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2. Apr. 2007

Es scheint so, als ob sich Professor Kaiser von Ö3 doch ganz gut mit der Psyche des Volkes auskennt, wenn er meint “Hamma an Poscher”. Die weltverbessernde Gesundheitsfront will uns nämlich einreden, dass wir alle – na ja, zumindest ein viertel von uns – mindestens einmal pro Jahr einen “Poscher” hat.

Aber keine Sorge, die Berater/Therapeuten-Lobby weiß ja auch gleich Rat, es ist alles behandelbar. Welch eine Erleichterung, mit ein paar Stunden Therapie und anschließender Beratung, natürlich in Verbindung mit entsprechenden Medikamenten (die ansonsten problemlos unter das Suchtmittelgesetz fallen würden) wird alles wieder gut. Und zur Not kann man ja die Behandlung beliebig oft wiederholen, damit ja niemand mehr aus dem Kreislauf heraus kommt.

Es ist eine traurige Angelegenheit, dass gerade jene, die für Gesundheit sorgen sollten, alles tun, um die Leute krank zu reden. Und alles nur für´s Geschäft – Hippokrates würde schön schauen, wenn er viele seiner Nachfolger jetzt sehen könnte…

2. Apr. 2007

Der frisch gebackene Sozialsprecher der ÖVP, Werner Amon, lässt aufhorchen. “45 Beitragsjahre sind genug” hat man ja bis jetzt nur von der SPÖ gehört.

Ein kräftige Ansage, ob es mehr als das ist, wird sich zeigen. Vorstellen kann ich es mir nicht, denn dadurch würden sich wieder große Ungerechtigkeiten auftun. Akademiker zB wären dann etwa frühestens mit 70 pensionsreif und auch Beamte hätten einen Nachteil, weil ihnen vor dem 18. Lebensjahr ja nichts anerkannt wird – und mit Nasenbohren werden beide die beitragsfreie Zeit nicht verbracht haben…

Hat die ÖVP etwa gar ihre soziale Ader entdeckt? Fast könnte man das glauben, spricht doch Amon auch die Ausdehnung der Mindestsicherung auf Kinder an. Hier schränkt er allerdings ein, dass Kinder nicht so hoch eingestuft werden könnten, wie Erwachsene. Ein Stufenmodell würde ihm als Lösung vorschweben. Na ja, ich weiß ja nicht, ob der Sozialsprecher Kinder hat, aber bei Kindern im Teenager- bzw Studentenalter bin ich mir nicht so sicher, ob die nicht mehr Kosten verursachen als Erwachsene (Opa, Oma etc).

Hätte Amon hier Erfolg, würde auch ich über meinen weiteren Lebensweg nachdenken müssen. Bei zwei Erwachsenen und zwei Kindern würden da schon ca 2500.- arbeitsfreie Euronen zusammenkommen. Soviel können wir jetzt trotz Arbeit nicht zusammenraffen – und so schwer wird es ja nicht sein, das Haus zu verjubeln… :)

Anstelle der SPÖ würde ich aber jetzt sehr aufpassen, denn grundlos wird die ÖVP sicher nicht so plötzlich sozial werden – und übertölpelt ist man schnell…

2. Apr. 2007

“Heast Oida, wennst no amoi so an Schas funkst, kriag i an Zuckaus!” steht heute skandalträchtig auf mehreren Internetauftritten der Tageszeitungen. Es geht um die 654 Beschwerden, die an die parlamentarische Bundesheerbeschwerde-Kommission im Jahr 2006 herangetragen worden waren.

Abgesehen davon, dass man sich in den gehobenen Kreisen nicht so ausdrückt, kann ich eigentlich in obigem Ausspruch keinen so großen Skandal sehen. Das ist die Sprache der Straße und ein Gruppenkommandant (einen solchen wird der Ausspruch zugeschrieben) ist oft nur wenige Monate länger beim Heer, als die Rekruten und so als nahezu gleichwertig zu sehen. Gar so pingelig sollte man da nicht sein. Allerdings werden auch andere “Sprüche” genannt, die ich hier nicht wiedergeben will und die klar zu verurteilen sind.

Alle jene, die jetzt “Skandal” rufen und “Menschenrechte” einfordern, sollten sich bewusst sein, dass der Beruf eines Soldaten noch niemals von besonderer Intelligenz geprägt war. Deshalb sind auch alle guten Waffensysteme, wie man so sagt, “deppensicher” – alles was dieses Prädikat nicht verdient, kann niemals ein gutes System sein, weil es im Ernstfall höchstwahrscheinlich nicht bedient werden kann. Auch ist es wohl so, dass es beim Militär gewöhnlich rauh zugeht (dürfte weltweit so sein) und man von Soldaten nicht das Benehmen von Musterschülern erwarten wird können. Wer das tut, wird immer enttäuscht werden.

