Seiten

Kategorien

Archiv

Meta

Schlagwörter

Ärztekammer ÖVP Übergewicht bawag Die Grünen Donnerbauer EU EU-Parlament Hirt Internetsperren Jarolim Komasaufen Nova Rock Obama ORF Rauchen Schwarzenegger Selbstbehalt SPÖ Vorsorge

Links

31. Aug. 2007

Kaum hat Ministerin Kdolsky ihr Nichtrauchergesetz angekündigt, da heulen sie wieder auf, die alltagsfaschistischen Zwangsbeglücker.

Kim Fox der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sagt unumwunden, dass es nicht um Nichtraucherschutz sondern um die Ausrottung des Rauchens geht: “Meine persönliche Priorität ist, dass in Europa das Rauchen einfach nicht mehr vorkommen sollte”. Der gute Mann wird bezeichnender Weise auch Herz-Papst genannt, wahrscheinlich ist er auch irdendwessen Stellvertreter auf Erden und hat die absolute Wahrheit gepachtet ;)

“Das Rauchen ist ein Teufelszeug”, sagt Kurt Huber, Präsident des österreichischen Ablegers der oben genannten Organisation. Der bringt das Rauchen mit dem Teufel in Verbindung, wahrscheinlich will er auch so ein Papst werden, wie sein Europa-Chef ;)
Über diese Huber-Äußerung kann man ja noch lachen. Das Lachen vergeht einem aber, wenn man sich zu Gemüte führt, was Teufelsbekämpfer Huber sonst noch ablässt: “Es geht auch um den Schutz des Rauchers vor sich selbst.” Es hat eine Zeit gegeben, an die wir uns nicht so gerne erinnern. Damals wurde auch vielen gegen ihren Willen geholfen…

Bei solchen Kapazundern fällt die lieb-rührige Sonja Wehsely, Stadträtin zu Wien, nicht mehr besonders auf. “Das Rauchen kann nicht nur eine Privatangelegenheit sein.” Na, was denn sonst? Wen sollte es stören, wenn in einem Raucherlokal Raucher – Gäste, Wirte und Personal – rauchen? Doch wohl nur alltagsfaschistische Zwangsbeglücker, Teufelsaustreiber und ungebetene Helfer… :)

31. Aug. 2007

“Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück!” dürfte es in Brüssel derzeit heissen. Die EU-Bürokraten dürften jetzt doch aufwachen und erkennen, dass der Energiebereich zu heikel ist, um ihn jedweder Art von Geschäftemachern zu überlassen. Oft ist es ja nicht, dass mich Nachrichten aus Brüssel freuen. Diese Kehrtwendung aber schon…

Gazprom bzw staatlichen arabischen Konzernen – insbesonders deren “Hunger” auf europäische Energiebetriebe – sei´s gedankt, dass die EU jetzt handeln und den Energiesektor vor unkontrollierten Zugriffen schützen will. Freilich wird über das “wie” noch diskutiert. Die Palette reicht von “Gegenseitigkeitsklausel” bis zur Keule, den europäischen Energiemarkt zum “strategischen Sektor” zu ernennen. Gut, irgendwas wird schon herauskommen, aber dass Energie ein “strategischer Sektor” ist, darüber sollte man eigentlich nicht mehr nachdenken müssen. Dass dieser Bereich nicht von Anfang an geschützt wurde, ist sowieso unverantwortlich.

Bei der Gelegenheit könnte man vielleicht auch darüber nachdenken, wie es mit unserer Energieversorgung in dem Fall aussehen würde, wenn uns Araber und Russen nicht mehr so gut gesinnt wären. Da würde es wahrscheinlich vielen sehr schnell kalt werden. Atomkraftwerke sind da sicher nicht die Überlösung – die kann man schon mit einer Drohung lahmlegen…

Und wenn wir schon dabei sind, es gäbe da noch ein paar Dinge, die etwas Schutz vertragen könnten. Grundnahrungsmittel und Wasser fallen mir da gleich ein. Auch dabei wäre es gut, in Zukunft selber über die Ressourcen bestimmen zu können.

