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6. Nov. 2006

ist die Grundforderung der neue “Bürgerinitiative für ein generelles Rauchverbot”. Diese und ihre Unterschriftensammlung für ein generelles Rauchverbot wird zZt im Kurier, als Information getarnt, beworben.

Oben genannte Aussage ist die Hauptforderung der Initiative. Nur ist sie komplett unsinnig, weil ja sowieso niemand mitrauchen muss (ausgenommen vielleicht Kinder verantwortungsloser Eltern – aber denen kann auch das strickteste Verbot nicht helfen). In Österreich ist das Rauchen ja schon an allen öffentlichen Orten und Einrichtungen verboten (sogar auf Bahnsteigen im Freien) und es wird niemand gezwungen, in verrauchte Lokale zu gehen. Auf den Arbeitsplätzen gibt es Regelungen, die von allen zu akzeptieren sind. Hier ist es sogar so, dass ein einzelner militanter Nichtraucher eine ganze Firma als Nichtraucherzone erzwingen kann (rauchfreier Zugang zu Arbeitsplatz, Archiv, WC, Akten, Lager, Kaffeeraum etc).

Einzig und allein Arbeitsplätze in der Gastronomie sind jetzt nicht rauchfrei zu halten (Nichtraucherlokale ausgenommen). Einerseits sind aber die meisten Kellner und Barkräfte sowieso selber Raucher und andererseits wird dieser Beruf selten sehr lange ausgeübt. Letzteres steht weniger im Zusammenhang mit der Rauchbelastung sondern weil in diesem schweren Beruf der Bewegungsapparat sehr oft geschädigt wird.

Fiona Salter-Townshend (bezeichnenderweise aus Irland stammend), Sprecherin der Bürgerinitiative sagte, dass sogar ein paar Raucher unterschrieben hätten. Na was glaubt die gute Frau, wie viele Nichtraucher das geforderte Rauchverbot in allen Lokalen für einen kompletten Blödsinn halten – so lange Listen hätte sie bestimmt nicht, um die alle unterschreiben zu lassen ;) .

Natürlich darf der ORF (Monopolist, der auch Gebühren eintreibt, wenn seine Programme gar nicht gesehen werden) da nicht fehlen. Barbara Stöckl mit ihrer rührenden Weltverbesserungstruppe stürzt sich morgen auch gleich auf die neue Bürgerinitiative, um deren Vorderungen zu verbreiten.

Ein Gutes hat die neue Bürgerinitiative aber. Sie will eine Liste der Nichtraucher-Lokale in Österreich auf ihrer Homepage online stellen. Hoffentlich tun sie das auch. Mir ist nämlich sowieso ein Rätsel, warum das noch niemand gemacht hat. Wahrscheinlich sind die Antiraucherfaschisten gar nicht daran interessiert, dass man Nichtraucherlokale findet. Da könnten ja diese ein Geschäft machen und mehr werden und die unsinnigen Kampagnen würden ins Leere laufen…

1 Kommentar »

  1. kritikus schreibt:

    Und wie sich die Frau Stöckl auf das Thema draufgehaut hat – in infantiler-gespielter Objektivität. Besser wäre es gewesen, sie hätte gleich gesagt, dass alle nichtrauchenden Kaffehausbesucher sterben müssen, wenn nicht sofort das totale Rauchverbot kommt. Sind ja alle gezwungen, sich zwischen die Raucher zu setzten! Aber was wundert man sich – es ist doch bekannt, dass Barbara Stöckl noch weniger objektiv ist, als der Kritikus…

    Der Gipfel war aber die Handy-Umfrage, die während der Sendung gemacht wurde. Natürlich waren nur die Zuseher aufgefordert, ihre Meinung abzugeben – andere haben ja von der Umfrage nichts gewusst. Und diese Zuseher sind freilich schon vor dem Einschalten des Fernsehers der Meinung von Frau Stöckl. Ergebnis: 69 % für und 31 % gegen das Rauchverbot. Na Bumm, was für eine Zustimmung!

    Da können die Spindoctors der Parteien noch was für die Wahlkämpfe lernen…

    8. Nov. 2006 | #

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