Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

10. Dez. 2006

Ich musste zweimal hinsehen, um es zu glauben: Die scheidende Generaldirektorin des ORF, Monika Lindner, sagte zum Profil, “dass der ORF in ein paar Jahren so nicht mehr finanzierbar ist”.

Aber das gibts doch gar nicht! Da werden von den Österreichern hunderte Millionen an Gebühren eingepresst und trotzdem soll der ORF unfinanzierbar sein? Was machen die denn mit dem ganzen Geld und wie können dann private TV-Anstalten ohne Gebühren überleben und noch dazu Gewinne abwerfen?

Na gut, man weiß schon, dass einiges an Geld unnötig verbraten wird. Vieles wird da mit “Qualität” erklärt. Aber das alleine kann es wohl nicht sein, denn nur mit Qualität werden die aufgeblähten Strukturen nicht erklärt werden können. Außerdem dürfte da auch übertrieben werden. Beispielsweise sagte mir ein Insider schon vor Jahren, dass der ORF Musik mit einer Qualität senden würde, an die nicht einmal eine (legale) CD heranreichen könnte. Nützen tut das wohl niemanden, lassen doch die meisten Leute das Radio nur so nebenher mitlaufen.

Dass man auch mit guten Ideen – vollkommen ohne Qualität – Erfolg haben kann, sieht man derzeit sehr gut an YouTube. Niemanden interessiert dort die dürftige Qualität der Videos, es zählt alleine der Inhalt.

Natürlich tut auch die Politik dem ORF finanziell nicht gut. Werden doch die diversen ORF-Gremien recht gerne als Politiker-Ausgedinge missbraucht und zudem regieren die Parteien auch noch kräftig in den ORF hinein, ohne wirklich eine Ahnung zu haben, um was es da geht…

 

PS: Als gelernter Österreicher weiß man jetzt, dass höchstwahrscheinlich bereits eine Erhöhung der ORF - Gebühren (eigentlich ist es ja eine Fernsehgerätesteuer) in Aussicht genommen wurde. Überraschen wird das aber niemanden mehr…

16 Kommentare »

  1. TomSchaffer schreibt:

    mit den gebühren hätt ich kein problem, wenn der orf sich endlich wie ein öffentlich rechtliches fernsehen zu gebähren wagt. information & qualität vor schlechter unterhaltung, wenig guter unterhaltung und werbesendungen die als beschissene unterhaltung getarnt werden.

    10. Dez. 2006 | #

  2. mygfx.at schreibt:

    100% agree

    10. Dez. 2006 | #

  3. pauli schreibt:

    Ich las einmal, dass für Ö3 jährlich 10 Millionen und für Ö1 30 Millionen Euro draufgehen.
    Wenn man sich die Reichweite ansieht, fragt man sich schon, wer da bei Ö1 soviel einstreift.
    … Die oberen Leute dort sind vermutlich einfach nur überbezahlt und wollen immer mehr.

    11. Dez. 2006 | #

  4. kritikus schreibt:

    Also ich könnte auch ohne ORF-Gebühr leben, zumal es fast die Hälfte der von Gusi versprochenen Entlastung (500.- Euronen) wäre :) .

    Aber im Ernst, ich glaube das “Öffentlich Rechtliche” am Rundfunk hat sich überlebt. Wir sind gerade dabei die gesamte Infrastruktur in private Hände zu geben, warum dann gerade den ORF in öffentlicher Hand halten? “Wenn die Kuh hin ist, dann solls auf das Kalb auch nicht mehr ankommen” sagt der Bauer.

    Dass Ö1 Verluste bringt leuchtet mir ja noch ein. Aber dass man mit Ö3 -bei der gigantischen Reichweite – auch Miese machen kann, will ich mir lieber nicht vorstellen…

    11. Dez. 2006 | #

  5. kritikus.at » Blog Archiv » Selbstuntersuchung schreibt:

    [...] Der mit Zwangsgebühren finanzierte ORF wurde eben vom Standard beschuldigt, bei der Beschaffung des Arigona-Videos Zwang ausgeübt zu haben, indem mit nicht mehr positiver Berichterstattung gedroht worden wäre. [...]

    13. Okt. 2007 | #

  6. kritikus.at » Blog Archiv » Herzlichen Dank! schreibt:

    [...] Die Herrschaften vom ORF-Stiftungsrat haben sich mit knapper Mehrheit für höhere Zwangsgebühren entschieden. Man hatte ja nach dem nachrevolutionären Programmdesaster schon etwas erwarten dürfen, aber trotz der Kritik so schnell? Da muss die Kacke ja schon ganz gehörig am Dampfen sein… [...]

    13. Dez. 2007 | #

  7. kritikus.at » Blog Archiv » Sicherer Job - trotzdem arbeitslos? schreibt:

    [...] Sehr gut rechergiert ist der Beitrag aber dennoch nicht gewesen. Ein Unternehmen wurde nämlich vergessen. Im ORF selber soll es auch eine erkleckliche Anzahl von “arbeitslosen” Mitarbeitern geben, sogar viel besser bezahlt. Weiße Elefanten werden sie genannt und bezahlen tun die nicht nur die Steuerzahler sondern mit den Zwangsgebühren (gerade wieder aktuell) alle Österreicher… [...]

