Ich habe sie heuer eigentlich schon vermisst, die periodischen Alarmmeldungen im Sommer über bodennahes Ozon. Jetzt sind sie – Gott, der Wetterlage und dem Straßenverkehr sei´s gedankt – wieder da.
Ich selber habe mich ja noch nie um das Ozon gepfiffen, obwohl wir bei uns im Seewinkel schon immer viel davon hatten. Man sagt, das käme von den Faulgasen des Schilfgürtels. Ich weiß es nicht, aber wenn man es sagt, wird es schon stimmen
. Na ja, egal – ich gehe auch bei höchster Warnstufe in der Mittagszeit laufen, wenn ich gerade da Zeit habe. Und ich habe es bis jetzt immer unbeschadet überstanden.
Laut “Die Presse” hat die wiener MA 22 verlauten lassen, dass „Kinder mit überempfindlichen Bronchien, Personen mit schweren Erkrankungen der Atemwege oder des Herzens sowie Asthmakranke ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermeiden“ sollten.
Mann, sind die gut. Die haben voll den Durchblick, denn Kinder mit kranken Bronchien, schwer Lungen- oder Herzkranke und Asthmatiker sind ganz sicher genau der Personenkreis, der laufend ungewohnte, anstrengende Tätigkeiten – natürlich vorwiegend in der Mittagshitze – durchführt. Das ist etwa so, wie wenn im Beipackzettel einer Pistole stehen würde: “Schießen sie sich nicht in den Kopf, es könnte sich für sie nachteilig auswirken!”