Peter Westenthaler hat eine Bürgerinitiative – http://www.ohneverbotgehtsauch.at/ – gegen das geplante generelle Rauchverbot in Lokalen ins Leben gerufen.
Das “überparteilich” verstehe ich hier aber nicht ganz. Im Impressum der Webseite steht “Überparteiliche und unabhängige Initiative gegen eine Verbotspolitik in Österreich pA. NAbg. KO Ing. Peter Westenthaler”. So ganz überparteilich wird der Westi wohl nicht geworden sein. Warscheinlich ist gemeint, dass alle unterschreiben dürfen – auch nicht BZÖ-Wähler
Trotzdem, die Idee ist gut und es handelt sich (wenngleich es Einzelne geben wird, die das anders sehen
) um eine positive Sache. Deshalb verlinke ich die Seite gerne unaufgefordert. Noch ist das ja nicht verboten…
wie solls denn gehen, ohne verbot? der status quo ist der beweis, dass es nicht geht, ohne verbot. zufällig hab ich dazu auch grad was geschrieben
21. Dez. 2006 | #
ich stehe generell allen Aktionen mit orangem Anstrichs skeptisch gegenüber. Schaut man rückblickend auf das Niveau des BZÖ im Wahlkampf, kann man eigentlich klar erkennen, dass die Aktion nicht mehr als Stimmenschinderei ist, um bei denn nächsten Wahlen – wann auch immer die sein mögen – nicht aus dem NR zu fliegen. Wäre die Diskussion eine andere, er würde wohl eine striktere Behandlung der Raucher fordern.
21. Dez. 2006 | #
Verbote sind niemals eine Lösung. Damit können Probleme nur verschoben, verdrängt, übertüncht etc werden. Das jetzige generelle Verbot soll eingeführt werden, weil die verantwortlichen Rauchverdränger in den letzten Jahren mit viel öffentlichen Geld wenig bis gar nichts zustandegebracht haben. Diese Schlagdraufundschluss-Methode bringt außer Nachteilen für Raucher und Gastwirte wieder nichts. Für Jugendliche wird das Rauchen daduch noch attraktiver werden. Aber den Verbotspropagierern ist das sowieso egal. Die “religiösen” Rauchgegner wollen nur recht haben und anderen eins reinwürgen. Und für die Politik ist ein Verbot viel einfacher, weil man dazu nicht nachdenken muss. Man braucht nur das nachplappern, was die “Religiösen” vorgeben…
21. Dez. 2006 | #
Natürlich ist es eine Stimmfangaktion des BZÖ. Jemand der sich für eine Mörderbande (Anm. Raucher) einsetzt, muss ja wohl mit dem Rücken zur Wand stehen
Dass unter anderen Vorzeichen das BZÖ eine gegensätzliche Meinung haben würde, ist auch klar (Herbert Scheibner hat/hatte ja schon eine andere Meinung dazu). Aber in dieser Beziehung steht das BZÖ sooo alleine nicht da in der Parteienlandschaft – die Hälse wenden können sie alle recht gut
21. Dez. 2006 | #
Das derzeitige Atemverbot ist keine Lösung. Warum sollen Raucher “Verantwortung” für andere (!) übernehmen? Soll nicht jeder selber entscheiden können ob er raucht oder nicht?
Die generelle Rauchfreiheit in Lokalen garantiert lediglich die Wahlfreiheit und eine friedliche Co-Existenz von Rauchern und Nichtrauchern die von der militanten Raucherlobby ja immer verhindert werden sollte. Und die, fast schon religösen Hardcore-Raucher die ständig meinen andere bevormunden zu müssen, und ihren Genuß auch zum Genuß anderer zu machen, sind dabei die besten.
Noch besser allerdings sind Kritiker, die Menschen nur dafür das sie sich gesundheitlich nicht schädigen lassen wollen, massiv attackieren.
Leben und leben lassen – da die Raucher das anderen nicht zugestanden haben, kommt nun ein einfaches Verbot, damit NR auch leben kann.
Diese ewigen Atemverbieter und Nichtraucherhasser nerven einfach.
Und niemand wird sich 2 Wochen nach dem Verbot mehr darüber echauffieren, da dieses ja keinerlei Nachteile für Angestellte, Gäste oder Wirte hat. Die Umsätze bleiben gleich, die Kosten für Lüftungen und Reinigungskosten sinken, und jeder (es können ja Raucherräume eingerichtet werden) kann nach seiner Fasson glücklich werden. Warum das ein paar Nörgler verhindern wollen, verstehe wer wolle.
Niemand wird den Rauch vermissen. So wird dem Gastgewerbe eine große Last genommen, schließlich blieben immer mehr Gäste aus den Lokalen fern.
Und zum Schluß:
wem die Rauchfreiheit in Lokalen nicht passt, der soll den Mund halten und einfach zu Hause bleiben.
22. Dez. 2006 | #
Lustig im übrigen das auf denen rumgehackt wird, die das Problem NICHT verursachen! Denn Nichtraucher stören niemanden!
22. Dez. 2006 | #
Erinnert mich an die Autopartei aus der Schweiz: Freie Fahrt für freie Bürger.
Allerdings, das Rauchverbot kommt! Wenn es sogar in Irland durchgesetzt werden konnte!
22. Dez. 2006 | #
Natürlich wird das Rauchverbot kommen, intelligent ist darum noch lange nicht. Daran ändert auch nichts, dass es Amerikaner, Iren, Franzosen, Spanier und was weiß ich wer noch schon haben (“Fresst Scheiße – zweitausend Milliarden Fliegen können sich nicht irren” hieß es einmal irgendwo). Ein alles umfassendes Verbot ist niemals gut, genauso wenig wie zB eine Förderung nach dem Gießkannenprinzip.
