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26. Nov. 2006

Benedikt bittet die Gläubigen, für das Gelingen seiner Reise in die Türkei zu beten.

Was soll gelingen? Was bezweckt er mit der Reise?

Will er die Muselmanen bekehren? – Das kann ich mir schwer vorstellen. Dafür fehlen ihm auch die Sprachkenntnisse.

Will er die Verständigung zwischen der nichtislamischen und der islamischen Kultur fördern? – Nein, denn der Papst vertritt die christliche, nicht die nichtislamische Kultur (den “Westen”). Die christliche Kultur ist in Europa sehr schwach und ganz sicher nicht in den Regierungsstuben der europäischen Staatsämter. Ob er als Dritter zwischen dem Kulturblock Islam und dem Kulturblock Marktwirtschaft/Kapitalismus vermitteln kann, wird er beweisen müssen.

Vielleicht möchte er aber auch das Gegenteil bewirken, die Spannungen zwischen der EU und der Türkei verschärfen (was den türkischen EU-Beitritt endgültig vergangen werden ließe). Vielleicht geht Benedikt nämlich davon aus, dass er bei einem Anschlag verletzt oder gar getötet würde. Man stelle sich vor, Ami-Präsident Bush besucht die Nordkoreaner in Pjöngjang! Fürchten tut Benedikt als Nachfolger Christi so etwas natürlich nicht, auch wenn er im Panzerglaswagen unterwegs ist.

Bei der Gelegenheit möchte ich auch einen Spruch des Propheten Mohammed bringen, der eigentlich ein nettes Bild auf diese Religion wirft (war vor kurzem auf der Wiener Erdbergstraße plakatiert): “Der beste Mensch ist der, der den meisten Menschen nützlich ist.” – Einerseits kann sowas Grund legen für einen (Selbstmord-)Anschlag. Andererseits entspricht der Satz etwa der Christenlehre (“Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”). Ein staatliches Gemeinwesen kann man auf so einer Ideologie jedenfalls gut bauen.

26. Nov. 2006

… eigentlich KAUFEN sie sich frei… 

Die Schweizer haben darüber abgestimmt, 630 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren an die Osteuropäer zu zahlen.
Dabei sein wollen sie nicht, die wirtschaftlichen Vorteile möchten sie aber schon genießen. Da freut es dann, wenn die Schweizer wenigstens ansatzweise diese wirtschaftlichen Vorteile mit dem restlichen Europa teilen.
Dass aber nicht alle Schweizer ihre Börse so locker haben, zeigen die 47% Gegenstimmen.

-> So nette Abstimmungen wie die Schweizer werden wir leider nie haben. Manchmal tät ich schon gerne schweizern (nicht nur zu Silvester)!

26. Nov. 2006

Bürokratenalalarm!! – Es ist Zeit, die Sirenen anzuwerfen, die EU will wieder tätig werden: Die finnische Präsidentschaft braucht einen “Erfolg” (wahrscheinlich haben sie sonst nichts zusammen gebracht).

Es soll laut EU künftig Kontoüberziehungen nicht mehr geben. Na ja, geben wird es sie ja dann auch noch, aber nur unter bestimmten Voraussetzungen. Diese sind zwar noch nicht näher bekannt, aber was das bedeutet, kann sich auch so jeder ausmalen. Für ein paar hundert Euro wird man dann eben zur Bank pilgern und diverse Formulare und Erklärungen ausfüllen müssen. Weil dadurch natürlich auch der Aufwand der Banken steigt, werden auch einige Gebühren anfallen (Fomulargebühr, Schreibgebühr, EDV-Gebühr, Geldbereitstellungsgebühr, Luftwegschnappgebühr etc – man kann nach Belieben noch viele erfinden). Alles in allem wird dieser EU-Rülpser den Bankkunden neben Zeit und Ärgernis auch Geld kosten. Und das öfters, denn so ganz unüblich ist ja eine kurzzeitige Kontoüberziehung in Österreich nicht…

Die EU-Spesenritter können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, ihr Konto zu überziehen. Wie denn auch? Sie können ja von ihren Spesen und Diäten alleine gut leben und brauchen wahrscheinlich gewöhnlich ihren Gehalt gar nicht angreifen.

