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6. Aug. 2007

Nicht ganz ohne Freude lese ich heute in den Online-Ausgaben der Zeitungen, dass Günter Weninger, Ex-Aufsichtsratspräsident der Ex-Gewerkschaftsbank und Ex-Stellvertreter des Ex-Gewerkschaftspräsidenten, jetzt im BAWAG-Prozess zugegeben hat, er hätte im gerichtlichen Vorverfahren gelogen (hmpf – ganz schön viele “ex” in einem Satz :) ).

Günter Weninger sagte heute aus, er hätte seinen Ex-Präsidenten bereits 1998 über die monströsen Verluste der BAWAG informiert und diesbezüglich früher nicht ganz die Wahrheit gesagt. Dieser hatte aber bis jetzt immer behauptet, erst 2000 über das Desaster informiert worden zu sein. “Falschaussage? Verzetnitsch droht Haft” übertitelt “Die Presse” morgen sogar einen diesbezüglichen Artikel.

Meine oben genannte Freude gründet aber nicht darauf, dass der eine oder andere Mitwirkende eventuell wegen falscher Zeugenaussage in Haft kommen könnte (was auch zZt deren kleinste Sorge sein wird :) ) – nein, mir ist es vielmehr angenehm, dass der BAWAG-Prozess sich schön langsam dem Eingemachten nähert. Vielleicht packt wirklich noch jemand aus; vielleicht kommt auch noch ans Tageslicht, wo das viele Geld tatsächlich hingekommen ist; vielleicht wird eventuell sogar geklärt, wer “nur” den Schaden gerade biegen und wer sich “nur” bereichern wollte. Ich weiß, es ist etwas viel verlangt, aber man soll die Hoffnung niemals aufgeben ;)

5. Aug. 2007

Der EuGH hat Österreich wegen Verstößen gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie verurteilt. Das Urteil stellt auch fest, dass ab sofort im Burgenland sämtliche Stare-Bekämpfungsmaßnahmen ohne Ausnahme verboten sind.

Nun ist im Burgenland natürlich Feuer auf dem Dach, denn hier sind in der “Hauptsaison” die Schwärme von Staren so groß, dass sie binnen Minuten ganze Weingärten kahl fressen können. Auch stößt sauer auf, dass jetzt alle Bekämpfungsmaßnahmen (eigentlich müsste man von Vertreibungsmaßnahmen sprechen, weil den Staren geschieht ja nichts) – Flugzeug, Knallgeräte, Sirenen, Lautsprecher etc – verboten sind.

Natürlich kann man über die Stareabwehr, wie sie in den letzten Jahren war, diskutieren. Unzählige Leute fühlen sich dadurch  – in manchen Weingartenrieden herrschte eine Geräuschkulisse, wie auf einem Schlachfeld :) – in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Deren Klagen haben bis jetzt nichts genutzt, weil im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft scheinbar alles erlaubt ist. Einem Gewerbebetrieb wären derartige Aktivitäten (auch die Bewässerungsaggregate, die nächtelang durchlaufen, können hier eingereiht werden) von Haus aus überhaupt nicht genehmigt worden.

Eigenartig bei dem Ganzen ist nur die Tatsache, dass die Stareabwehr jetzt von der EU nur deshalb abgedreht wird, weil sie angeblich der Vogelschutzrichtlinie zuwiderläuft. Dass diese Abwehrmaßnahmen schon Jahrzehnte auch Menschen beeinträchtigen, interessierte die EU überhaupt nicht. Na ja, eine Menschenschutzrichtlinie gibt es ja noch nicht. Herzlichen Dank liebe EU, hier wurde wieder ganze Arbeit geleistet… :)

Vielleicht sollte unser Kanzler gelegentlich nach Brüssel reisen und den diversen Kommissaren in aller Deutlichkeit sagen, wo sie sich ihre, an den Menschen vorbeigehenden, Richtlinien hinstecken können :) :)

 

PS: In Italen werden Stare (wie alle Singvögel) nach wie vor abgeschossen und gegessen. Italien ist zwar auch EU-Mitglied, aber wahrscheinlich haben die andere Vogelschutzrichtlinien…

4. Aug. 2007

Was ich mit über 80 Beiträgen auszudrücken versucht habe, hat David Hockney – berühmter britischer Künstler und Raucher – in einem einzigen Kommentar (erschienen zB in Frankfurter Allgemeine und http://derstandard.at/?id=2985708) hinbekommen. Da ist nichts mehr hinzuzufügen.

Natürlich kann die faschistoide und manipolierte Antirauchergemeinde so ein Statement nicht ungeschoren stehen lassen. Hier ein paar Beispiele von Leserkommentaren (natürlich subjektiv ausgewählt):

“unwahrheiten gepaart mit starrsinn.. aber er ist auch schon über 70.” – Standard
“… Kann nur aus seiner Sucht heraus argumentieren. …” – Standard
“An der Schreibweise des Artikels merkt man, dass hier ein alter sturer Mann spricht. …” – Standard
“nur dumm? oder bösartig? …” – Standard
“Totaler Süchtler der sich alles mögliche einreden muss. …” – Standard
“Also mich störts nicht, wenn er raucht Mich würds nicht mal stören, wenn er brennt.” – Standard
“die Logik eines Süchtigen – keine ernstzunehmenden Argumente. …” FAZ

Da ist auch nichts mehr hinzuzufügen :)

4. Aug. 2007

Nachdem “Umweltaktivisten” bereits zum Beykott von österreichischem Bier aufgerufen haben, starten sie nun einen Tatalangriff auf die österreichische Seele – sie wollen mit Flugblättern das Wiener Schnitzel von den ungarischen Speisekarten verbannen.

