Den chronisch schwer defizitären Bundesbahnen (ÖBB) ist nun scheinbar wieder einmal alles zugeschossene Geld ausgegangen. Vielleicht greift der oberste Sympathieträger der Bahn, Generaldirektor Martin Huber, gerade deshalb jetzt wieder – zum ca 97igsten Mal – den Individualverkehr an.
Die Straße sei viel zu billig und es würden hier nicht alle Kosten mitgerechnet donnert der Bahn-Mann. Mir ist aber nicht erinnerlich, dass der Individualverkehr kürzlich billiger geworden wäre, ja eher das Gegenteil ist der Fall. Wahrscheinlich hat sich im Kostenverhältnis zwischen Bahn und Straße sogar in den letzten Jahrzehnten nicht wesentlich was verändert. Wäre es nicht Aufgabe eines Spitzenmangagers, sein Unternehmen auf die Gegebenheiten einzustellen und trotzdem irgendwann Gewinne zu machen? Dazu bräuchte man aber kreative Ideen – weinerliches lamentieren wird sicher nicht helfen…
Wahrscheinlich aber muss man die Huber-Äußerungen sowieso nur in die Kategorie “Theaterdonner” einreihen. Den ÖBB dürfte es nämlich wirtschaftlich eh ganz gut gehen. Denn sonst könnte man es sich sicherlich nicht leisten, ungefähr ein Drittel der potentiellen Fahrgäste mit den Rauchverboten – seit 1. September 2007 ausnahmslos in allen Zügen und sogar auf den Bahnsteigen im Freien – derart vor den Kopf zu stoßen…