Eine Intelligente Lösung wäre es vielleicht gewesen, ein Rauchverbot in Restaurants (zB auch Kebab-Buden mit nur wenigen Plätzen) – bei Kaffeehäuser ev. eine (bauliche?) Trennlösung zu machen und in Schluckhütten (Bars, Pubs, Nachtclubs etc) es dem Betreiber überlassen. Bei so einer Lösung wäre der Nichtraucherschutz (mit etwas Eigenverantwortung durch den Nichtraucher, die man zumutbar verlangen könnte) auch gewährleistet.
Wie auch immer, irgend eine Lösung wird kommen. Je restriktiver, desto mehr wird es SPÖ und ÖVP schaden (den Grünen sowieso, denn die haben noch nie ein Hehl darus gemacht, dass sie für ein totales Verbot sind). Profitieren werden die FPÖ und das BZÖ (so es überlebt). Es nützt den Regierungsparteien auch nichts, dass das Totalverbot am Beginn der Legislaturperionde eingeführt wird. Raucher werden das nicht vergessen, weil sie künftig ja bei jedem Lokalbesuch erneut darauf hingewiesen werden. Nicht nur bis zur nächsten Wahl, sondern ein sehr viel länger…
22. Dez. 2006 | #
“Verbote sind niemals eine Lösung. Damit können Probleme nur verschoben, verdrängt, übertüncht etc werden. ”
Ich bin ja eigentlich schon ein Verbotsskeptiker, aber ja – genau darum ginge es beim öffentlichen Rauchverbot. Nicht darum das Rauchen zu verbieten, sondern es so zu verschieben und verdrängen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung wieder ohne schweres gesundheitliches Risiko am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Dass das “Problem” des Rauchens damit weggewischt würde, glaubt wohl keiner.
23. Dez. 2006 | #
btw. die position der grünen ist keineswegs radikaler als die der anderen parteien, was die sache mit dem rauchverbot angeht. privat ja, öffentlich nein.
23. Dez. 2006 | #
und bevor das mit der teilhabe am gesellschaftlichen leben jetzt als lächerlich abgetan wird: wenn man weder in lokale, noch in einen zug, noch in universitäten gehen kann, ohne sich einer dröhnung rauch auszusetzen und hintennach die kleidung wechseln zu müssen, dann läuft da was gewaltig schief
23. Dez. 2006 | #
“…dass die große Mehrheit der Bevölkerung wieder ohne schweres gesundheitliches Risiko am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.”
Eben dazu braucht man kein großflächiges Totalverbot, sondern eine intelligente Lösung.
Na ja, die Grünen haben mir das schon radikaler formuliert, als andere…
“… dann läuft da was gewaltig schief”
Da kommen wir der Sache schon näher. Universitäten und Züge sind hier gute Beispiele. Da herrscht nämlich schon ein Totalverbot ohne Ausnahmen. Ob die Zustände dort so dramatisch sind, kann ich nicht beurteilen – in Universitäten komme ich gar nicht und in Züge sehr selten. Ich finde aber, wenn es dort kein Totalverbot, sondern auch einige Raucherzellen (getrennt – entweder baulich oder mit Luftschleusen – und mit ausreichender Belüftung) gäbe, wäre das Problem für die Allgemeinheit sicher weit geringer (einzelne Trottel wird es aber immer wieder geben…). Natürlich sollten die Raucherzellen eine dem Bedarf angepasste Größe haben, damit auch eventuelle Nichtraucher reingehen können (soll ja vorkommen) und nicht gleich einen Platzstreit auslösen.
In der Größe der Raucherzimmer bei einem künftigen Rauchverbot in Lokalen sehe ich auch das größte Problem. Diese werden wahrscheinlich kleine Nebenräume sein, die nicht einmal für die vorhandenen Raucher ausreichen werden. Gehen dann Nichtraucher, aus welchen Gründen immer, auch hinein, wird unweigerlich zu Streitigkeiten kommen. Manche werden jetzt sagen, dass ja ein Nichtraucher nicht freiwillig da reingehen würde. Ich glaube aber, zu wissen, dass “manche” da die Lage falsch einschätzen…
23. Dez. 2006 | #
WAS ist die intelligente lösung? über die “der markt regelt das schon”-schiene (die wir aktuell ja haben) funtkioniert es nicht. abgeriegelte räume zum rauchen (aber nicht getrennte lokalteile, das is für mich ein beträchtlicher unterschied) wären jedem recht, aber sehr teuer in der einrichtung. an die soziale intelligenz der raucher zu appellieren funktioniert ebenfalls nicht.
also, was ist die intelligente lösung? die intelligente alternative zum öffentlichen rauchverbot (das ja seperate räumlichkeiten zum rauchen nicht ausschließen muss)?
leere hülsen. der markt versagt hier nachweislich beim schutz von nichtrauchern.
24. Dez. 2006 | #
Eine intelligentere Lösung habe ich ja schon beschrieben und wie Du selber geschrieben hast, dürfte das totale, flächendeckende Verbot (Uni, Züge) auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein
Dass ein totales Rauchverbot auch Politikern schaden kann, sieht man jetzt in Bayern. Der Oberbayer Stoiber ist ja, nachdem die Bundesregierung kalte Füße bekommen hat, vorgeprescht und sieht sich plötzlich in einem Kampf um sein eigenes politischen Überleben verwickelt. Hat aber mit seinem Rauchverbot nichts zu tun, ist wahrscheinlich nur Zufall…
24. Dez. 2006 | #