Nun wollen uns die bürokratischen Extremisten auch noch einreden, das geschehe im Sinne des Konsumentenschutzes. Das glaubt ihnen wahrscheinlich nicht einmal mehr die “Mali-Tant”. Wenn diese Kontoüberziehungs-Kredite wirklich so ein Problem sind, könnte ja unser Parlament ganz leicht entsprechende Gesetze im Sinne des Konsumentenschutzes beschließen. Dazu brauchen wir ganz bestimmt nicht die Extrembürokratie der EU.

Aber höchstwahrscheinlich geht es ja auch gar nicht um Konsumentenschutz. Die EU-Bürokraten haben wahrscheinlich ganz andere Begehrlichkeiten zu erfüllen…

26. Nov. 2006

unbedingt ein Rauchverbot in Lokalen.

Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller ist im Koalitions-Verhandlungsteam der SPÖ für Gesundheit zuständig. Sie möchte unbedingt ein totales Rauchverbot in Lokalen. Das hat sie mehrfach betont und auch schon im Wahlkampf verlauten lassen. Natürlich ist Frau Burgstaller nicht alleine die SPÖ, aber sie ist derzeit eine der mächtigsten Personen in der Partei und von diesen die einzige, die sich glasklar für das Rauchverbot ausspricht.

Gabi Burgstaller sagte, dass zumindest Angestellte in der Gastronomie vor Passivrauch geschützt werden müssen. Das kann ja wohl sonst nichts heißen als ein totales Rauchverbot in allen Lokalen.

Nun scheint sie mit Maria Rauch Kallat eine wackere Mitstreiterin gefunden zu haben. Die ÖVP hatte zwar bis vor kurzem noch andere Vorstellungen (Nichtraucherzonen in Lokalen, Ausnahmen für gewisse Lokale wie Bars etc), die Aussagen von Frau Rauch Kallat heben sich aber nun nicht mehr von jenen der Frau Burgstaller ab. Wie es aussieht, wird das SPÖ-Modell angenommen werden.

Dass etwa Angestellte in Diskotheken solchen Lärm zu ertragen haben, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Hörschäden führt, oder dass Müllmänner schon immer ohne Sicherung auf den LKW´s stehen müssen, dürfte Frau Burgstaller weniger interessieren (das sind nur zwei Beispiele – es gäbe gewiss noch mehr). Ist aber klar, es soll ja nur die “heilige Kuh” Rauchverbot eingeführt werden – alles andere ist wurscht. Es muss ja jeder Furz, der in Brüssel gelassen wird, vollzogen werden…

25. Nov. 2006

ernst mit dem Rauchverbot!

Die (noch – vielleicht bald wieder) Gesundheitsministerin Maria Rauch Kallat wurde hier schon öfters erwähnt – zB hier, hier, hierhier, hier und hier. Deshalb werde ich mich kurz fassen.

Die Gesundheitsminsterin führt ja schon lange einen heroischen Krieg gegen die Raucher. Nun schaut es ganz so aus, als ob sie sich mit Gabi Burgstaller von der SPÖ zusammentun würde. Das heißt im Klartext, dass das Rauchverbot in öffentlichen Lokalen kommt. Das war es ja, was die Frau Rauch Kallat von Anfang an wollte.

Es wäre nur ehrlicher gewesen, es gleich zu sagen. Der Zirkus mit der freiwilligen Regelung, wonach die Wirte selber rauchfreie Zonen schaffen sollten, war ja wohl nur ein Winkelzug ober ein böser Scherz. Jeder Depp hätte voraussagen können, dass das nicht funktioniert. So kann man auch Politik machen. Na ja, zum Glück hat sie ja sonst nicht viel für die Gesundheit der Österreicher gemacht. Wer weiß, was uns dadurch alles erspart geblieben ist…

25. Nov. 2006

Nach einer UNO-Untersuchung wird weltweit jede 3. Frau einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt ihres Partners. In Österreich ist das immer noch jede 5. Frau, also ca 20 Prozent.

