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25. Aug. 2007

In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzulanger Zeit, hatte Borli D., die Managerin eines großen Betriebes mit sehr vielen Angestellten – es sollen hunderttausende gewesen sein, eine Idee, die so neu eigentlich gar nicht war.

Es fing alles damit an, dass Borli D. ein Geistesblitz überkam. Sie wusste plötzlich, dass man mit wenigiger Personal eventuell sogar weniger Personalkosten haben könnte. Ob dieser Erleuchtung begann die Managerin lange nachzudenken, um schließlich eine glorreiche Idee zu gebären – eine einfache Idee, die einfache Leute sofort nachvollziehen konnten. Man müsse nur hergehen, und von den Angestellten des Betriebes, die in Pension gehen, nur mehr jeden Zweiten nachbesetzen. Dann würden die lästigen Angestellten rasch weniger werden und die Personalkosten würden sinken. Dass sich ihre Vorgänger etwas dabei gedacht haben könnten, als sie das Personal angestellt haben, kam der guten Frau gar nicht in den Sinn. Soweit reichte offenbar die Erleuchtung nicht.

Leider ließ der Abgesandte der Angestellten, ein mäßig sympathischer, etwas dicklicher älterer Herr, der Managerin ausrichten, man müsse doch zuerst schauen, ob die Stellen, die man nicht nachbesetzen wolle, entbehrlich seien. Er wies die Managerin auch darauf hin, dass der ganze Betrieb – und damit auch die Kunden – Schaden nehmen könnte, wenn man die falschen Stellen nicht nachbesetzt.

In dem unbekannten Land war es gewöhnlich auch so, dass Manager, wenn sie Personal einsparen wollten, sich sehr genau überlegten, in welchen Bereichen ihrer Betriebe sie das tun sollten. Eine lineare Vorgangsweise mit der Rasenmähermethode ohne jegliches Konzept war im Wirtschaftsleben des Landes völlig unüblich.

Borli D. war aber so froh, überhaupt einmal eine Idee gehabt zu haben, dass sie sich nicht mehr davon abbringen ließ. Es schien fast so, als ob ihr das Wohl ihres Betriebes völlig egal wäre…

Wie die Geschichte dann ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Vielleicht gibt es noch irgendwann eine Fortsetzung.

 

PS: Obige Geschichte ist frei erfunden, jede Ähnlichkeit der Charaktäre mit lebenden oder toten Personen ist unerwünscht und zufällig :)  

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