Ein Heer ist gewöhnlich dazu da, um im Ernstfall kämpfen zu können. Und das ist nunmal nicht zum totlachen, sondern eine todernste Angelegenheit (im wahrsten Sinne des Wortes). Mit einer Weichei-Softie-Ausbildung werden unsere jungen Leute sicher nicht dafür vorbereitet werden können. Aber unsere Politiker halten ja einen Kampfeinsatz des Heeres sowieso für denkunmöglich und da ist es dann wieder wurscht – da kann man ruhig so weitermachen.

Ich will damit nicht sagen, dass man grausliches Benehmen mancher Ausbilder tollerieren soll. Es würde aber in den meisten Fällen genügen, die Betreffenden bei einem Rapport ordentlich zusammenzustauchen. Man bräuchte dazu sicherlich keine aufgeblähte “Bürokratenarmee”, die sonst nichts tut, als gescheit daherreden und die Beschwerden zu zählen…

 

PS: Da fällt mir noch ein alter Witz ein:
Ein Vorgesetzter fragt einen Rekruten beim Appell nach Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres. Dieser antwortet: “Das Österreichische Bundesheer hot den Feind an der Grenze so lange aufzuhalten, bis das das richtige Mülitär kimmt.” :)

1. Apr. 2007

Die Bärin Jurka ist nicht so bekannt, wie ihr in Bayern abgeschossener Sohn Bruno. Dennoch machen sich in Südtirol die Verantwortlichen ihretwegen Sorgen.

Laut Kurierartikel hat es ja schon früher einige Vorfälle mit der Bärin gegeben. Nun hat Jurka wieder ihr Revier verlassen und Hühner und Schafe gerissen. Das macht den Verantwortlichen des Adamello-Brenta-Parks in Südtirol dann doch Sorgen – irgendwie scheint man sich ja doch verantwortlich zu fühlen. Eigentlich müsste es auch der EU Sorgen machen, denn die finanziert das Life Ursus Projekt ja. Aber die kratzt sowas ja sicher nicht. Wenn dann einmal wiederangesiedelte Braunbären ein paar Kinder aufgefressen haben werden, dann kann man sich ja sicher irgendwie herausreden…

In Südtirol ist die Diskussion bereits losgegangen. Die einen fordern des Abschuss (Jäger zB, die würden da gerne helfen :) ) von Jurka und die anderen betonen, dass jeder Bär unbedenklich ist (WWF zB, der wahrscheinlich in jedem Wäldchen ein paar Bären haben will :) ). Über die wichtigste Frage, ob es notwendig ist, große Tiere, die jederzeit zu blutrünstigen Bestien werden können, in freier Wildbahn anzusiedeln, diskutiert leider niemand.

1. Apr. 2007

Fußball ist zwar nicht gerade das, was mich besonders interessiert. Aber das Ansinnen der Vereinsleitung des FC Pasching, aus Protest den Spielbetrieb einzustellen und die Bundesligalizenz zurückzugeben, beeindruckte mich dennoch.

Als Grund wurden die sattsam bekannten Vorgänge um die steirischen Pleiteclubs Sturm Graz und GAK genannt. “Die Grazer feiern ja Konkurse, als ob sie bei den Olympischen Spielen Gold gewonnen hätten”, meinte etwa der Pasching Präsident Franz Grad. Das “Hickhack” um die Grazer Vereine sei derart schädlich, dass es gescheiter wäre, wenn einmal einer gehen würde. Wie recht der Mann doch hat.

Recht viel Aufmerksamkeit erregt es ja in Österreich nicht mehr, wenn ein Bundesliga-Verein Pleite macht. Aufhorchen ließ jetzt nur, dass es gleich zwei Vereine (das sind immerhin 20% der Liga) aus einer Stadt fast gleichzeitig erwischt hat. Aber mit Sport hat die Bundesliga derzeit sowieso nicht so viel zu tun und bei windigen Geschäftemachereien sind Pleiten auch so ungewöhnlich nicht. Außerdem passen die Fußballgeschichten ganz gut zu den anderen Sachen, die man seit einiger Zeit aus der Steiermark, geführt von der SPÖ ua mit LH Voves und LR WEGSCHEIDER, hört. Ich weiß, der letzte Satz war unnötig, aber ich erwähne das halt gerne… :)

Wie auch immer, jedenfalls Hut ab vor der Paschinger Vereinsführung – es scheint so, als ob sie den geraden Weg gewählt hätte…

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