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5. Sep. 2007

Die Unsitte von Ministerien, mittels Medienkampagnen, die Bevölkerung zu informieren – oder sollte man besser sagen, den eigenen Minister zu beweihräuchern?, macht sich immer mehr breit. Trotz aller Kritik…

Nun hat gerade die Ministerin Doris Bures ihre diesbezüglichen Zahlen vorgelegt. 280.000.- Euro soll ihr Ministerium für Medienkampagnen ausgegeben haben. Frau Bures weiß aber ganz genau, wofür das viele Geld ausgegeben wurde, wie sie auf eine Anfrage des BZÖ über die Zielsetzung einer Kampagne präzise ausführte: “Die Inserate wurden zur Information der Öffentlichkeit über meine Arbeit in Auftrag gegeben”. Toll, jetzt haben wir schwarz auf weiß, was im Vordergrund steht. Die Ministerin herself ist´s, sie will besser dastehen. Es reicht halt nicht, dass sie ihre Arbeit sowieso in der Öffentlichkeit verrichtet – nein, die Öffentlichkeit muss noch extra um viel Geld darauf hingewiesen werden. Könnte es sonst etwa sein, dass die Arbeit von Ministerin Bures überhaupt nicht bemerkt oder gar falsch verstanden wird?

Aber wir wollen nicht allzu kritisch sein. Andere können es sogar noch besser, zB hat der Sozialminister fast doppelt soviel für Werbung ausgegeben. Dabei verkauft auch er überhaupt nichts :)

Die Inserate werden wohl hauptsächlich den Zweck haben, den Medien ein Geschäft zukommen zu lassen, um dadurch für die jeweilige Partei ein günstigeres Klima in den Redaktionen zu schaffen. Doch halt, das kann nicht sein – das wäre ja schon Korruption. Da müsste die Ministerin Bures doch glatt zu dem angedachten Verhaltenskodex für Beamte auch einen solchen für Minister andenken. Gut, viel Aussicht auf Realisierung hätte ein MInisterehrenkodex von vorneherein wohl nicht…

1 Kommentar »

  1. kritikus.at » Dorlis neuer Helm - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] da kommt jetzt auch unsere Verkehrsministerin, die Doris Bures, ins Spiel. Nicht dass ich ihr jetzt gar koordiniertes Handeln unterstellen würde , aber ihr [...]

    21. Feb. 2011 | #

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