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20. Sep. 2007

Einen Lichblick hatte er mit der (hoffentlich kommenden) Abschaffung von Licht am Tag ja zu verzeichnen, nun aber reiht sich Verkehrsminister Werner Faymann nahtlos in die ideenlose Hilflosigkeit seiner Vorgänger ein.

Schon gestern hat ja der gute Minister im Mittagsjournal verlauten lassen, dass ihm 120 abgenommene Führerscheine infolge des Punktführerscheines in zwei Jahren zu wenig wären und er deshalb plane, weitere Delikte in das FS-Vormerksystem aufzunehmen. Wahrscheinlich traut er auch diesen Maßnahmen nicht zu, die Führerscheinabnahmen zu erhöhen. Jetzt kündigte er an, schon ab 0,5 Promille den Schein abnehmen lassen zu wollen. Dass sich damit die Verkehrssicherheit keineswegs erhöhen wird, ist dem Verkehrsminister wohl wurscht. Hauptsache es werden genug Führerscheine abenommen…

Würde Minister Faymann die Statistiken lesen, dann würde er wissen, dass dort als Überschrift “Das Unfallgeschehen mit alkoholisierten Beteiligten…” steht und das keinesfalls heißt, dass diese “alkoholisierten Beteiligten” die Unfälle auch verursacht haben. Wer die Unfälle verursacht hat, kann man nämlich aus der Unfallstatistik überhaupt nicht herauslesen. Alkoholisierte, die tatsächlich Unfälle verursacht haben, hatten allermeistens über ein Promille, sehr oft sogar über 1,6 (= ~2000.-€ ohne Verhandlung + 4 Monate Entzug, Nachschulung und Deppendocktor :) ). Wenn er sich informiert hätte, dann würde er auch das wissen.

Vielleicht weiß der Verkehrsminister das alles ja und es interessiert ihn nur nicht. “Mit einem Zehn-Punkte-Programm zur Verkehrssicherheit, in dem sich auch `Gemeines verbirgt´ (O-Ton Faymann), sollen…” steht im Kurier. Oha, Werner Faymann will also nur gemein sein. Das wird ihm gelingen, da bin ich sicher. Er kriminalisiert nämlich die Autofahrer, obwohl die Steigerung bei den Verkehrstoten in etwa der Steigerung der getöteten Lenker bei den Einspurigen plus jenen, die er selber mit seiner Bahn totgefahren hat, entspricht… :)

 

PS: Und die Million für die 3 abgesägten ASFINAG-Weihnachtsmänner muss er ja auch irgendwie hereinbekommen :)

20 Kommentare »

  1. kritikus.at » Blog Archiv » Anti-Verkehrsminister schreibt:

    [...] Ein Verkehrsminister sollte eigentlich für den Verkehr – öffentlich oder individual – da sein. Interessanterweise machten die Verkehrsminister der Vergangenheit und auch der derzeitige - Werner Faymann - bis jetzt genau das Gegenteil. [...]

    24. Sep. 2007 | #

  2. kritikus.at » Blog Archiv » Das Geld liegt auf der Straße… schreibt:

    [...] Ob Minister Faymann gemein ist, habe ich mich schon einmal gefragt, als er sagte, in seinem 10-Punkte-Programm für die Verkehrssicherheit würde sich auch “Gemeines verbergen”. Die 3 künftigen Ex-Manager der ASFINAG werden ihn aber sicherlich nicht gemein finden [...]

    26. Okt. 2007 | #

  3. kritikus.at » Blog Archiv » Beste Unfallbilanz der Geschichte schreibt:

    [...] Genau diese Horrorgeschichten – KfV, VCÖ und auch die Autofahrerclubs lassen grüßen – veranlassten aber unseren Verkehrsminister zu härterer Gangart gegen die Autofahrer (0,5 Promilleregel, Mindeststrafen für Schnellfahrer, mehr Delikte im Punkteführerschein etc). Mit seiner Begründung für die Restriktionen sieht der Minister jetzt aber etwas blass aus. [...]

