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30. Aug. 2007

Ich war unlängst im Waldviertel zu Besuch. Bei einer Zugfahrt erzählte mir meine Gegenüber, dass sie täglich vier Stunden im Zug sitze.
Warum ist das so, fragt der einfältige Österreicher?
Alle Wertschöpfung wandert in die Großstadt ab. Am Land schöpft sich nichts mehr.
Denn: Welche großen Ausgaben tätigt Herr Österreicher am Lande?
Er kauft sich öfter ein Auto, baut sich einmal ein Haus und fährt regelmäßig auf Urlaub.
Das Auto wird in Deutschland (ginge ja grad noch) oder in Japan erzeugt.
Den Urlaub verbringt er sowieso weit weg.
Und das Haus, die letzte große verbleibende Ausgabe im Leben eines Mannes, kauft er in einer Fertigteilhausstadt irgendwo fern der Heimat.
Baumeister, der das an seine Mitarbeiter weitergibt, verdient keiner etwas damit, nur das Großunternehmen Fertigteilhaus in Großstadtnähe.

Darum, lieber Erwin Pröll, schau darauf, dass zum Schutz des ländlichen Lebensraumes der Fertigteilhauskauf nicht mehr so oft stattfindet! Das erreicht man durch eine strenge Bauordnung oder durch entsprechende Fertigteilsteuern.

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