30. Aug. 2007

Ich war unlängst im Waldviertel zu Besuch. Bei einer Zugfahrt erzählte mir meine Gegenüber, dass sie täglich vier Stunden im Zug sitze.
Warum ist das so, fragt der einfältige Österreicher?
Alle Wertschöpfung wandert in die Großstadt ab. Am Land schöpft sich nichts mehr.
Denn: Welche großen Ausgaben tätigt Herr Österreicher am Lande?
Er kauft sich öfter ein Auto, baut sich einmal ein Haus und fährt regelmäßig auf Urlaub.
Das Auto wird in Deutschland (ginge ja grad noch) oder in Japan erzeugt.
Den Urlaub verbringt er sowieso weit weg.
Und das Haus, die letzte große verbleibende Ausgabe im Leben eines Mannes, kauft er in einer Fertigteilhausstadt irgendwo fern der Heimat.
Baumeister, der das an seine Mitarbeiter weitergibt, verdient keiner etwas damit, nur das Großunternehmen Fertigteilhaus in Großstadtnähe.

Darum, lieber Erwin Pröll, schau darauf, dass zum Schutz des ländlichen Lebensraumes der Fertigteilhauskauf nicht mehr so oft stattfindet! Das erreicht man durch eine strenge Bauordnung oder durch entsprechende Fertigteilsteuern.

30. Aug. 2007

Die Tiroler Schützen dürfen in Wien nicht schießen, wenn der Papst kommt, obwohl sich dieser das ausdrücklich gewünscht hat.
Natürlich passt das den Wiener Roten und Grünen einhellig nicht, wenn sich in unserer Bundesrepublik jemand zum Überlieferten bekennt.
Aber in dem Fall geht Bundes- vor Landespolitik.

Ein kleines Land wie Österreich verträgt keinen Bundeshauptstadtmoloch wie Wien. Nicht umsonst wählten die Türken Ankara, die Brasilianer Brasilia und die Australier Canberra zur Hauptstadt.
Für einen dauerhaften österreichischen Staat sollte man die Hauptstadt nach Westen verlagern, zB St. Pölten, Steyr oder Wels.

28. Aug. 2007

Zwei Überschriften sind mir auf www.diepresse.com irgendwie aufgefallen, vermutlich deshalb weil sie sogar untereinander standen: “Verkehr: Mehr Strafen als je zuvor” und “Verkehr: Mehr Tote auf der Straße“.

In ersterem ging es darum, dass heuer im Straßenverkehr so viele Strafgelder - Section Control und anderen vollautomatischen Strafmaschinen sei´s gedankt – eingehoben wurden, wie nie zuvor.

Im zweiten Artikel fordert der VCÖ – Gott stehe uns bei, die sind noch schlimmer als das KfV :) – einen Verkehrssicherheitsgipfel, weil die Unfallzahlen stark gestiegen sind und heuer schon um ca 10 Prozent mehr Verkehrstote zu beklagen sind, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Für den einfachen Mann sieht das jetzt aber fast so aus, als ob die vielen Strafen zu noch mehr Unfällen geführt hätten. Ja, so muss es wohl sein, denn bei uns wird jede kleine Übertretung bestraft, sofern sie nicht zu einem Verkehrsunfall führt. Jede noch so grobe Übertretung wird nicht bestraft, wenn sie zu einem Unfall geführt hat.

Das ist aber den “Experten” des VCÖ völlig wurscht. Sie fordern weiter den gleichen Unsinn wie immer: Tempo 80, strengere Strafen, künftig wahrscheinlich Händeabhacken für´s Handytelefonieren… :)

25. Aug. 2007

In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzulanger Zeit, hatte Borli D., die Managerin eines großen Betriebes mit sehr vielen Angestellten – es sollen hunderttausende gewesen sein, eine Idee, die so neu eigentlich gar nicht war.

Es fing alles damit an, dass Borli D. ein Geistesblitz überkam. Sie wusste plötzlich, dass man mit wenigiger Personal eventuell sogar weniger Personalkosten haben könnte. Ob dieser Erleuchtung begann die Managerin lange nachzudenken, um schließlich eine glorreiche Idee zu gebären – eine einfache Idee, die einfache Leute sofort nachvollziehen konnten. Man müsse nur hergehen, und von den Angestellten des Betriebes, die in Pension gehen, nur mehr jeden Zweiten nachbesetzen. Dann würden die lästigen Angestellten rasch weniger werden und die Personalkosten würden sinken. Dass sich ihre Vorgänger etwas dabei gedacht haben könnten, als sie das Personal angestellt haben, kam der guten Frau gar nicht in den Sinn. Soweit reichte offenbar die Erleuchtung nicht.