    13. Dez. 2007 | #

  8. kritikus.at » Blog Archiv » Inflationsbekämpfung der anderen Art schreibt:

    [...] Heute hat der ORF-Stiftungsrat die Erhöhung der ORF-Zwangsgebühren um knapp 10 Prozent mit den Stimmen der SPÖ (anders wär´s gar nicht möglich gewesen) beschlossen. [...]

    2. Feb. 2008 | #

  9. kritikus.at » Blog Archiv » Färöer-Debakel schreibt:

    [...] Anders schaut es beim ORF, unser Zwangsgebührenanstalt, aus. Die haben es echt zustande gebracht, für das Spiel keine Übertragung zustande zu bringen. Eine logistische Meisterleistung der ganz besonderen Art – in Europa und wahrscheinlich auf der ganzen Welt einzigartig. Die Entschuldigung des ORF für die Live-Übertragung ohne Bild war auch nicht ohne: Ein Vertragspartner (Inhaber der Übertragungsrechte - SPORTFIVE) hat es angeblich nicht geschafft, rechtzeitig das Equipment auf die Inseln zu schaffen – als ob der ORF selber kein Equipment hätte. Solches auf die Färöer zu schaffen hätte wohl nicht viel mehr gekostet, wie der ORF einem einzigen weißen Elefanten (derer es ja gar nicht so wenige geben soll) allmonatlich in den Allerwertesten schiebt. Die Zwangsgebührenanstalt hat ihr Bestes gegeben, sie können es halt nicht besser… [...]

    11. Okt. 2008 | #

  10. kritikus.at » Blog Archiv » Obamania schreibt:

    [...] Mit dem alten Reporter, Klaus Emmerich ist um die 80, soll sich gefälligst der ORF selber auseinandersetzen. Man weiß ja, dass alte Leute durch die Alterssturheit oft unberechenbar sind. Wenn der ORF glaubte, das riskieren zu müssen, dann soll er die Sache auch ausbaden – hätten sie den Gast halt vorher ordentlich briefen sollen Außerdem wird´s schon nicht so wild kommen, werden doch diejenigen, welche die Sache am meisten kritisieren, ansonsten von der ORF-Berichterstattung sehr gut bedient. [...]

    7. Nov. 2008 | #

  11. kritikus.at » Blog Archiv » Scheiß Internet! schreibt:

    [...] “Scheiß Internet” sagte der Programmdirektor des ORF, Wolfgang Lorenz letzten Freitag bei einer Podiumsdiskussion in Graz, bei der es um die immer weniger werdenden jugendlichen Seher ging. [...]

    12. Nov. 2008 | #

  12. kritikus.at » Blog Archiv » Schihelm hollareithulliöh! schreibt:

    [...] Unser Zwangsgbührensender kann da dann auch nicht an sich halten und vielleicht gar neutral sein. Nein, nein, im Zeichen des Guten muss er natürlich auch sein Scherflein beitragen. Eine tolle Umfrage wurde veröffentlicht. Unter dem Titel “Große Mehrheit der Österreicher für Helmpflicht auf Pisten” steht dann, dass sich 84 Prozent der Österreicher für eine Helmpflicht auf Schipisten ausgesprochen hätten. Liest man genauer, dann relativiert sich die hohe Zahl wieder, denn für eine allgemeine Helmpflicht sind nur 46 Prozent, für eine solche für Kinder (unter 14-jährige) 38. Um den geforderten Zweck zu erreichen, hat man halt einfach die Zahlen zusammengezählt. [...]

    16. Jan. 2009 | #

  13. kritikus.at » Blog Archiv » Offener Lobbyismus im ORF-Report schreibt:

    [...] Klar, dass man über ein neues Gesetz diskutieren kann. Völlig legitim auch, wenn man das macht. Dass eine (zwangs)gebührenfinanzierte, öffentlich-rechtliche Runfunkanstallt derart penetrant für eine Gruppe lobbyiert, dann ist das zwar nicht neu, aber dennoch abstoßend. Der ORF sollte ausgewogen berichten, dh die verschiedenen Meinungen so darstellen, dass es dem (dafür zahlendem) Konsumenten hilft, sich eine Meinung bilden. Dass der ORF das sehr oft nicht macht ist bekannt und wäre an und für sich keine Erwähnung mehr wert. Dass aber im heutigen Report-Beitrag in jedem Satz ganz deutlich herauszuhören war, dass die verantwortlichen Redakteure ein totales Rauchverbot fordern, ist eine neue Qualität. So offen lobbyierend habe ich den ORF noch nie wahrgenommen. Man könnte fast meinen, Rockenbauer himself hätte die Sendung gestaltet… [...]

    20. Jan. 2009 | #

  14. kritikus.at » Blog Archiv » Pleite-TV & Co KG schreibt:

    [...] Lindner sagte einmal, dass der ORF “in ein paar Jahren so nicht mehr finanzierbar ist”. Gleich danach hat es die seltsame Allianz [...]

    4. Nov. 2009 | #

  15. kritikus.at » Wie viele? - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] in unserer Zwangsgebührenanstalt ORF ein Streit ausgebrochen ist, ist ja schon eine Weile bekannt. Was der kostet, allerdings nicht [...]

    3. Nov. 2010 | #

  16. kritikus.at » Konstruktives, professionelles Klima - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] Hinauswurf von Elmar Oberhauser aus dem ORF war ja auch interner eMail-Verkehr, der an die ffentlichkeit gelangte, nicht unerheblich beteiligt. [...]

    25. Feb. 2011 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI