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27. Nov. 2006

Mein Freund arbeitet(e) bei einer Interessenvertretung im Bildungsbereich.
Dass Parteien ihre Nahestehenden dazu auffordern, Leserbriefe an Zeitungen zu schreiben, ist ja noch nichts ganz ungewöhnliches.
Aber dass das so planmäßig geschieht, wie mir mein Kamerad letztens berichtete, erstaunte mich doch sehr:
3 (DREI!) Mitarbeiter täglich wurden bei Einführung einer gewissen Maßnahme dazu vergattert, Leserbriefe an Zeitungen zu verfassen.
Und es gibt Leute, die von den Parteien Geld dafür bekommen, wenn sie Leserbriefe verfassen, gleichsam als Art Überstundenpauschale.
Ja, die Zeitungen wissen das, dass nicht alle Briefe vom eigenen Herzen kommen. Aber dass das so planmäßig geschieht? Weiß man das in Österreichs Schriftleitungen?
Und damit werden gleichzeitig die ehrlichen Leserbriefe in ein schiefes Licht gerückt. Wer weiß noch, was echt ist in dieser Welt aus Schein?

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