Zur Zeit lässt eine Studie aus England über die Gefährlichkeit von Drogen aufhorchen. Alkohol und Zigaretten sind, dem Zeitgeist folgend, darin natürlich weit oben im Gefährlichkeitsrang.
Die “Spitzenreiter” sind klar: Heroin, Kokain, Barbiturate und Schwarzmarkt-Methadon. An fünfter Stelle taucht allerdings schon der Alkohol auf und die Zigaretten befinden sich auf Platz 9. Interessanterweise erst weiter hinten, Platz 11, 14 und 18 sind Cannabis, LSD und Ecstasy eingestuft.
Von der Studie kann natürlich jeder halten, was er will. Man weiß ja nicht, was dabei wie gewertet und gewichtet wurde. Es scheint mir jedoch schon ein wenig merkwürdig, dass Alkohol und Tabak so weit vorne sind, während etwa LSD weit hinten rangiert. Bei Cannabis könnte man aber zustimmen. Wer kennt nicht einige “Althippies”, die sich gewiss seit Jahrzehnten schon den einen oder anderen Joint reinziehen und dabei voll im Leben stehen. Allerdings gibt es auch Millionen Menschen, die seit Jahrzehnten Alkohol und Nikotin konsumieren und auch keinerlei Wirkung zeigen. “Trinkst Du zu viel Wasser, stirbst Du auch!” sage ein Arzt (leider schon verstorben) einmal, als ihn ein Patient fragte, ob etwas gesund oder nicht wäre. Die Dosis wird es wohl machen.
LSD aber so weit hinten anstellen scheint mir schon bedenklich. Sind die Wissenschaftler, die bis jetzt immer auf die Gefährlichkeit und Unberechenbarkeit dieser Droge hingewiesen haben, etwa alle dämlich? Oder wurde bei der Studie vielleicht doch etwas tendenziös vorgegangen? Mit einer Studie, die sich mit den Erfahrungen des täglichen Lebens deckt, können ja Wissenschaftler ihren “Marktwert” gewiss nicht groß steigern…