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20. Mai. 2007

Immer wenn man glaubt, dass es dümmer gar nicht mehr geht, kommt jemand und setzt noch einen drauf. Diesmal ist es die Österreichische Weinmarketinggesellschaft (ÖWM), die eine Anleitung zur Alkoholsucht als Werbespot unter die Leute bringt.

Dass Alkohol, als Arznei gegen schlechte Stimmung angewendet, geradewegs in die Sucht führt, weiß heutzutage wirklich jeder Vollkoffer – sollte man jedenfalls meinen. Bei der ÖWM dürfte man aber noch nicht so weit sein. In dem Radiospot wurde tatsächlich ein pfiffiger Grüner Veltliner als “Antidepressivum gegen den üblichen Montagmorgen-Frust” angepriesen. Jetzt rudert der Chef der ÖWM, Willy Klinger, zurück. Da gebe es nichts zu beschönigen, das wäre etwas missglückt, meinte er. Na, wenigstens jetzt hat er´s erkannt. Leider zu spät – der Schaden ist schon angerichtet.

Es wäre nicht schlecht, wenn jetzt einmal jemand bei der ÖWM, die ja großteils mit öffentlichem Geld arbeitet (zahlen ja alle Winzer und gewiss auch die öffentliche Hand dort ein), nachschauen würde, ob da noch alles rund läuft. Jedenfalls aber müssen die einen kreativen Notstand dort haben, wenn ihnen in Zeiten von Komasaufen- und Raucherhysterie so ein Spot einfällt :)

Zwar nicht als Entschuldigung – wohl aber als Milderungsgrund, könnte man für die ÖWM gelten lassen, dass die geschäftemachende Gesundheitslobby auch nichts anderes macht. Da wird den Leuten selbst bei geringfügigen Unpässlichkeiten sofort eine Depression eingeredet, um diese dann mit Antidepessiva behandeln zu können – günstigstenfalls gleich lebenslang (mit 10-Stück-Packungen, jedesmal vom Arzt verschrieben und von der Apotheke verkauft – sollen ja alle was davon haben…) :)

2 Kommentare »

  1. Bernhard Fiedlers We(in)blog » Blog Archiv » Daneben schreibt:

    [...] Der Polit-Blogger Kritikus hingegen sieht in dem Spot eine Anleitung zur Alkoholsucht und aus der Ironie von Weincasting mag schlau werden, wer will. [...]

    23. Mai. 2007 | #

  2. Karsten schreibt:

    Hallo,

    leider ist es so, dass viele Politiker nicht nachdenken und auch die Medien sich für nichts zu schade sind, wenn sie solchen Mist verbreiten.

    Hier in Deutschland sieht man ja ganz deutlich, das den ganzen Tag über den Jugendschutz, speziell jetzt zum Nichtraucherschutz, geredet wird, aber sich die 16 Ministerpräsidenten nicht einig sind.
    16 Menschen, die darüber entscheiden dürfen, wie 80 Millionen leben.

    Wenn es um die Alkoholwerbung geht, sind alle ganz still. Man könnte den Eindruck gewinnen, die saufen alle ganz gern mal oder verdienen an dem Alkoholkonsum der Bürger mit.

    Die Medien berichten ja auch nur, wenn wieder mal einer durch das Komasaufen gestorben ist und die Zuschauerzahlen steigen. Ansonsten bewerben sie den Mist ja auch, ohne mal über die Folgen nachzudenken und viele prominente Menschen, wie Schauspieler und Sportler sind sich auch nicht zu schade dafür, für diese Droge Alkohol zu werben.

    10. Sep. 2008 | #

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