Seiten

Kategorien

Archive

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖBB ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer e-Voting EU EU-Parlament Experten FPÖ Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

22. Mai. 2007

Euromania heißt die Roadshow der mit viel Goodwill und wohl noch mehr Geld der Bundesregierung ausgestatten Initiative „2008 – Österreich am Ball“. Mit 6 Sattelzügen und jeder Menge Krimskrams soll den Österreichern eingehämmert werden, dass die Fußballeuropameisterschaft EURO 2008 ein Vorteil für alle ist…

Die 6 Groß-Lkw werden 1.400 Fußbälle, 15.000 Autowimpel, 30.000 Fähnchen, 35.000 Duftbäume, 40.000 Schweißbänder und 100.000 Luftballons durchs Land transportieren und unter die Leute bringen. Gut, verschenkt werden wohl nur die Luftballons werden, den Rest wird man überteuert erwerben können. “In der Merchandising-Area wird eingefleischten Fans schon jetzt die Möglichkeit geboten sich mit diversen Fanartikeln einzudecken” steht beispielsweise in den OÖ-Nachrichten (online). Im Klartext wird das wohl heißen, dass etwa ein EM-Fußball wahrscheinlich zum vielfachen Hofer/Lidl/Penny/etc-Preis zu haben sein wird.

Die Österreicher müssen ja ganz schöne EM-Muffel sein, wenn so ein Aufwand als notwendig erachtet wird. Wundern braucht man sich darüber aber nicht. Der gewöhnliche Österreicher hat von der EM sicherlich original nichts. Er muss nur Beschränkungen in Kauf nehmen, vielerorts den Wirbel und den Mist erdulden und am Ende als Steuerzahler für die ganze Sache gerade stehen. Profitieren tun nur wenige. Einerseits die Politiker, denen durch die EURO 2008 viele Bühnen zur Selbstdarstellung geboten werden, dann eine kleine Schar von schlauen Geschäftsleuten und natürlich Günstlinge aller Art und Färbung, denen werden wohl wieder die lukrativen Jobs und Aufträge in den Allerwertesten geschoben werden…

3 Kommentare »

  1. Ununpentium schreibt:

    für was = wofür ;)

    und die EM findet 2008 und nicht 2000 statt ;)

    Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die EURO der Wirtschaft *weit* mehr bringt, als sie den (ach so armen) Steuerzahler kostet. Die Werbung/Publicity, die Wien haben wird, die Übernachtungen, die Einkäufe, das Gastronomie Geschäft. Das alles wird diesen Aufwand leicht wieder wett machen.

    Solche Veranstaltungen haben eben keinen mittelbaren Gewinn. Es ist aber das beste, das einem Land passieren kann, um den Tourismus anzukurbeln.

    22. Mai. 2007 | #

  2. kritikus schreibt:

    Ok, ich seh´s ein, Deutschprofessor werde ich wohl keiner. Aber das mit der Jahreszahl war ein Tippfehler – ehrlich… ;)

    Dass der Gewinn nicht sofort eintritt, sondern auf Umwegen kommen soll, ist mir natürlich bekannt. Aber gerade da habe ich meine Zweifel. Ich bin jedenfalls noch nie auf die Idee gekommen, in ein Land zu reisen, nur weil ich es als Pausenfüller bei einer Sportübertragung präsentiert bekommen habe. Hoffen wir halt, dass andere anders sind…

    22. Mai. 2007 | #

  3. Ununpentium schreibt:

    Wien ist eine wunderschöne Stadt und ich glaube fest daran, dass Leute dahin reisen werden, wenn es ihnen gefällt. Wenn Österreich sich nur halbwegs gut verkauft, werden viele Touristen kommen; von den EM-Besuchern jetzt mal gar nicht zu sprechen.

    23. Mai. 2007 | #

Kommentar schreiben

Bitte den Sicherheitscode in die Textbox schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI