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14. Mai. 2007

Bekannt war es ja schon früher, dass der Fußballclub Rapid Geld von EADS bekommen hat. Jetzt wurde ruchbar, um welche Summen es dabei ging – na hawedere!

Nach den Medienberichten soll Rapid Wien bis jetzt (seit 2003)insgesamt ca 5 Millionen Euro von EADS erhalten haben. Interessant dabei ist, dass man den Sponsor EADS, im Gegensatz zu anderen Sponsoren – deren Embleme ja immer gut sichtar irgendwo drauf prangen, bis jetzt überhaupt nicht sehen konnte. Es stellt sich die Frage, welche Gegenleistung EADS für das Sponsoring erhalten hat. So ein Konzern verschenkt ja normalerweise die Millionen nicht einfach so. Angeblich hat EADS durch das Sponsoring die Möglichkeit, „auf das gesamte Netzwerk von Rapid und den Rapid-Wirtschaftsbetrieben zurückzugreifen“ (Zitat “Die Presse”) – was immer das heißen mag.

Noch interessanter ist allerdings die Tatsache, dass dieses “Netzwerk” des Fußballclubs Rapid – dessen Präsident immerhin ein ehemaliger Finanzminister ist, den Aufdecker der Nation und Ausschussvorsitzenden überhaupt nicht zu berühren scheint. Ich hätte mir vorgestellt, er würde sich als Verschwörungstheoretiker für Netzwerke interessieren. Na gut, vielleicht interessiert es ihn ja im Stillen, bei anderen hat er allerdings noch nie so still gehalten…

Am allerinteressantesten in der Sache ist aber der ORF. Da wurde von unserer unabhängigen Zwangsgebührenfernsehanstalt in der ZIB behauptet, dass diese Rapid-Geschichte der ÖVP nur als Ablenkungsmanöver dienen würde. Wirklich toll, diese Recherchearbeit. Wer sonst hätte herausbekommen können, dass die ÖVP in grenzenloser Weitsicht den EADS-Konzern dazu bewegte, Rapid ein paar Millionen in den Allerwertesten zu schieben, um dann, wenn man durch den U-Ausschuss selbst in Bedrängnis gerät, damit die SPÖ über den Clubpräsidenten anpatzen zu können. Es muss tatsächlich so gewesen sein, denn erfinden kann man so etwas sicher nicht… :)

4 Kommentare »

  1. Ununpentium schreibt:

    Der Untersuchungsausschuss unter einer grünen Leitung (ergo nicht betroffen) wird dem sicher nachgehen und so wie ich Pilz einschätze, wird er sicher nicht davor zurückschrecken, einen (ex-)roten (ex-)Politiker zur Rechenschaft zu ziehen.

    14. Mai. 2007 | #

  2. kritikus schreibt:

    Daran habe ich keinen Zweifel. Was mich befremdete, war die Ruhe in der Sache. Wenn früher irgendein neues Detail auftauchte, wurde es sofort medial breitgetreten hat – oft durch den Vorsitzenden selber. Nun ist aber auf www. peterpilz.at im Mai weder das Wort “Edlinger” noch “Rapid” zu finden…

    Gerade musste ich bei der ZIB2 über den Auftritt vom Ex-Finanzminister herzhaft lachen. Wenn bei seiner Verantwortung jemand mit verbundenen Augen zugehört hätte, wäre er wahrscheinlich der Meinung gewesen, es wäre Herr Steininger einvernommen worden :)

    14. Mai. 2007 | #

  3. Crowdsourcing im Sport-Management » ANDERS|denken Business Blog schreibt:

    [...] Die Überschrift könnte genauso gut lauten: “Crowdsourcing als Rettung für Österreichs Fußball?“, denn als Österreicher verliert man in Zeiten dubioser Sponsorgeld-Zahlungen, Verhaftungen ehemaliger Präsidenten, Rangeleien um Lizenzen für die nächste Spielsaison oder diversen Kasperltheatern rund um Punkteabzüge irgendwie das Interesse an dem Sport… [...]

    16. Mai. 2007 | #

  4. Ununpentium schreibt:

    Vorallem wenn der Grüne Tisch mehr entscheidet als 36 Spiele…

    16. Mai. 2007 | #

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