Salzburg unter LH Burgstaller ist neben der Steiermark unter LH Voves eine Hochburg, wenn es um Erfindungen geht, die Raucher beeinträchtigen sollen. Man muss es so hart ausdrücken, denn wenn auch immer betont wird, es gehe nur um den Nichtraucherschutz, findet man doch sehr oft Statements wie “Weniger strenge Maßnahmen bringen nichts” (SPÖ-LR Hirt, der sogar nach Brüssel gereist ist, um sich Kyprianou vor die Füße zu werfen…
), die erkennen lassen, dass es in Wahrheit um die Ausrottung des Rauchens geht.
Nun versucht man in Salzburg die Landeskliniken rauchfrei zu bekommen und das Rauchen dort nur mehr in ganz wenigen Bereichen zu erlauben. Das liegt im Zeittrend und braucht nicht näher erörtert werden. Im Zuge der Diskussion rund um das Projekt wird aber festgestellt, dass eine Rauchpause keine Arbeitszeit ist. Auch das wurde und wird schon diskutiert und ist sohin auch nicht ganz neu. Dass aber ausgerechnet Bernhard Treschnitzer, Zentralbetriebsrat SALK, so eine Idee in die salzburger Diskussion einwirft, ist eigentlich ungeheuerlich. Weiß dieser Mensch überhaupt, was er da auslösen kann?
Man kann natürlich der Meinung sein, Rauchen sei keine Arbeitszeit. Es gibt aber auch ein Recht auf Arbeitspausen und was ein Arbeitnehmer in seiner Pause macht, sollte da nicht von Bedeutung sein. Würde man jetzt hergehen und die Rauchpausen tatsächlich einarbeiten lassen, würden sich ganz andere Fragen auftun. Wie würde man mit privaten Handygesprächen umgehen? Wie mit Esspausen (Gesundheitsfuzzis essen ja 17x am Tag
)? Wie mit WC-Zeitungslesern? Wie mit einfach nur Faulen? Müssten die dann nicht alle einarbeiten? Ich würde sagen ja.
Diese Einarbeitungen sind aber noch nicht das Schlimmste. Am schlimmsten wäre in so einem Fall, dass ein “Nichtausstempeln” ja eigentlich ein Betrug am Betrieb und somit ein Entlassungsgrund wäre. Auf diese Weise könnte sich jeder Betrieb ganz locker seiner unbequemen Mitarbeiter entledigen, denn bald würde sich vor lauter Arbeitszeit/keine Arbeitszeit/Arbeitszeit/keine Arbeitszeit/etc niemand mehr auskennen und es würde zu Fehlern kommen. Die Betriebsführung bräuchte dann nur die unbequemen Mitarbeiter gezielt überprüfen, finden würde man sicher bei jedem was…
Zentralbetriebsrat Treschnitzer dürfte das egal sein. Er hat ja seinen guten Job und wenn er der Landeshauptfrau gefügig ist, ist er ja gut abgesichert. Die Bediensteten der SALK werden ihm da halt nicht so wichtig sein…
am 1. Juni hat sich Bursgtaller noch tolleres einfallen lassen: sie will raucherInnen ihre pausen einarbeiten lassen… “wie bei Svarovsky”..”in enger abstimmung mit dem BR”.
Sicherlich kann man dort lesen: “Pflaster und Niko-Kaugummis zum “vorteilspreis” von XXX beim Betriebsrat erhältlich. Vorteil für wen?
für die nicht EU konzerne? noch für wen?
Sicherlich für die arbeiter, denne man ihrer pausen beraubt.
schön die – ehemalige – sozialdemokratin auf der seite der großunternehmer und der pharmakonzerne gegen die ArbeitnehmerInnen: wir haben eine protestaktion gestartet mit kopien an die größten gewerkschaften. http://www.raucherbewegung.eu
13. Jun. 2007 | #