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6. Mrz. 2007

Ein Anfang ist gemacht und es wird kommen, wie es kommen muss. Ernährungsmediziner Prof. Dr. Kurt Widhalm schlug eine Fettsteuer vor, um die wachsende Fettsucht zu bekämpfen. Lange wird es nicht dauern, bis sich da einige Politiker draufhauen, solche Fettnäpfchen ziehen die ja förmlich an.

Dr. Widhalm hat sich das schön ausgedacht. Kalorienreiche Kost soll besteuert werden (Fettsteuer) und im Gegenzug soll dann gesunde Kost (Obst, Gemüse, Kleie etc – Fisch etwa auch?) verbilligt werden. Na ja, vom gesunden Essen mag er ja was verstehen, der Herr Professor, von den Menschen wohl eher nicht. Es wird zwar ganz leicht sein, die Steuer auf dickmachende Nahrungsmittel einzuführen, wer aber glaubt, dass eine etwaige Förderung gesunder Kost zu einer anhaltenden Verbilligung führen wird, der wird sich schwer täuschen. Auch unterliegt Prof. Widhalm einer Täuschung, wenn er glaubt, dass eine Preiserhöhung von etwa 20% (viel mehr wird´s wohl am Anfang nicht sein) die gefährdeten Kids vom Essen abhalten wird. Es wird nur die Belastung für die Familien größer werden.

Eines ist allerdings klar – und das weiß Dr Widhalm wahrscheinlich besser, als wir alle. Zur Fettleibigkeit kommt man nur, wenn man auf längere Zeit mehr isst, als man verbraucht. “Ein leerer Sack steht nicht”, sagten schon unsere Altvorderen. Da sollte man ansetzen. Das ist aber schwieriger und bedarf eines durchdachten Konzeptes. Eine aus dem Ärmel geschüttelte Ansage wird da nicht reichen. Aber der Prof. hat sich ja auch darüber beklagt, dass eine Therapie für fettsüchtige Jugendliche nicht von der Krankenkassa bezahlt wird. Aha, da weht der Wind her – diese (Zwangs)Therapien würden er und seine Kollegen wahrscheinlich für gutes Geld wohl gerne selber anbieten…

Hoffentlich bleibt unsere Gesundheitsministerin standhaft und überlegt genau, bevor sie handelt. Was man alles falsch machen kann, weiß man ja schon von der Raucherbekämpfung, wo Werbeverbot, montröse Steuern, Mindestpreise etc rein gar nichts gebracht haben…

2 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Der nächste Schritt schreibt:

    [...] Einer eher unscheinbaren Meldung im ORF-Teletext war gestern zu entnehmen, dass die Zwangsgesunder in Frankreich den nächsten Schritt zur totalen Bevormundung der Bürger machen werden. Natürlich nicht, ohne dabei auch noch kräftig abzukassieren. In Gallien sollen “Dickmacher” höher besteuert werden = Fettsteuer. [...]

    6. Aug. 2008 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Todesfalle Krankenhaus schreibt:

    [...] Wie bei solchen Zuständen die Ärztekammer (samt ihrem Präsi) und diverse Primarii, wie zB Otto Burghuber und Kurt Widhalm soeben, noch Zeit finden, Politik zu machen, ist mir schleierhaft. Die hätten wahrlich in ihrem eigenen Bereich genug zu tun… [...]

    4. Okt. 2008 | #

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