“Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück!” dürfte es in Brüssel derzeit heissen. Die EU-Bürokraten dürften jetzt doch aufwachen und erkennen, dass der Energiebereich zu heikel ist, um ihn jedweder Art von Geschäftemachern zu überlassen. Oft ist es ja nicht, dass mich Nachrichten aus Brüssel freuen. Diese Kehrtwendung aber schon…
Gazprom bzw staatlichen arabischen Konzernen – insbesonders deren “Hunger” auf europäische Energiebetriebe – sei´s gedankt, dass die EU jetzt handeln und den Energiesektor vor unkontrollierten Zugriffen schützen will. Freilich wird über das “wie” noch diskutiert. Die Palette reicht von “Gegenseitigkeitsklausel” bis zur Keule, den europäischen Energiemarkt zum “strategischen Sektor” zu ernennen. Gut, irgendwas wird schon herauskommen, aber dass Energie ein “strategischer Sektor” ist, darüber sollte man eigentlich nicht mehr nachdenken müssen. Dass dieser Bereich nicht von Anfang an geschützt wurde, ist sowieso unverantwortlich.
Bei der Gelegenheit könnte man vielleicht auch darüber nachdenken, wie es mit unserer Energieversorgung in dem Fall aussehen würde, wenn uns Araber und Russen nicht mehr so gut gesinnt wären. Da würde es wahrscheinlich vielen sehr schnell kalt werden. Atomkraftwerke sind da sicher nicht die Überlösung – die kann man schon mit einer Drohung lahmlegen…
Und wenn wir schon dabei sind, es gäbe da noch ein paar Dinge, die etwas Schutz vertragen könnten. Grundnahrungsmittel und Wasser fallen mir da gleich ein. Auch dabei wäre es gut, in Zukunft selber über die Ressourcen bestimmen zu können.