Leider ließ der Abgesandte der Angestellten, ein mäßig sympathischer, etwas dicklicher älterer Herr, der Managerin ausrichten, man müsse doch zuerst schauen, ob die Stellen, die man nicht nachbesetzen wolle, entbehrlich seien. Er wies die Managerin auch darauf hin, dass der ganze Betrieb – und damit auch die Kunden – Schaden nehmen könnte, wenn man die falschen Stellen nicht nachbesetzt.

In dem unbekannten Land war es gewöhnlich auch so, dass Manager, wenn sie Personal einsparen wollten, sich sehr genau überlegten, in welchen Bereichen ihrer Betriebe sie das tun sollten. Eine lineare Vorgangsweise mit der Rasenmähermethode ohne jegliches Konzept war im Wirtschaftsleben des Landes völlig unüblich.

Borli D. war aber so froh, überhaupt einmal eine Idee gehabt zu haben, dass sie sich nicht mehr davon abbringen ließ. Es schien fast so, als ob ihr das Wohl ihres Betriebes völlig egal wäre…

Wie die Geschichte dann ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Vielleicht gibt es noch irgendwann eine Fortsetzung.

 

PS: Obige Geschichte ist frei erfunden, jede Ähnlichkeit der Charaktäre mit lebenden oder toten Personen ist unerwünscht und zufällig :)  

24. Aug. 2007

Im laufende Prozess ist erst in der Anfangsphase und derweil streiten noch die Angeklagten. Aber schon tauchen die ersten Grüchte auf, der Käufer der darniedergelegenen Gewerkschaftsbank würde Teile der Bank bereits wieder verkaufen.

Es hatte geheißen, Cerberus gehöre zu den guten Heuschrecken und die BAWAG würde als Ganzes saniert werden. Nun tauchen aber die ersten Gerüchte auf, man wolle Teile der Bank – konkret das Geschäft mit Krediten der öffentlichen Hand – verkaufen. Wenn ich das richtig verstehe, sollen die Schuldscheine, die Österreich der BAWAG unterschrieben hat, verkauft werden. Wer weiß, wer dann künftig aller von uns Geld eintreiben wird… :)

Generaldirektor Nowotny dementiert aber. Es sei nur daran Gedacht, bankfremde Beteiligungen, wie zB Bösendorfer, Stiefelkönig oder ATV, zu verkaufen. “Der Verkauf von Krediten für die öffentliche Hand ist nicht geplant” sagt der BAWAG-General laut Presse. Na dann – ……
Aber hieß es nicht immer, dass es ohne Feuer keinen Rauch geben würde ;)

23. Aug. 2007

Martina Salomon fragt in “Die Presse”, warum die “Jungen” ob der Sondererhöhung, welche die Senioren für ihre Pension wollen, nicht aufschreien. Es geht natürlich um die Diskussion über die heurigen Pensionserhöhungen, die Sozialminister Buchinger frühzeitig und völlig unnötig losgetreten hat.

Nach der unqualifizierten Buchinger-Meldung hätten die Pensionen nur um 1,7 Prozent erhöht werden sollen. Dass die Pensionistenvertreter einer Erhöhung unter der Inflationsrate nicht kommentarlos zustimmen können, sollte wohl allen klar sein. Da müsste sich nun wirklich niemand mehr wundern, das war bis jetzt immer so und wird auch immer so sein :)

Wenn Frau Salomon von einer Sondererhöhung spricht, sollte man das aber nicht so stehen lassen. Eine “Sondererhöhung” ist es wohl nicht, wenn jemand in wirtschaftlich guten Zeiten eigentlich nur die Inflationsabgeltung verlangt.

Eine vollkommen andere Geschichte ist es aber, wenn man das Pensionssystem insgesamt hinterfragt. Da gibt es wirklich enormen Handlungsbedarf. Aber es ist wohl klar, dass eine Vereinheitlichung der verschiedenen Pensionssysteme in der Anfangsphase auch Geld kosten wird. Auch wird man diskutieren müssen, ob nicht künftige Änderungen auch für die schon bestehenden Pensionen gelten sollten. Es ist nämlich nicht einzusehen, dass viele bereits gravierende Einschnitte hinnehmen müssen, während viele, die lediglich ein paar Jahre älter sind, auf Lebenszeit ihre “hohen” Pensionen genießen können. Und in “bestehende Verträge” wurde ja auch schon bei den bisherigen Reformen eingegriffen, so neu wäre das also nicht.