    5. Dez. 2007 | #

  4. kritikus.at » Blog Archiv » Bahn-Gambler schreibt:

    [...] Wenn ich es richtig verstanden habe, wurden Einrichtungen der ÖBB (Lokomotiven, Zugsgarnituren, Kraftwerke, Bahnhöfe etc) an amerikanische Investoren verscherbelt und diese dann wieder zurückgeleast. Mit dem Geld wurde anscheinend, mit sehr mäßigem Erfolg, spekuliert. Hier dürften die 60 Millionen infolge der US-Immobilienkrise den Bach runter gegangen sein. Es sei alles nicht so schlimm, betonen die Bahnmanager und Minister Faymann vertraut ihnen. Es würde sich um Papiere mit 10-jähriger Laufzeit handeln und es wären ja erst 2 Jahre vergangen. Toll, sehr beruhigend! – Gerade haben sie in ZIB2 von der US-Immobilienkrise “ohne Ende” gesprochen. Das dürfte aber Bahnvorstand und Minister nicht sonderlich kratzen. In 8 Jahren werden sie wohl ihre Schäfchen schon im Trockenen haben und kaum mehr Minister bzw ÖBB-Manager sein… [...]

    8. Dez. 2007 | #

  5. kritikus.at » Blog Archiv » Umweltverträglichkeitsprüfung hintendrein? schreibt:

    [...] Und dabei haben unsere Experten (zB die NÖ Landesregierung mit Feststellungsbescheid für das Terminal „Skylink“ – soll 2009 in Betrieb gehen) früher festgestellt, dass keine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig wäre. Fluglärmgegner aus Niederösterreich und Wien haben sich aber an Brüssel gewandt und dort kann man sich für ihre Anliegen offenbar erwärmen. Um Schlimmeres abzuwenden, hat nun das Infrastrukturministerium unter Minister Faymann eine Umweltverträglichkeitsprüfung im Nachhinein vorgeschlagen. [...]

    9. Dez. 2007 | #

  6. kritikus.at » Blog Archiv » Nicht mehr auf Linie schreibt:

    [...] Pikanterweise ist das Verkehrs-Arbeitsinspektorat dem gemeinen Verkehrsminister Faymann und der kommt bekanntlich aus Wien. Kaiser Michael I. von Wien wird da aber not amused sein, dass sein Mann in der Regierung offenbar nicht mehr auf Linie ist… [...]

    1. Jun. 2008 | #

  7. kritikus.at » Blog Archiv » Strafen-Lizitierung schreibt:

    [...] Der Werner Faymann, gemeiner Verkehrsminister und frisch gewordener SPÖ-Chef, schlägt vor, die bereits jetzt existenzbedrohenden Strafen für Alkoholdelikte im Straßenverkehr in etwa zu verdoppeln. Da kann die ÖVP natürlich nicht widerstehen und signalisiert Zustimmung. Dass das berüchtigte Kuratorium für Verkehrs(un)sicherheit da dafür ist, verwundert genausowenig, wie die Unterstützung von ÖAMTC und ARBÖ. [...]

    19. Jun. 2008 | #

  8. kritikus.at » Blog Archiv » SPÖ, EU und die Krone schreibt:

    [...] Das zusammengekrampfte Führungsduo der Partei, Gusenbauer (Kanzler) und Faymann (Parteichef und Verkehrsminister), hat eine Kehrtwendung hingelegt. Das alleine würde an und für sich noch niemanden vom Hocker hauen, das ist seit geraumer Zeit bei der SPÖ als normal anzusehen. Bemerkenswert ist das “wobei” und das “wie”… [...]

    26. Jun. 2008 | #

  9. kritikus.at » Blog Archiv » Äußerst merkwürdig schreibt:

    [...] Der nach dem ultimativen Vollzug der zizerlweisen Gusenbauer-Abmontierung neue Spitzenkandidat der SPÖ, Werner Faymann, betonte schon mehrmals, dass er eine Koalition mit der FPÖ ausschließe. “Ich kann mir keinen einzigen Tag eine Koalition mit der FPÖ vorstellen”, sagte er etwa gestern dazu. Da konnte natürlich die ÖVP nicht widerstehen. Mit “So wie FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache das macht, ist ganz klar: Wer Europa infrage stellt, kann kein Partner sein.” schloss auch Wilhelm Molterer eine Partnerschaft mit dieser Partei aus. Damit sind wieder krampfartige Regierungsverhandlungen vorprogrammiert und am Ende des Tages wird dann wohl wieder eine große Koalition – ROT/SCHWARZ meine ich damit, denn das könnte ja dann auch eine kleine Koalition sein – stehen. [...]

    8. Jul. 2008 | #

  10. kritikus.at » Blog Archiv » Gefährlich Drohung schreibt:

    [...] Einmal schon wollte Werner Faymann, Verkehrsminister und frischgebackener SPÖ-Chef und Kanzlerkandidat, gemein sein. Als Beschreibung für den jetzigen Angriff auf unsere Geldbörsen wäre diese Wörtchen nicht mehr geeignet. Auch “gefährliche Drohung” scheint da noch untertrieben, sonst fällt mir aber nichts ein… [...]