Es geht wieder um die Verschmutzung des Flusses Raab, der von Österreich nach Ungarn fließt und teilweise wie eine Kloake ausschaut. Das Problem ist schon älter und die Verursacher der Verschmutzung kennt man. Soweit ist die ungarische Aufregung ja noch verständlich. Dass man aber wegen so was gleich das ganze Land mit Boykotten – zuerst Bier und nun sogar Wiener Schnitzel – beleidigen muss, ist weniger verständlich. Was können die Österreicher oder gar das Wiener Schnitzel dafür, dass es zB in der Steiermark einen Landesrat gibt, der vor lauter Feinstaub nichts anderes mehr sieht und somit nichts weiter bringt.

Für diese Anti-Schnitzel-Flugblatt-Aktion ist der sich “Umweltaktivist” nennende Balas Déri verantwortlich. Über den Stil seiner Organisation braucht man ja nichts mehr zu sagen, nachdem man die vor einiger Zeit aufgestellten galgenähnlichen Gestelle, an denen lebensgroße Puppen aufgehängt waren, gesehen hat. Wie man in Zeitungen lesen kann, könnte die Flugblattaktion ein Erfolg und das Wiener Schnitzel von vielen ungarischen Speisekarten genommen werden. An und für sich wäre das ja eh besser, weil gescheit kochen können es die Magyaren sowieso nicht. Wer in Ungarn schon ein Schnitzel gegessen hat, weiß was ich meine :)

Unsere Politiker, allen voran die Steirer LH Voves und LR Wegscheider (der meiste Raab-Dreck dürfte ja aus der Steiermark kommen) wird das wohl noch weniger kratzen. Fleisch und Pannier werden die Ungarn kaum in Österreich kaufen und somit schädigen sie durch diese Aktion maximal die Erzeuger im eigenen Land. Darum ist es mir schleierhaft, warum dieser merkwürdige Aktivist mit solchen geschmacklosen, von vorneherein nichts bringenden Aktionen laufend alle Österreicher zu beleidigen versucht.

Genausogut könnten wir hergehen, und zu einem Boykott der ungarischen Restaurants oder gleich des Balaton aufrufen. Man könnte auch verallgemeinernd kolportieren, dass man in ungarischen Restaurants, wenn man mit Euros zahlt, regelmäßig um bis zu 30 Prozent beschissen wird und es besser wäre, das Land überhaupt zu meiden. Wenn man so einen geschmacklosen Stil wie dieser Balas Déri hätte, dann könnte man so etwas machen.

Aber abseits von “Umweltaktivisten” und Umweltpolitikern gibt es in Österreich und Ungarn eine überwältigende Mehrheit von ganz normalen Leuten, die sich gut verstehen und denen diese vollkommen wurscht sind – und das ist gut so!

1. Aug. 2007

Der Verfasser hat seit einigen Jahren Anteilsscheine des Grundeigentümeraktie Meinl European Land Ltd über eine der großen Vermittlerfirmen gekauft.
Im Jänner dieses Jahres wurde er von dieser Vermittlerfirma aufgefordert, sie zu verkaufen, da es abwärts gehen sollte. Zwei Wochen vor dem jetzigen Verfall kam diese Warnung erneut.
Nun ist der Fall (um 25%) da. Was und woher wusste mein Finanzberater, dass es bergab gehen würde?
Angenommen dieser mein Finanzberater hätte jedem seiner Kunden den Verkauf empfohlen und anschließend auf zahlreiche Verkäufe gewettet (spekuliert), hätte er durch diesen Verkauf großen Gewinn gemacht…
Nicht zuviel darüber nachdenken…

1. Aug. 2007

Die Wirtschaft boomt und immer europäischer wird sie auch. Jetzt haben angeblich 5 Bulgaren und 3 Polen in Bruck an der Leitha eine neue Zigarettenfabrik eingerichtet. Leider haben die Behörden dazwischen gefunkt und die “Geschäftsleute” verhaftet.

Dass der Zigarettenschmuggel blüht, ist ja schon ein alter Hut. Dass aber jetzt schon ganze Fabriken im Land eingerichtet werden, ist eine neue Qualität. Man sieht daraus, dass durch die monströsen Steuern auf Tabakprodukte ganz neue “Wirtschaftszweige” entstehen. Nur schade, dass daraus dem Staat keine Einnahmen erwachsen und auch nichts in die Sozialtöpfe eingezahlt wird. Es scheint fast so, als ob die Hochsteuerpolitik auf diesem Sektor ein Schuss ins Knie gewesen wäre, weil geraucht wird ja auch nicht weninger… :)

Unsere Gewaltigen werden aber wohl nichts daraus lernen. Die Zigarettenpreise werden trotzdem regelmäßig – einmal ich (Finanzminister) / einmal du (Austria Tabak, bereits im Eigentum von NonAustrianern) – erhöht werden. Dadurch werden natürlich neue Unternehmer angelockt werden. Es weiß ja ohnehin niemand, wieviele derartige Fabriken es schon gibt (die in Bruck ist ja nur durch eigene Dummheit aufgeflogen). Der blühende Schmuggel ist sowieso nicht einzudämmen, daran ändert auch die mediengerechte Augenauswischerei mit den Terrorbekämpfern nichts.

Aber alles in allem sind unsere Probleme in der Hinsicht derweil trotzdem noch klein. Die in Raucherfragen ach so fortschrittlichen Briten beispielsweise werden mit ihren Preisen wohl ein Vielfaches an Produzenten und Schmugglern anlocken…

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