Gerne genannt werden in dem Zusammenhang die Beamten – auch Politiker zählen dazu – als Privilegierte. Nur wird gefließentlich vergessen, dass diese Gruppe einen höheren Pensionsbeitrag – ohne Höchstgrenze – bezahlt und verschiedene Vergünstigungen anderer Systeme (zB Abfertigung, Betriebspension etc) nicht kennt. Wollte man hier gleichschalten, dann müsste man fairerweise auch über eine Rückzahlung der höheren Beiträge und eine Abfertigung nachdenken.

Leider wird, wie es ausschaut, die gesamte Diskussion nur von Neid und Mutlosigkeit getragen. Echte Reformen sind so sicher nicht zu erwarten. Geht man weiter frei nach Buchinger – Pensionserhöhungen unter Inflationsrate und Ausgleich für “ärmere” Pensionisten – dann steht am Ende die Volkspension und der Fleißige hat genau so viel (oder so weinig ;) ), wie der Faule. Die Frage wäre in dem Fall nur, wie lange die Fleißigen fleißig bleiben würden…

20. Aug. 2007

[aus einem Brief an unsere liebe Frau Gesundheitsministerin Kdolsky]

Man könnte ein Arztbeurteilungswesen einführen, wie es an unseren Hochschulen schon längst für Professoren üblich ist.

Auf einer Internetseite kann ein Student zu einem Professor oder einer Lehrveranstaltung eine Bewertung abgeben. Klarerweise bemüht sich der Professor dann auch etwas mehr, den Studenten das zu vermitteln, worauf diese Wert legen.

Im Gesundheitswesen ist bei der Überwachung der Ärzte ein tiefes, tiefes schwarzes Loch. Wer überprüft einen Arzt? Und gar am Land? Wie können Fälle möglich sein, wo angebliche Ärzte jahrelang Leidende behandeln und dann erst zufällig man draufkommt, dass diese gar keine Mediziner sind?

Wenn es der Staat nicht tut, dann tut es ein Privater. Kommen wird das früher oder später. Nur wenn es ein Privater tut, hat der Staat weniger bzw. keine Herrschaft darüber. So können wir mitgestalten.

mfg

17. Aug. 2007

Von “ Blasenleiden” schreibt Johannes Rauch in bezeichnender Weise und heute titelt “Österreich” gar damit, dass Millionen um ihre Zusatzpension fürchten würden.

Als die Immobilienblase in den USA platzte und sich die Sache zu einem weltweiten Finanzdesaster auswuchs, dachte ich als erstes, dass es bald auch bei uns zu einer “Berichtigung” – heißt nur zu oft Abwertung – von vielen Fonds und damit zu verminderten Gewinnerwartungen bei Lebens- und Pensionsversicherungen kommen wird. Ich hoffe, dass ich damit falsch liege – glauben tue ich es nicht.

Dazu fiel mir eine Radiosendung vor langer Zeit ein. Damals waren gerade die Lebensversicherungen (Erleben) als Sparform mit Laufzeiten von 25 Jahren in Mode gekommen. In der Sendung war ein Universitätsprofessor zu Gast. Er sagte, dass ein Versicherungsvertrag mit zugesicherter – oder versprochener Rendite – mit so einer langen Laufzeit rechtlich als “Glücksvertrag”, dh wie eine Wette, zu behandeln wäre. Als Begründung nannte er, dass niemand sagen könne, was in 25 Jahren sein würde. Mich hat das damals so beeindruckt, dass ich bis heute keine Erlebensversicherung abgeschlossen habe (na ja, mir bleibt ja auch nie Geld zum Anlegen übrig… :) ).

Wie recht der Mann damals hatte, zeigt sich nun. “Österreich” schreibt zwar, dass einzelne Schwächephasen, auch wenn sie Wochen dauern würden, “keinen Einfluss auf die Rendite von Produkten” hätten, weil diese ja auf längere Laufzeiten berechnet wären. Aber wer weiß schon, wie viele solche Blasen in der Finanzwelt noch lauern und ob deren Platzen nicht zu einem allgegenwärtigen Geschehen im Finanzleben werden wird… ;)

vor »