Die Zahlen sind dramatisch, wenngleich sich die Gewalt wahrscheinlich in Äthiopien, wo es am schlimmsten ist, anders darstellen wird, als bei uns in Österreich. Es ist wie immer eine Frage, was genau gezählt wird. Reicht ein mehr oder weniger absichtlicher Rempler schon aus, um als Gewaltopfer gezählt zu werden oder muss da mehr vorliegen? Ich möchte das aber nicht bewerten, jeder weiß, dass es Gewalt in den Familien gibt und dass die Bekämpfung derselben immens schwierig ist.

Einer britischen Studie zufolge kostet die Gewalt gegen Frauen in Großbrittanien den Steuerzahler 30 Milliarden Euro. Die Standards in Großbrittanien kann man wahrscheinlich auch mit Österreich vergleichen. Das würde aufgrund der Einwohnerzahl gerechnet bedeuten, dass uns allen die Gewalt gegen Frauen ca 4 Milliarden € kosten würde. Na bumm, zweimal soviel wie die Raucher kosten.

Da werden die Alltagsfaschisten wahrscheinlich gleich mit der Forderung eines totalen Männervorbotes in Wohnungen daher kommen. Die braucht in einer Wohnung ja ohnehin niemand mehr. Hausarbeit wollen sie nicht besonders gerne machen, sie trinken Bier und liegen meist nur faul herum und 20 Prozent der Taugenichtse üben auch noch Gewalt aus. Ja, und kleine Kinder kann man sich ja auch schon anders eingeben lassen…

Und überhaupt, beim totalen Rauchverbot in Lokalen klappt die Schlagdraufundschluss-Methode ja auch so gut. Suggeriert wird jedenfalls, dass wir nachher alle einer überwältigenden Gesundheit anheim fallen werden und es Krankheiten wahrscheinlich gar nicht mehr geben wird… :)

25. Nov. 2006

…und die Spö-Studenten, und die Grünstudenten?
Die SPÖ-Spitze scheint den heiligen Gral, den sechsjährigen Kampf von SJ, VSSTÖ usw gegen die von der schrecklichsten Bildungsministerin aller Zeiten eingeführten Studiengebühren, zugunsten einer Regierung mit eben dieser Ministerin (bzw. deren Ideologie) aufzugeben, zu verraten.
Dass es Gusenbauer auch leichter haben könnte, vergisst er offenbar: Denn der Republik (bzw. den Studenten) kann es noch so schlecht gehen, verbünden sich SP, Grüne und Blaue nicht. Mit Blau und Grün gemeinsam ließe sich im gesellschaftspolitischen Bereich sehr viel bewegen.
Aber selbst mit einer um 8% geschrumpften 34%-Minderheit gelingt es dem ÖVP-Schüssel noch, das Land zu beherrschen.
Ich zweifelte übrigens nicht daran, dass die Grünen ebenfalls bei den Studiengebühren umfielen und ihre Studentenschaft vergraulten. Übriglich frag ich daher, wozu sich noch irgendein Student zu VSSTÖ (oder ggfs GRAS) bekennen sollte?

24. Nov. 2006

Die Studiengebühren sind seit der Einführung ein Streitthema zwischen den verschiedenen Parteien. Dass aber jetzt innerhalb der SPÖ darüber gestritten wird, verwundert dann doch etwas.

Der tiefere Grund über die Zwistigkeiten dürfte wohl darin zu sehen sein, dass die SPÖ im Wahlkampf doch einige Erwartungen geweckt hat, die jetzt schwer umzusetzen sind. Im Wahlkampf ist eben alles viel einfacher, als in der wirklichen Welt danach.

