Von “ Blasenleiden” schreibt Johannes Rauch in bezeichnender Weise und heute titelt “Österreich” gar damit, dass Millionen um ihre Zusatzpension fürchten würden.
Als die Immobilienblase in den USA platzte und sich die Sache zu einem weltweiten Finanzdesaster auswuchs, dachte ich als erstes, dass es bald auch bei uns zu einer “Berichtigung” – heißt nur zu oft Abwertung – von vielen Fonds und damit zu verminderten Gewinnerwartungen bei Lebens- und Pensionsversicherungen kommen wird. Ich hoffe, dass ich damit falsch liege – glauben tue ich es nicht.
Dazu fiel mir eine Radiosendung vor langer Zeit ein. Damals waren gerade die Lebensversicherungen (Erleben) als Sparform mit Laufzeiten von 25 Jahren in Mode gekommen. In der Sendung war ein Universitätsprofessor zu Gast. Er sagte, dass ein Versicherungsvertrag mit zugesicherter – oder versprochener Rendite – mit so einer langen Laufzeit rechtlich als “Glücksvertrag”, dh wie eine Wette, zu behandeln wäre. Als Begründung nannte er, dass niemand sagen könne, was in 25 Jahren sein würde. Mich hat das damals so beeindruckt, dass ich bis heute keine Erlebensversicherung abgeschlossen habe (na ja, mir bleibt ja auch nie Geld zum Anlegen übrig…
).
Wie recht der Mann damals hatte, zeigt sich nun. “Österreich” schreibt zwar, dass einzelne Schwächephasen, auch wenn sie Wochen dauern würden, “keinen Einfluss auf die Rendite von Produkten” hätten, weil diese ja auf längere Laufzeiten berechnet wären. Aber wer weiß schon, wie viele solche Blasen in der Finanzwelt noch lauern und ob deren Platzen nicht zu einem allgegenwärtigen Geschehen im Finanzleben werden wird…