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16. Apr. 2007

Ein solcher findet gerade in der Hofburg statt. Umweltminister Josef Pröll hat CO2-mäßig wieder einmal den Verkehr ins Visier genommen. Was er allerdings diesbezüglich im Pressinterview verlauten ließ, wird zwar die Leute verärgern und verunsichern, aber gewiss nichts bringen.

Der Minister will die Bahn attraktiver machen. No-na-net, wer will das nicht? Erstens aber wird ihm das Geld dazu fehlen und so bequem, wie das Auto können die Öffis niemals sein (Großstädte ausgenommen). Momentan ist die Benützung von Bahn und Bus aber auch eine Kostenfrage. Ein Ticket ist meistens teurer, als der Spritpreis für die gleiche Strecke und wenn man zu dritt unterwegs ist, ist schon ein Taxi günstiger als der Bus – vom Komfort, insbesonders auf kurzen Strecken, gar nicht erst zu reden.

Stolz ist Minister Pröll auf die Mineralölsteuererhöhung der Regierung um 3 bzw 5 Cent. Er bräuchte aber gar nicht stolz sein, denn gebracht hat das nur dem Finanzminister was. Der Umwelt aber sicher nicht, denn obwohl die Spritpreiserhöhung von den Ölkonzernen inzwischen sogar mehr als verdoppelt wurde, wird genau so viel gefahren wie bisher. Gut sieht man das an schönen Wochenenden im Frühling (wie eben gerade) – da fahren die Stadtmenschen in Scharen kreuz und quer, scheinbar ziellos, durch die Landschaften, nur um aus der Stadt raus zu kommen (und dabei ist das Wochenende gerade dort die ruhigste und angenehmste Zeit…).

“Ich setze auch darauf, dass die Erhöhung der MÖSt zu einer Verhaltensänderung der Menschen beitragen wird. Dass sie also weniger mit dem Auto fahren” meinte der Minister. Na, das was er da drauf setzt, hat er wahrscheinlich schon verloren. Er ist halt ein Optimist, unser Umweltminister. “Die Gräber sind voll mit Optimisten” – sagten sie in Italo-Western oft… :)

Aber gut, man soll nicht so viel polemisieren – dass es ein Problem gibt, bestreitet niemand. Minister Pröll weiß natürlich auch sehr gut, dass nur eine kräftige Erhöhung der Mineralölsteuer eine Wirkung haben würde. Aber das traut er sich nicht zu sagen, das käme ja nicht so gut an bei der Bevölkerung, der Wirtschft, der Industrie … bei allen halt! Da macht man lieber ohne Strategie am Klima herum. Vielleicht sollte der Minister in der Steiermark nachfragen, wie das so mit den Eiern ist – dort haben angeblich welche welche… :)

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