Josef Broukal hat eigentlich nur laut über die Problemlösung nachgedacht und eine der möglichen Lösungen gefunden. Er ist kein gelernter Politiker und hat wahrscheinlich nicht taktisch, sondern eher sachlich gedacht. Patsch – und schon sieht er sich schärfster Kritik gerade von jenen, denen er zuständigerweise ja dienen wollte (Studenten – ÖH), ausgesetzt. Na ja, die SPÖ wird den kleinen Disput zweifelsohne überstehen, da müssen wir uns keine Sorgen machen.

Die Grünen werfen Josef Broukal überhaupt gleich einen “Kniefall” vor der ÖVP vor. Ja klar, sie sind nervös, weil es ja jetzt (dem “Gefälligkeitsgutachten” zum Trotz) eher wieder in Richtung große Koalition läuft. Es dürfte aber auch den Grünen klar sein, dass Broukal einer der letzten SPÖ-Politiker ist, denen man einen “Kniefall” (gerade) vor der ÖVP zutrauen würde…

Die Studiengebühren sind sicher nicht das größte Problem der Republik. Es wird nur so wahrgenommen, weil die Betroffenen die “lautesten” Mitbürger sind. Finanziell gesehen ist es wahrscheinlich wurscht, ob sie abgeschafft werden oder nicht (da wird sonstwo weit mehr Geld zum Fenster hinausgeworfen). Aber falls tatsächlich eine totale Abschaffung kommt, wird die neue Regierung nicht umhin können, ein anderes Lenkungsinstrument gegen die Überflutung der Universitäten mit Scheinstudenten einzuführen. Und dass dieses dann für die Studenten angenehmer sein wird, möchte ich bezweifeln. “Es kommt nichts besseres nach…”, sagt der Volksmund :)

23. Nov. 2006

Was glauben die Grünen, wie die Deutschnationalen das Ausländerproblem lösen?
Glauben sie, die Freiheitlichen brächten die Ausländer einfach um?
Offenbar.
Das stimmt aber nicht, beide haben in ihrer Weise recht, und niemande sind böse Nazi:
Die Nationalen wollen das Problem außenpolitisch lösen, die Grünen innenpolitisch (bzw. ohne sich etwas dabei zu denken).
Welche Lösung ist nun nachhaltiger, weitsichtiger?
Steckt sich ein Arzt mutwillig mit fremder Krankheit an, um den Kranken zu heilen?
Nein, er tut gut daran, gesund zu sein. Wenn es dem Arzt schlecht geht, wie will er die Kranken noch heilen?
… Darum sollten die Armutsprobleme der Ausländer im Ausland gelöst werden. Aber sie müssen gelöst werden bzw. wir (jeder Mensch) muss bereit sein zu helfen.
Und sind die Grünen nun moralisch besser als die Freiheitlichen, wenn sie das Ausländerproblem eben im Inland lösen wollen? Lösen die Grünen die Armutsprobleme der Ausländer im Ausland? Oder wuchsen die Grünen in so gut behüteten Verhältnissen auf, dass sie nicht wissen, dass es ein Ausland und dort auch nachhaltig arme Menschen gibt?
(gute Grüne, freche Freiheitliche, schlaue Sozis, nette Stabreime!)

23. Nov. 2006

Schulbus überrollt Dreijährigen

Der Fahrer ist 70, das Kind erst drei Jahre alt. Herzliches Beileid.

Aber warum lässt man so einen alten Mann noch fahren? Könnte es sein, dass ein jüngerer Fahrer das Hängenbleiben des Kindes mit dem Rucksack bei der Türe besser bemerkt hätte?

Und warum steigt ein dreijähriges Kind allein aus einem Schulbus aus? Wenn ich an meine oder meiner Geschwister Kindheit zurückdenke, fällt mir kein einziges Mal ein, wo ich ein dreijähriges Kind allein aus einem Bus aussteigen gesehen hätte. Erst in die Volksschule ging ich alleine, der Weg war aber auch nicht weit. Wo war die Mutter des Kindes, oder der Vater?

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