“Der Rentenklau geht um” hieß es einmal auf Schock-Wahlkampfplakaten der SPÖ. Nun scheint es so, als ob sich der SPÖ-Sozialminister selber als “Rentenklauer” bezeichnen lassen wird müssen.
Kürzlich sprach Minister Erwin Buchinger aus, was viele Unselbstständige nicht zu hoffen gewagt hätten – 4 Prozent Lohnerhöhung müssten es heuer schon sein. Die gute Wirtschaftslage würde das bedingen, und die Arbeiter und Angestellten müssten auch ihren Anteil davon kriegen. Dass er dabei die Sozialpartner, auch aus den eigenen Reihen, vor den Kopf gestoßen hat, dürte er in seinem Eifer gar nicht bemerkt haben.
Jetzt scheint die gute Wirtschftslage aber plötzlich eingebrochen zu sein. Bei den Rentnern sprach sich Minister Buchinger plötzlich nur mehr für eine Pensionserhöhung von 1,7 Prozent aus. Das ist klar unter der Inflationsrate und bedeutet eigentlich eine Kürzung der Pensionen – Rentenklau, wie die SPÖ früher dazu zu sagen pflegte
Minister Buchinger wird erklären müssen, warum er für die arbeitende Bevölkerung einen Anteil an der Wirtschaftslage fordert und einen solchen den Pensionisten, die ja auch einmal gearbeitet und dabei den Boden für die gute Wirtschaft von heute aufbereitet haben, vorenthalten will. Das bisher Gesagte wird nicht reichen…
Der Minister träumt für die Zukunft von einer “Sonderabgeltung” für ärmere Pensionisten wegen der steigenden Preise für Grundnahrungsmittel. Ein Prophet muss man nicht sein, um zu erkennen, dass so etwas zu einer Aufblähung der Verwaltung führen würde, deren Kosten den finanziellen Wert für die “ärmeren” Pensionisten übersteigen würden – dürfte also nur eine Beruhigungspille für Carly Blechas Mannschaft sein