Zwei Überschriften sind mir auf www.diepresse.com irgendwie aufgefallen, vermutlich deshalb weil sie sogar untereinander standen: “Verkehr: Mehr Strafen als je zuvor” und “Verkehr: Mehr Tote auf der Straße“.
In ersterem ging es darum, dass heuer im Straßenverkehr so viele Strafgelder - Section Control und anderen vollautomatischen Strafmaschinen sei´s gedankt – eingehoben wurden, wie nie zuvor.
Im zweiten Artikel fordert der VCÖ – Gott stehe uns bei, die sind noch schlimmer als das KfV :) – einen Verkehrssicherheitsgipfel, weil die Unfallzahlen stark gestiegen sind und heuer schon um ca 10 Prozent mehr Verkehrstote zu beklagen sind, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Für den einfachen Mann sieht das jetzt aber fast so aus, als ob die vielen Strafen zu noch mehr Unfällen geführt hätten. Ja, so muss es wohl sein, denn bei uns wird jede kleine Übertretung bestraft, sofern sie nicht zu einem Verkehrsunfall führt. Jede noch so grobe Übertretung wird nicht bestraft, wenn sie zu einem Unfall geführt hat.
Das ist aber den “Experten” des VCÖ völlig wurscht. Sie fordern weiter den gleichen Unsinn wie immer: Tempo 80, strengere Strafen, künftig wahrscheinlich Händeabhacken für´s Handytelefonieren…
[...] Um zu erkennen, dass die geplanten noch monströseren Strafen die Verkehrsicherheit nicht heben werden, muss man kein Prophet sein – das zeigt sich hie und da ja ganz offen offen. Die Bestrafung (samt allen Folgen) von Alkolenkern ist schon jetzt existensbedrohend und trifft den Delnquenten weit schwerer, als wenn er grundlos einen x-beliebigen Passanten niedergeschlagen hätte. Derjenige, der klaren Verstandes ist, wird also auch jetzt schon die Bestimmungen einhalten. Die anderen Fahrer, die (meist sogar zurecht) daran glauben, nicht erwischt zu werden, werden auch die neuen Strafen nicht vom Saufen abhalten… [...]
19. Jun. 2008 | #