wieder los.

Um zu erahnen, was in ein paar Jahren kommen wird, muss man kein Prophet sein: Warnhinweise auf Limonadeflaschen und auf Schweinefleisch (hier gestempelt), Monstersteuern, Verbote (zB am Würstelstand – “Die Verabreichung von Käsekrainern an Personen mit einem Bodymaßindex von über 30 ist bei Strafe verboten – an solche Personen dürfen lediglich Diät-Puten-Frankfurter verabreicht werden”) usw usw – wir Raucher kennen das ja ;)

3 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Fettsteuer schreibt:

    [...] Eines ist allerdings klar – und das weiß Dr Widhalm wahrscheinlich besser, als wir alle. Zur Fettleibigkeit kommt man nur, wenn man auf längere Zeit mehr isst, als man verbraucht. “Ein leerer Sack steht nicht”, sagten schon unsere Altvorderen. Da sollte man ansetzen. Das ist aber schwieriger und bedarf eines durchdachten Konzeptes. Eine aus dem Ärmel geschüttelte Ansage wird da nicht reichen. Aber der Prof. hat sich ja auch darüber beklagt, dass eine Therapie für fettsüchtige Jugendliche nicht von der Krankenkassa bezahlt wird. Aha, da weht der Wind her – diese (Zwangs)Therapien würden er und seine Kollegen wahrscheinlich für gutes Geld wohl gerne selber anbieten… [...]

    7. Mrz. 2007 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Auf die Dicken schreibt:

    [...] Man weiß es ja schon länger, die Menschen werden zu dick. Übergewicht macht sich auch in der EU breit – als Volksseuche benennt man die Fettleibigkeit gar. Aber es wird etwas dagegen getan, gescheite Leute machen eine Studie nach der anderen, Ernährungs-Coaches und Schlankheitspillen boomen. Etwas mehr Panik muss noch erzeugt werden, dann machen alle ihr Geschäft. [...]

    1. Feb. 2008 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Neue Droge: Zucker schreibt:

    [...] Es bleibt also soweit alles beim Alten. Die Liebhaber von Süßigkeiten sollten sich aber schön langsam auf einen Abwehrkampf einstellen, denn die fanatische Zwangsgesundungsgemeinde hat sie nicht nur schon lange als Ziel auserkoren, sondern ist auch gerade dabei, die wissenschaftlichen Grundlagen für den Vernichtungsfeldzug gegen alles Rundliche zu schaffen. Lange wird die Ruhe also nicht mehr halten und dann winkt die Zwangsernährung mit Grüntee, Müsli und Tofu… [...]

    26. Jan. 2009 | #

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