    25. Aug. 2008 | #

  11. kritikus.at » Blog Archiv » Alle in einem Boot schreibt:

    [...] Toll, ganz toll! Leider ist das keine dauerhafte Senkung (gilt ja nur 3 Tage…), sondern es soll lediglich dem Werner Faymann Rückenwind verschafft werden, damit er vielleicht doch noch die Umverteilung einer Milliarde aus dem Steuertopf in die Konzernkassen vor der Wahl durchbringt. Denn nachher, wenn alle wieder klar denken, wird´s damit wohl nichts mehr werden… [...]

    22. Sep. 2008 | #

  12. kritikus.at » Blog Archiv » Ciao Willi, ciao Bello… schreibt:

    [...] Tatsache ist (leider), dass eine Zeitung die Wahl gewonnen hat, wenn man bei einem historischen Tiefststand überhaupt von “gewonnen” sprechen kann. Aber #1 ist #1 – daran ist nicht zu rütteln. Werner Faymann wird nun zeigen müssen, was er imstande ist. Es geht sich ja, so wie es dzt aussieht, nur eine neuerliche GroKo aus. Alles andere ist äußerst unrealistisch, weil dabei immer eine Partei über ihren Schatten springen (sprich “umfallen”) müsste und solche Springer sind nicht in Sicht. Bliebe noch eine wackelige Minderheitsregierung. Die würde aber nur zu baldigen Neuwahlen führen und da wäre es weit billiger, Strache gleich jetzt zum Kanzler zu wählen… [...]

    28. Sep. 2008 | #

  13. kritikus.at » Blog Archiv » Die Hausaufgaben sind gemacht schreibt:

    [...] Also Herr Faymann(Dichand?), die Hausaufgaben sind gemacht. Es ist angerichtet für die GroKo, greifen Sie zu… [...]

    29. Sep. 2008 | #

  14. kritikus.at » Blog Archiv » Es ist vollbracht! schreibt:

    [...] Na da hat der angehende Kanzler der ÖVP aber gezeigt, wo der Hammer hängt. Zu dem, was Gusenbauer Schüssel schon überlassen hat, ist es Faymann gelungen, auch noch das Justizministerium nachzuschieben. Ob des grandiosen Verhandlungsgeschickes müssen ja nun wohl auch die letzten Suderanten in der SPÖ-Basis zufrieden sein… [...]

    23. Nov. 2008 | #

  15. kritikus.at » Blog Archiv » Virtual Reality schreibt:

    [...] Natürlich beschäftigt die Krise auch unseren Sonnenkanzler. Gestern beim “Jahresauftakt der SPÖ” ging er auf das Thema ein: [...]

    31. Jan. 2009 | #

  16. kritikus.at » Blog Archiv » Streikverbot - eine leere Drohung schreibt:

    [...] “neuen Mittelschule” übernommen) und plötzlich ist alles anders und sogar der gemeine Faymann spricht jetzt auf einmal von “realen Kürzungen” bei allen [...]

    15. Mrz. 2009 | #

  17. kritikus.at » Blog Archiv » Pack die Badehose ein schreibt:

    [...] wissen wir es aber nicht. Und dass ist gut so, denn welches Bild würden Grinsekatz (mit der Brustkorbwölbung eine eingeschlagenen Wirtshaustüre und der Farbe eines [...]

    25. Apr. 2009 | #

  18. kritikus.at » Blog Archiv » Bracholder schreibt:

    [...] Voves, bekannt störrischer SPÖ-Landeshauptmann der Steiermark, geht auf Werner Faymann los und wirft ihm “Anbiederung” an die Kronenzeitung vor. So neu sind solche [...]

    6. Jun. 2009 | #

  19. kritikus.at » Blog Archiv » “Good afternoon you bastards” schreibt:

    [...] auf ortneronline seinen kleinen Artikel, in dem er sich über das Fernbleiben von Kanzler Faymann bei der Eröffnung des Europahauses in Wien lustig macht. Aber es könnte auch anders [...]

    18. Okt. 2009 | #

  20. kritikus.at » Finanzminister Krainer - Kritik zum Schmunzeln – nicht objektiv, dafür aber höchst subjektiv … schreibt:

    [...] “Machen-wir’s-gemeinsam”-Messias ([c] AndreasSchwarz – Kurier) Werner Faymann will es [...]

    24. Jun. 2010 | #

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