Dass die BAWAG ausgerechnet an einen US-Fonds verkauft worden ist, hat mir immer im Herzen weg getan. Nicht wegen der Tatsache, dass es ein amerikanischer Fonds ist, sondern weil gerade diese Fonds eine Geschäftspolitik repräsentieren, die den Interessen der Gewerkschaftsbewegen diametral entgegen steht.
Nun dürften sich die neuen Eigentümer schon eingelebt haben und zeigen, welche Interessen sie vertreten. Es werden 100 Kunden hinausgeworfen, nur weil sie Kubaner sind. Ein US-Unternehmen darf nämlich keine Geschäfte mit Kuba, ja nicht einmal mit einzelnen Kubanern, machen. Uiii, da regt sich natürlich gleich politischer Widerstand. Interessanterweise gerade vom SPÖ-Sozialminister und vom Konsumentenschutz (AK, auch nicht gerade SPÖ-fern
). Gerade die SPÖ könnte sich aber am Kopf kratzen und nachdenken, warum es mit der Bank soweit kommen musste. Aufregen können sie sich ja, die Amerikaner werden sich aber sicher nicht in ihre Geschäftspolitik dreinreden lassen. Da werden sicher noch ganz andere Sachen ans Licht kommen…
Vielleicht geht jetzt den Bankverkäufern aber ein Licht auf, was sie da alles verkauft haben. Über die BAWAG-PSK läuft nämlich der gesamte Zahlungsverkehr der Republik. Das heißt, jeder Bürger ist in den Büchern mit Details seines finanziellen Lebens verzeichnet, woraus natürlich sehr genaue Schlüsse auf jede einzelne Person gezogen werden können. Ich müsste mich sehr wundern, wenn die Daten noch nicht in ein staatliches US-Archiv eingeflossen wären…