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4. Jan. 2007

Die SPÖ hat es schon im Wahlkampf gefordert, nun dürfte auch die ÖVP weich werden. Die Wahrscheinlichkeit für die bundesweite Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre steigt momentan immens.

Welche Logik da dahinter steckt, kommt bei der Diskussion allerdings nicht hervor. Der Minister Pröll – wie kolportiert wird, der künftige Strahlemann der ÖVP – hätte “keine Berührungsängste”. 16-jährige würden ja auch die Vierschanzen-Tourneen gewinnen können, warum sollten sie da nicht auch wählen dürfen. Eine merkwürdige Ansicht ist das aber, wenn man bedenkt, dass 10-jährige auch den Kiddy-Contest gewinnen können. Sollen wir deshalb etwa das Wahlalter gleich auf 10 Jahre senken?

Es gibt ein eigenes Jugendstrafrecht, Jugendschutzgesetze und jede Menge anderer Gesetze, die Jugendliche auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit schützen und unterstützen sollen. Diese Dinge gibt es, wie ich meine, aus gutem Grund. Menschen unter 18 Jahren besitzen halt gewöhnlich noch nicht die Reife, für sich selber die volle Verantwortung übernehmen (dass diese Reife auch vielen Leuten über 18 Jahren fehlt, ist hier nicht relevant :) ).

Warum man dann aber annimmt, dass 16-jährige die Geschicke des Staates lenken können (genau genommen geschieht das bei Wahlen) ist mir ein Rätsel. Darüber sollten vielleicht auch die Befürworter der Senkung des Wahlalters einmal nachdenken. Bis jetzt scheinen sie das ja nicht sehr intensiv gemacht zu haben…

5 Kommentare »

  1. kritikus schreibt:

    Geht schon los in der ÖVP – Andreas Khol bremst / Silvia Fuhrmann gibt Gas, wobei der alte Khol die besseren Argumente zu haben scheint.

    Das liebenswert nette Fräulein Silvia Fuhrmann, ihre Führerscheinambitionen im Wahlkampf sind noch in Erinnerung (irgend ein Thema mussten sie ihr ja geben), meint etwa: “Es kann nicht sein, dass irgendwann die Gruppe der Senioren allein entscheidet, wie es mit unserer Zukunft aussieht.” Na super! – richtig angeschaut dürfte sie sich die wahrscheinliche “demographische Entwicklung” nicht haben. Denn dann müsste sie, um ihr Problem mit der “Gruppe Senioren” zu mildern (von lösen ist ja wohl sowieso keine Spur), ein Wahlalter von einem Jahr fordern ;) .

    Der Frau Fuhrmann muss man aber auch danken, denn durch ihre Unbekümmertheit hat sie jetzt bestätigt, worum es wirklich bei der Senkung des Wahlalters geht. Sie sprach nämlich die letzte burgenländische Landtagswahl an, wo ja schon mit 16 gewählt werden durfte. Da seien positive Erfahrungen gemacht worden und es habe einen hohen Zuspruch für die ÖVP gegeben. “Da braucht sich die ÖVP nicht zu fürchten” meinte Jugendchefin Fuhrmann. Aha, jetzt wissen wir es wenigstens genau…

    5. Jan. 2007 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Jugendliche und Politik schreibt:

    [...] Wegen dieser 10 Prozent haben wir jetzt ein Wahlalter von 16 Jahren. Da hätten die Betreiber dieser Änderung ihre Energie aber anders einsetzen sollen. Vielleicht wäre dann etwas sinnvolleres herausgekommen [...]

    13. Jan. 2007 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Wahlalter 16 - Unsinn schreibt:

    [...] Eigentlich hätte man keine Umfrage gebraucht, um das zu wissen. Man musste nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen, dann wusste man das. Nur eine ganz kleine Gruppe, die Spitzen der Parteien, hat es offenbar nicht gewusst. Das ist aber kein Wunder, die wissen ja nie, was das Volk fühlt… [...]

    26. Apr. 2007 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » Rote Neonazis? schreibt:

    [...] sein wollten und offenbar nicht die leiseste Ahnung von der Tragweite ihres Handelns hatten (warum 16-jährige wählen dürfen, ist natürlich eine andere Geschichte ), jahrelang in den Kerker werfen. Ich freu mich schon [...]

    18. Mai. 2009 | #

  5. kritikus.at » Blog Archiv » In vollkommener Eintracht schreibt:

    [...] Jugendliche ab 16 haben sie selber vor gar nicht so langer Zeit für reif genug befunden, die Geschicke des Staates mitzubestimmen. Und jetzt sollen sie zu blöd sein, die Gefahren von zu langem Aufenthalt in [...]

    13. Nov. 2009 | #

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